"Müssen kaltschnäuziger sein": Schultz bleibt trotz Sieg kritisch

Gegen den TSV Havelse feierte der VfL Osnabrück den zweiten Sieg in Serie. Die Lila-Weißen traten insgesamt souverän auf, dennoch sah Trainer Timo Schultz Verbesserungsbedarf – vor allem bei den Kontern.

Konter noch "nicht unsere Paradedisziplin"

Dass es gegen den TSV Havelse nicht einfach ist, mussten schon einige Klubs erfahren. So zum Beispiel Rot-Weiss Essen, das trotz vieler Spielanteile in der sechsten Minute der Nachspielzeit noch den Ausgleich kassierte. Entsprechend gewarnt war der VfL Osnabrück vor dem Niedersachsenduell. Die Lila-Weißen setzten die Gastgeber früh unter Druck und wollten selbst kaum Fehler machen. "Das ist uns größtenteils gelungen", analysierte Timo Schultz: "Wir standen meist sicher, haben nur einen Fehler gemacht, der zu einer Chance des TSV geführt hatte." Daher sei es "in Summe ein verdienter Sieg – mit dem Ergebnis bin ich zufrieden".

Mit der Leistung überwiegend auch, ein Punkt störte ihn jedoch: die Konter. "Das, was wir auf den Platz gebracht haben, war in vielen Bereichen gut", bilanzierte er: "Aber wir müssen kaltschnäuziger sein und die Umschaltsituationen besser ausspielen. Dann ersparen wir uns die hektische Schlussphase." Noch seien die Konter allerdings "nicht unsere Paradedisziplin".

Wenn "Bjarke losläuft, dann hat der Gegner ein Problem"

Das frühe Pressing hatte sich schon in der 1. Halbzeit bezahlt gemacht. Nach knapp einer halben Stunde setzte Robin Meißner mit seinem Anlaufen Havelses Torhüter Tom Opitz unter Druck und blockte dessen langen Ball zur Führung ins Tor. Schultz dazu: "Er hat sich für sein Engagement belohnt. Insgesamt hat Robin ein gutes Spiel gemacht, sich immer wieder in Räume bewegt und Druck gemacht. Wir hätten ihn noch besser in Szene setzen können. Aber das geht dann eher an die Außenspieler."

Den zweiten Treffer fiel nach einem Eckball. Bjarke Jacobsen lief ein und köpfte den Ball präzise gegen die Laufrichtung des Torhüters in die Maschen (61.). Schultz fand sowohl für den Torschützen als auch für den den Co-Trainer lobende Worte: "Ich weiß nicht, wie viele Stunden Frithjof da für Standards investiert – wer Schütze ist, wer Zielspieler ist. Wir haben viele, die diese Rollen ausüben können. Wenn zum Beispiel eben Bjarke losläuft, dann hat der Gegner ein Problem."

Wenig Zeit zum Ausruhen

Mit zwei Siegen in Serie reist der VfL Osnabrück am Dienstag zum SSV Jeddeloh. Im Landespokal geht es um den Einzug in die zweite Runde – und damit um eine wichtige Etappe Richtung DFB-Pokal. "Jeddeloh ist ein Top-Gegner, sie sind Tabellenführer der Regionalliga Nord, haben viel Selbstvertrauen und spielen gut nach vorne", betonte der VfL-Trainer. Anstoß ist um 19:00 Uhr.

   

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Back to top button