Wollitz über Cigerci: "Schönstes Statement meiner Laufbahn"
Mit der Verpflichtung von Tolga Cigerci am Deadline Day ist Energie Cottbus ein Coup gelungen. Ob der frühere Bundesliga-Spieler aber schon am Samstag beim Spiel in Ingolstadt auflaufen kann, ist noch fraglich. Als Trainer Claus-Dieter Wollitz bei der Spieltags-Pressekonferenz über den 33-Jährigen sprach, geriet er ins Schwärmen.
Cigerci kam Energie weit entgegen
Genau drei Wochen ist es her, da hatte Wollitz den Transfer von Tolga Cigerci eigentlich bereits nahezu ausgeschlossen. Schließlich hätte sich der 33-Jährige in einer Größenordnung befunden, "die diesen Verein erschüttern würde", so Wollitz. Dass der Wechsel dann doch zustande kam, hing damit zusammen, "dass er uns komplett entgegen gekommen ist", berichtete der Energie-Coach bei der Spieltags-Pressekonferenz am Donnerstag und sprach vom "schönsten Statement meiner Laufbahn".
Demnach habe Cigerci die finanziellen Bedingungen, "die wir bieten konnten und die vertretbar sind", vollständig akzeptiert. "Ansonsten wäre es nicht zu realisieren gewesen." Bereits am Dienstag ist der 33-Jährige ins Training eingestiegen, nachdem er sich schon im Herbst beim FCE fitgehalten hatte.
Einsatz am Samstag noch offen
Ob er aber schon beim Auswärtsspiel in Ingolstadt (Samstag, 14 Uhr) mitwirken kann, ist noch ungewiss. Wie Wollitz berichtete, muss sich Cigerci am Freitag nochmal einer sportärztlichen Untersuchung unterziehen. Den Grund dafür kannte der 60-Jährige nicht. Die Entscheidung, ob der Defensivspieler die Reise nach Ingolstadt mit antreten wird, soll nach der Untersuchung fallen. "Fakt ist, dass er Rhythmus braucht, um zu spielen. Ob das schon am Wochenende der Fall sein wird, ist offen", sagte Wollitz vor dem Hintergrund, dass Cigerci sein letztes Pflichtspiel im Mai 2025 bestritten hat.
Doch selbst, wenn Cigerci noch ein paar Wochen brauchen wird, um bei 100 Prozent zu sein: "Er wird gerade auch für die jungen Spieler wichtig sein. So jemanden brauchst du für deine Entwicklung", betonte Wollitz und hob hervor, dass der 33-Jährige immer mit der Erste auf dem Trainingsplatz sei. Zudem erhofft sich der FCE-Coach, dass Tolcay Cigerci künftig noch motivierter ist, wenn er mit seinem Bruder spielen kann – übrigens erstmals in seiner Karriere. Und wenn er dann fit ist, "hat er einen absoluten Mehrwert für uns, da gibt es keine zwei Meinungen", machte Wollitz klar.
Dritter Last-Minute-Transfer war geplatzt
Ob es dann künftig eine Doppelsechs mit Dominik Pelivan geben wird, wollte der 60-Jährige noch nicht verraten, meinte aber: "Wer seine Leistung bringt, braucht sich keine Sorgen machen." In jedem Fall werde es Verschiebungen geben, insbesondere für Jannis Boziaris könnte es enger werden, so Wollitz. Neben Cigerci hat sich Energie auch noch mit Mladen Cvjetinovic verstärkt, während ein dritter geplanter Transfer am Montag geplatzt ist. Sehr zum Bedauern des Trainers: "Er hätte uns mit seiner Flexibilität weitergeholfen." An Auswahl mangelt es dem Lausitzer Coach angesichts eines 28 Spieler umfassenden Kaders aber dennoch nicht.
Damit dieser in Ingolstadt drei Punkte holt, "dürfen wir uns nicht auf ein verrücktes Spiel oder einen offenen Schlagabtausch einlassen", warnte Wollitz vor dem FCI, die ersten drei Partien des Jahres allesamt gewinnen konnte. "Wir brauchen eine gute Restverteidigung, extreme Kompaktheit, eine gute Grundordnung und dürfen uns keine Naivitäten" erlauben, machte der gebürtige Ostwestfale klar und ließ durchblicken, sein System etwas umstellen zu wollen. Ob mit Tolga Cigerci, wird sich dann am Samstag zeigen. Sicher ausfallen werden dagegen Janis Juckel (Schulter-OP) und Timmy Thiele (Schlag).