6,8 Millionen Euro! Stadionausbau in Essen teurer als geplant
Der Ausbau des Stadions an der Hafenstraße wird deutlich teurer als bislang geplant. Nach aktuellen Berechnungen der Stadt Essen steigen die Kosten für die Erweiterung der Heimspielstätte von Rot-Weiss Essen auf rund 33,8 Millionen Euro, wie die "WAZ" berichtet. Gegenüber der ursprünglichen Kalkulation bedeutet das Mehrkosten von 6,8 Millionen Euro – ein Plus von rund 25 Prozent.
Gestiegene Baukosten
Den größten Anteil an den Mehrkosten machen gestiegene Baukosten aus. Dafür werden rund 2,9 Millionen Euro zusätzlich veranschlagt. Darin enthalten ist auch ein Risikopuffer von einer Million Euro, um mögliche weitere Preissteigerungen bei Baumaterialien, Energie und Transport aufzufangen. Weitere 3,9 Millionen Euro entfallen auf zusätzliche Pkw- und Fahrradstellplätze, die Absicherung der Baustelle sowie weitergehende Planungsleistungen. Unverändert bleibt die Planung eines Neubaus für das AWO-Fanprojekt, für den weiterhin eine Million Euro vorgesehen ist.
Geplant ist weiterhin, die vier offenen Stadionecken zu schließen und die Kapazität des Stadions somit von knapp 21.000 auf 27.000 Plätze zu erhöhen. Der Essener Stadtrat hatte das Vorhaben vor einem Jahr auf Grundlage einer Kostenschätzung von 27 Millionen Euro beschlossen.
Wohl Einigung über Stadionpacht im Aufstiegsfall
Vor der entscheidenden Ratssitzung am 8. Juli gibt es für Rot-Weiss Essen jedoch auch positive Nachrichten. Nach Angaben der "WAZ" haben sich der Verein und der Stadionbetreiber GVE auf die künftigen Pachtzahlungen verständigt. Damit steht dem Stadionausbau nach der Einigung grundsätzlich nur noch die Zustimmung des Stadtrats am Mittwoch im Weg. Dem Bericht zufolge konnte die Vereinsführung um den Vorstandsvorsitzenden Marc-Nicolai Pfeifer deutlich bessere Konditionen aushandeln als ursprünglich vorgesehen.
Während eine frühere Vereinbarung für den Fall eines Aufstiegs in die 2. Bundesliga jährliche Pachtzahlungen von 2,4 Millionen Euro vorsah, soll die neue Regelung deutlich darunter liegen. Statt einer festen Summe orientiere sich das Modell demnach künftig stärker an den Zuschauerzahlen und den TV-Einnahmen, wodurch das finanzielle Risiko für den Verein reduziert werde. Für die 3. Liga besteht bereits seit dem vergangenen Jahr eine Einigung. Demnach zahlt RWE eine jährliche Pacht von knapp unter 700.000 Euro.