5:0-Sieg in Erfurt! Chemnitzer FC glaubt an Mini-Chance

Der Chemnitzer FC sendet ein Lebenszeichen im Abstiegskampf: Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge schossen die Himmelblauen den FC Rot-Weiß Erfurt am Sonntag deutlich mit 5:0 ab. Die Ausgangslage im Kampf um den Klassenerhalt hat sich allerdings nur minimal verbessert.

"So eine Situation hatten wir schon lange nicht mehr"

Bereits nach einer Viertelstunde war die Partie nach den Toren von Hansch (7.), Slavov (12.) und Mlynikowski (16.) zugunsten der Gäste entschieden, da von Erfurt anschließend nichts mehr kam. "So eine angenehme Situation hatten wir auf dem Platz schon lange nicht mehr. Dann konnten wir das Ding souverän runterspielen", freut sich Marcus Mlynikowski im "Kicker". Nach 28 Minuten war Chemnitz zudem in Überzahl: Nermin Crnkic hatte seine Emotionen nicht mehr unter Kontrolle, spuckte Mikko Sumusalo ins Gesicht und sah glatt Rot. "Er hatte einen Elfmeter gefordert. Ich habe ihm gesagt. Es war eine Schwalbe. Daraufhin hat er mich angespuckt. Das macht man einfach nicht", berichtet Sumusalo in der "Freien Presse".

In der zweiten Halbzeit brachte Chemnitz die Partie ohne Probleme über die Zeit und erhöhte nach Toren von Bachmann (76.) und Kluft (80.) auf 5:0. Es war der höchste Sieg des Chemnitzer FC in der Drittliga-Geschichte. Dennoch stehen die Zeichen weiterhin auf Abstieg. Zwar konnten die Himmelblauen den Rückstand etwas verkürzen, jedoch beträgt dieser fünf Spieltage vor Saisonende noch immer sieben Punkte – aufgrund der schlechteren Tordifferenz im Vergleich zur direkten Konkurrenz aber eigentlich sogar derer acht.

Sieben Punkte Rückstand

Um noch realistische Chancen auf den Klassenerhalt zu haben, muss Chemnitz wohl mindestens vier der verbleibenden Partien gegen Meppen (H), Würzburg (A), Münster (H), Magdeburg (A) und Rostock (H) gewinnen – eine Herkulesaufgabe. Auch Trainer David Bergner weiß: "Wir haben den Abstiegskampf nicht unbedingt spannender, dafür aber attraktiver gemacht." Aufgeben will der 44-Jährige aber natürlich nicht und appelliert an seine Mannschaft, den "letzten Strohhalm" zu ergreifen. Auch Mlynikowski hat den Glauben noch nicht verloren: "Ich hoffe, dass in Sachen Klassenerhalt jetzt noch einiges für uns geht. Doch zunächst müssen wir unsere Hausaufgaben weitermachen und dann schauen, was die Konkurrenz macht." Am Samstag trifft Chemnitz auf Meppen – ein Sieg ist Pflicht, um weiter an die Mini-Chance glauben zu können.

 

   
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