5 Gründe, warum der VfL das Relegationsspiel gewinnt

Kaum jemand hat noch so richtig dran geglaubt, nicht einmal der Trainer: Nach einem über 38 Spieltage hart umkämpften Aufstiegskampf in der 3. Liga mit den Aufsteigern Karlsruher SC und Arminia Bielefeld steht der VfL Osnabrück am heutigen Freitag zu Hause (20.30 Uhr) und am kommenden Dienstag auswärts (20.30 Uhr) in der Relegation gegen die SG Dynamo Dresden. Der Traum von der Rückkehr in die 2. Bundesliga lebt – und liga3-online.de nennt fünf Gründe, warum der VfL Osnabrück das Relegationsspiel am heutigen Freitag an der heimischen Bremer Brücke gewinnen wird. 

Grund 1: Psychologischer Vorteil

Ein Verein, der eine ganze Saison mitten im Aufstiegskampf steckte und auf einer Erfolgswelle schwamm, spielt gegen ein Team, das ein Jahr lang gegen den Abstieg spielte. Die Vorzeichen beim Relegationsspiel zwischen dem VfL Osnabrück und der SG Dynamo Dresden sind klar: der psychologische Vorteil liegt klar auf Seiten der Osnabrücker, die ihre letzte Chance nutzen wollen, um die Rückkehr in die 2. Bundesliga zu verwirklichen. Für Dynamo Dresden geht es um das Vermeiden des Abstiegs, der Druck auf die Mannschaft ist groß. Das zeigt auch die Historie der Relegationsspiele, die allesamt vom Drittligisten gewonnen wurden, womit auch der VfL Osnabrück schon Erfahrung machen musste. In der Saison 2008/09 wurde die Relegation wieder zurück in den deutschen Profifußball geholt, seither stand der VfL zwei Mal in diesen Entscheidungsspielen, jeweils als Zweitligist. Gegen den SC Paderborn (Saison 2008/09) und Dynamo Dresden (2010/11) mussten sich die Lila-Weißen jeweils geschlagen geben. Nun haben die Osnabrücker das erste Mal die Gelegenheit, als Drittligist den Aufstieg in die 2. Bundesliga zu meistern.

Grund 2: Revanche

Wie bereits angesprochen traf der VfL Osnabrück das letzte Mal in den Relegationsspielen 2010/11 auf die SG Dynamo Dresden. Damals trennte sich der damalige Zweitligist im Hinspiel in Dresden 1:1 von Dynamo, im Rückspiel in Osnabrück stieg die SGD dann aber mit einem 3:1-Sieg auf. Der VfL ist in diesem Jahr also auf Wiedergutmachung aus, es ist die große Chance auf die Revanche. Alexander Krük, der auch 2010/11 im Einsatz des VfL war, ist der einzige Spieler in den Reihen der Osnabrücker, der von diesen Erlebnissen berichten kann. Die Lila-Weißen wollen den letzten bitteren Abstieg gegen Dynamo Dresden also wiedergutmachen und zu Hause einen Sieg gegen die Dresdner einfahren.

Grund 3: Spielerische Klasse

Zuletzt zeigte der VfL Osnabrück gegen Alemannia Aachen, wie gnadenlos er sein kann, wenn man ihn in der Offensive gewähren lässt. Mit dem 4:0 setzten die Lila-Weißen vor allem Offensiv ein Zeichen, in der Defensive wird man sich in den Relegationsspielen aber steigern müssen – das erkannte auch Interimstrainer Alexander Ukrow. Spielerisch konnten die Osnabrücker in der vergangenen Drittliga-Spielzeit aber des Öfteren überzeugen, anders als die SGD, die ihre Fans ein ums andere Mal um den Verstand brachte. Vor allem auswärts sind die Dresdner in dieser Saison schwach gewesen, in der 2. Bundesliga konnte Dynamo nur ein einziges Mal in der Ferne gewinnen (7 Unentschieden/9 Niederlagen). In Osnabrück wird sich Dynamo Dresden am Freitag also um einiges steigern müssen, um eine gute Ausgangslage für das Rückspiel in Dresden zu schaffen. Spielerisch dürfte der Vorteil im Hinspiel also auf Seiten der Osnabrücker liegen.

Grund 4: Heimspiel

Das Heimspiel ist am Freitag also einer der entscheidenden Vorteile für den VfL Osnabrück. Zu Hause mussten sich die Lila-Weißen in dieser Spielzeit lediglich zwei Mal geschlagen geben (13 Siege/4 Unentschieden). Einen großen Rückhalt stellen vor allem immer wieder die Fans dar, die das Flutlichtspiel am Freitagabend dazu nutzen werden, ihre Mannschaft optimal zu unterstützen, um eine gute Ausgangslage für das Rückspiel in Dresden zu schaffen. Die osnatel-Arena in Osnabrück wird auf Heimseite ausverkauft sein – wegen der Vorfälle vor zwei Jahren in Osnabrück wurden den Dresdner aber lediglich 1.000 Tickets von ungefähr 3.000 möglichen zur Verfügung gestellt, das Stadion wird dennoch wohl ausverkauft sein – 16.000 Zuschauer werden die Osnabrücker also unterstützen.

Grund 5: Alle wollen es!

Der Aufstieg in die 2. Bundesliga würde ein versöhnliches Ende eines turbulenten Jahres darstellen. Zwar lief es sportlich rund für den VfL, intern gab es aber immer wieder Querelen in Osnabrück. Der negative Höhepunkt dieser Streitigkeiten war der Rücktritt von Trainer Claus-Dieter Wollitz vor zwei Wochen nach der 0:1-Niederlage in Bielefeld, dem eine sofortige Entlassung nur zwei Tage später folgte. Alle Spieler spielen in der Relegation also auch ein wenig für "Pele" Wollitz, der maßgeblichen Anteil an der sportlichen Situation des VfL hat. Wollitz selbst hatte sich bereits Fehler eingestanden und bereut es inzwischen, die Mannschaft in dieser Phase verlassen zu haben. Ein Mann aber steht nach wie vor hinter dem VfL und zeigt dies auch nach außen hin: Präsident Prof. Christian Kröger. Der emotionale Vereinspräsident zeigte am vergangenen Samstag, dass er nicht nur Verantwortlicher, sondern auch Fan des VfL Osnabrück ist. Der nach dem 4:0-Sieg gegen Aachen und dem Erreichen der Relegation emotional aufgewühlte Präsident stimmte die Osnabrücker am Samstag eigens auf die Relegationsspiele ein. Eins ist klar: In Osnabrück wollen alle den Aufstieg.

5 Gründe, warum Dynamo das Relegationsspiel gewinnt

FOTO: Flohre Fotografie

   

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Back to top button