Hirsch lobt starke Reaktion: "Nicht selbstverständlich"
Wie antwortet man auf eine 1:4-Niederlage? Ein 3:1-Erfolg im Westschlager gegen Alemannia Aachen dürfte ziemlich weit oben auf der Liste der möglichen Antworten stehen. So geschehen beim MSV Duisburg, der damit eine starke Reaktion zeigte und sich auch wieder die Tabellenführung sicherte.
"Das war wieder unsere Mannschaft heute"
Keine Frage: Dass der Sieg hochverdient war, darüber gab es nach Spielende keine Zweifel. Zu stark war der Auftritt der Zebras im ersten Durchgang, die über Noß (7.), Meuer (33.) und Coskun (41.) aus drei Chancen drei Tore erzielten und zudem mit einer hohen Intensität überzeugten. "Wir haben das gespielt, was wir spielen wollten", hob Trainer Dietmar Hirsch bei "MagentaSport" hervor. "So eine Reaktion zu zeigen, ist nicht selbstverständlich." Das Team sei nach der Niederlage bei Hoffenheim II "sehr selbstkritisch" gewesen und habe seine Lehren daraus gezogen. "Das war wieder unsere Mannschaft heute."
Keinen unwesentlichen Anteil am Heimsieg hatte Steffen Meuer, der als Stürmer auflief. "Wir wollten den Gegner etwas überraschen", meinte Hirsch. "Und ich glaube, das ist gut aufgegangen." Meuer, der bislang auf verschiedenen Positionen im Mittelfeld spielte, berichtete: "Der Trainer kam in der Woche auf mich zu und meinte, dass es jetzt mal eine andere Position für mich ist." Schon in Aue war er einige Male im Angriff aufgelaufen.
Topspiel gegen Cottbus steht an
"Ich habe schon alle Positionen gespielt und bin froh, wenn ich auf dem Spielfeld stehe und der Mannschaft was geben konnte", zeigte sich der 25-Jährige ganz bescheiden. "Ich weiß, was ich machen muss und wo meine Stärken sind. Die wollte ich einbringen, und es hat sehr gut funktioniert." Bei seinem Tor lauerte er am zweiten Pfosten, nachdem die Analyse ergeben hatte, dass Aachen dort Probleme hat. "Deswegen bin ich da hingelaufen und hatte ein bisschen Glück, aber drin ist drin."
Das Team habe nach der 1:4-Pleite in Hoffenheim eine Reaktion zeigen wollen. "Das ist uns sehr gut gelungen", hob Meuer hervor. "Jetzt wollen wir nächste Woche weitermachen." Dann geht es zum absoluten Topspiel nach Cottbus, den der MSV wieder von der Tabellenspitze verdrängen konnte. "Wir haben Bock drauf und geben unser Bestes." Ob Meuer dann wieder im Angriff spielt? "Am Ende entscheidet das der Trainer. Hauptsache, ich stehe wieder auf dem Feld", grinste der 25-Jährige. Nicht dabei sein wird dagegen Joshua Bitter, der zum fünften Mal Gelb gesehen hat. Für Hirsch aber kein Problem: "Ich habe immer betont, dass wir einen breiten Kader haben. Wir werden das auffangen. Dann spielt ein anderer."