Strobl nach 2:4-Pleite: "Das Ergebnis ist scheiße, aber das Spiel?"
In Duisburg hatte der SC Verl das Spielgeschehen unter Kontrolle. Doch die Partie endete mit einer 2:4-Niederlage für die Ostwestfalen, die eine Lehrstunde hinsichtlich der Effizienz bei Torchancen erhielten. Cheftrainer Tobias Strobl unterteilte seine Wertung zur Partie in Ergebnis und Spielgeschehen.
"Geknickt bin ich nicht"
"Geknickt bin ich nicht", leitete SCV-Coach Tobias Strobl bei "MagentaSport" sein Statement zur späten Sonntagspartie beim MSV Duisburg ein. Im Topspiel unterlag Verl, weil die Meidericher mit vier Torschüssen gleich vier Tore erzielten. "Wir müssen das Spiel richtig einordnen. Es gibt einmal das Spiel und einmal das Ergebnis. Das Ergebnis ist scheiße, aber das Spiel?", so Strobl. "Wir kommen nicht gut rein, bekommen direkt das 0:1 und dann explodiert das Stadion. Aber wir antworten prompt."
Schon in der 4. Spielminute stand ein 1:1 auf der Anzeigetafel, woraufhin Verl die Spielkontrolle übernahm. Chance um Chance erspielten sich die Ostwestfalen, aber ein weiterer Treffer blieb aus. "Wir bekommen das Stadion auf unsere Seite. Da kamen Pfiffe und wir hatten eine gute Dominanz", fand Strobl. Doch den Verlern flog im Anschluss die Duisburger Effizienz um die Ohren. "Wir leisten uns einen zweiten, einfachen Ballverlust und haben und von dem 1:2 vor der Pause nicht mehr so richtig erholt. Das 1:3 war ärgerlich, aber wir nehmen uns in der Pause viel vor", fasste Strobl zusammen. "Dann direkt der nächste Ballverlust, dann steht’s 1:4."
"Mir tun die Jungs leid"
Der Sportclub steckte nicht auf und erzielte noch einen Treffer, aber zum Punktgewinn reichte es nicht mehr. "Am Ende des Tages hat Duisburg verdient gewonnen. Wenn du nach 95 bis 100 Minuten mit 4:2 gewinnst, dann ist das okay. Da will ich nichts anzweifeln", fand Strobl. "Ich glaube, die ersten vier Schüsse waren vier Torerfolge. Da fragst du dich schon, in welchem Film du steckst. Sie tun es, wir nicht. Das war der Unterschied." Einen Vorwurf wollte der SCV-Coach seiner Mannschaft daher nicht machen. Und gewann eine wichtige Erkenntnis.
"Mir tun die Jungs leid, weil sie sich heute selbst um den Lohn gebracht haben", so Strobl. "Es liegt an uns. Was geben wir dem Gegner? Was nehmen wir selbst nicht an? Ich respektiere diese Niederlage, aber ich glaube, dass wir sie uns heute extrem selbst zuzuschreiben haben." In der Tabelle musste Verl die Duisburger somit vorbeiziehen lassen, wodurch der Sportclub auf Platz 4 stehend wieder in der Verfolgerrolle ist. Am kommenden Samstag (14 Uhr) geht es mit der Partie gegen die TSG Hoffenheim II weiter.