"Gegner sind richtig scharf auf uns": Verls Serie ist gerissen

Der hochgelobte Spitzenreiter aus Verl hat nach zwölf Spielen mal wieder eine Niederlage einstecken müssen. Prompt ist die Tabellenführung weg. Cheftrainer Tobias Strobl sah das 1:2 beim SV Wehen Wiesbaden dennoch als Kompliment für seine Mannschaft, die mittlerweile in der Liga ganz anders wahrgenommen wird.

"Hat uns immer so ein bisschen wehgetan"

Wer soll den SC Verl stoppen? Diese Frage stellte sich die 3. Liga noch vor einer Woche. Und die einfache Antwort war: Der SV Wehen Wiesbaden. Nach dem furiosen Start in die Rückrunde endete die Serie von zwölf Spielen ohne Niederlagen für den Sportclub bei den Hessen. "Wir waren ein bisschen fahrig mit dem eigenen Ball und auch gegen den Ball. Die zweiten Bälle, vor allem aber auch das Duell zwischen Kijewski und Mockenhaupt, haben wir nicht richtig kontrollieren können", analysierte SCV-Coach Tobias Strobl umgehend nach der Partie. "Das hat uns immer so ein bisschen wehgetan."

Wehen Wiesbaden schenkte dem SC Verl zwei Buden ein, fast schon aus dem Nichts stellte Jonas Arweiler in der 81. Spielminute den Anschluss wieder her. Der Ausgleich wäre in der Schlussphase dann noch möglich gewesen. "Aber den machst du heute leider nicht, deswegen Glückwunsch an Wehen", so Strobl. "Das war ein sehr, sehr guter Auftritt, vor allem in der Härte der Zweikampfführung, die total fair war, aber wo sie uns schon immer mal wieder den Schneid abgekauft haben. Das nehmen wir heute so hin."

"Anerkennung der letzten Wochen"

Die erste Niederlage nach zwölf Partien sorgt dafür, dass die Verler ihren Platz an der Tabellenspitze nach nur einer Woche wieder verlieren. Ein Ende des Höhenflugs, auf dem sich der Sportclub selbst nie gesehen hat. Stattdessen freute sich Strobl über das Aufbegehren des Gegners. "Überspitzt gesagt ist das eine Anerkennung der letzten Wochen, dass die Mannschaften richtig scharf auf uns sein werden", erklärte der 38-Jährige bei "Magenta Sport", dass der SCV nun anders in der Liga wahrgenommen wird. So auch nach Abpfiff.

"Ich habe noch keine Mannschaft gesehen, die sich so sehr gefreut hat, dass sie uns geschlagen haben", nahm Strobl den Jubel der Wiesbadener nach Spielende wahr. Die Wochen des Lobes sind erstmal vorbei, aber die Entwicklung bleibt. "Da gibt es dann zwei Faktoren. Was macht es mit dir, wenn du viel Lob bekommst? Und was macht es mit den Gegnern?", verwies Strobl darauf, dass keine Mannschaft den SC Verl noch auf die leichte Schulter nehmen wird. Im Gegenteil. Und dafür werden die Ostwestfalen auch Lösungen brauchen: "Das bedeutet, dass wir uns schneller in den Räumen und in den Köpfen bewegen müssen." Denn an den Status einer Spitzenmannschaft könnte sich der SCV gewöhnen. Als nächstes wartet nun die U21 des VfB Stuttgart. Dann allerdings ohne Yari Otto, der zum fünften Mal.

   

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Back to top button