5 Fragen an den Spieltag: Was machen die Teams der Stunde?

Der mittlerweile schon 26. Spieltag steht am Wochenende in der Dritten Liga ins Haus. Bereits am Freitagabend spielt Preußen Münster beim VfB Stuttgart II. Während am Samstag unter anderem Kiel gegen Leipzig spielt, runden Jahn Regensburg und Hansa Rostock am Sonntag die zehn Begegnungen ab. Mit dem Halleschen FC und den Stuttgarter Kickers treten zwei der formstärksten Mannschaften jeweils in der Ferne an. liga3-online.de wirft wie immer einen Blick auf die verschiedenen Partien und stellt dabei die zentralen Fragen an den Spieltag.

I. Bleibt Münster in Stuttgart dem Kurs treu?

Mit dem 2:1 über die SV Elversberg hat Preußen Münster den ersten Pflichtspielsieg des Jahres gefeiert. Zuvor gab es zwei Niederlagen zum Auftakt. Daran gilt es für die nunmehr zwölftplatzierten Preußen anzuknüpfen. "Wir waren selbstbewusster und zielstrebiger", stellte SCP-Coach Ralf Loose nach dem 2:1 am letzten Samstag fest. Mit dieser Devise soll auch am Freitag gegen die Stuttgarter Zweitvertretung Zählbares herausspringen. Bei einem erneuten Punktgewinn der Münsteraner wäre der Blick auf die Tabelle etwas entspannter zu genießen, immerhin trennen den einstigen Aufstiegskandidaten nur vier Punkte von einem Abstiegsplatz. Beim VfB Stuttgart steckt aktuell nicht nur die Bundesliga-Mannschaft in der Krise, auch bei der U23 läuft nicht alles nach Plan. Nur die Erfolge gegen Saarbrücken (1:0) und Rostock (4:1) halten den VfB von den Kellerrängen fern.

II. Halle und Sembolo auch in Osnabrück treffsicher?

Wenn es beim Halleschen FC in der Winterpause ein großes Thema gab, dann war es die mangelhafte Trefferquote im Offensivbereich. Auch deshalb steckte der HFC lange Zeit im Tabellenkeller fest. Selbst Pierre Merkel von Eintracht Braunschweig und der finnische Hoffnungsträger Timo Furuholm blieben hinter den Erwartungen. Ein Glück, dass im Januar Francky Sembolo von Zweitligist Arminia Bielefeld für ein halbes Jahr geliehen wurde. Fünf Treffer in vier Spielen gelangen dem gebürtigen Kongolesen bisher. Auch deshalb holte Halle im neuen Jahr zehn von möglichen zwölf Punkten. Gegner am Samstag ist der VfL Osnabrück. Dass die Lila-Weißen über gutes Spielermaterial verfügen, steht außer Frage, allerdings ließen die Osnabrücker schon viele Punkte unnötig liegen. Dem Team von Trainer Maik Walpurgis droht eine Saison im Mittelmaß der Liga.

III. Stuttgarter Kickers weiter auf dem Vormarsch?

Neben den Hallensern sind auch die Stuttgarter Kickers in absoluter Topform. Zehn Punkte holte der SVK schon im Fußballjahr 2014 – ein Spitzenwert. Und in diese Richtung geht es für die Kickers auch in der Tabelle. Auf einem respektablen achten Platz findet sich die Elf von Horst Steffen nach den jüngsten Erfolgen wieder. Beim nächsten Sieg wäre sogar Platz fünf möglich. Bei der Spielvereinigung Unterhaching könnte die Ausgangssituation kaum unterschiedlicher sein. Während die Hachinger die letzten drei Partien allesamt verlor, gewannen die Blauen in den Wochen ausnahmslos. Das Erschreckendste dabei: die Formschwäche der SpVgg scheint chronisch. Schon in der vergangenen Spielzeit waren die Bayern ohne große Erfolgserlebnisse aus dem Winter gekommen. Die Favoritenrolle am Samstag liegt also bei den Kletterkünstlern vom SVK.

IV. Ärgert Kiel "Mit"-Aufsteiger Leipzig?

Vor der Saison kamen beide Teams aus der Regionalliga. Doch schon 26 Spieltage danach gehen beide Mannschaften mit ganz anderen Erwartungen in das Spiel. Zum einen spielt der ambitionierte Klub RB Leipzig um den Durchmarsch in die 2. Bundesliga und zum anderen kämpfen die Kieler Störche um den Verbleib in der Spielklasse. Um das Unterfangen "Klassenerhalt" zu sichern, verstärkten sich die Kieler mit Mika Ääritalo. "Die Mannschaft ist toll, es ist schön hier zu sein", mehr war dem Finnen im Interview noch nicht zu entlocken. Dennoch ist es die Aufgabe von Coach Karsten Neitzel die Neuen nach und nach in die Elf einzubauen. Am besten schon gegen Leipzig. Denn mit den Roten Bullen reist niemand geringeres als der Tabellenzweite ins Holstein-Stadion. Was der KSV dabei Mut machen sollte: Das letzte Heimspiel gewann man mit 3:0 gegen Preußen Münster.

V. Wer siegt im West-Duell?

Zwar ist es in der Tabelle nur das Spiel vom MSV Duisburg (7.) gegen Borussia Dortmund II (14.) dennoch steht das Spiel unter besonderen Vorzeichen. Es ist ein Revierderby der kleineren Art. Und da die Bundesligamannschaft der Borussia nur kurze Zeit später beim HSV antreten muss, dürfte auch das Zuschaueraufkommen deutlich geringer sein, als es die Begegnung verdient hätte. Viele Fans aus Duisburg werden die Reise ins Stadion an der Roten Erde aber antreten. Schon das Hinspiel in der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena war mit über 21.000 verkauften Karten außerordentlich gut besucht. Sportlich scheint es beim MSV Duisburg nach kurzem Durchhänger auch wieder bergauf zu gehen. Unter der Woche verlängerte mit Matthias Kühne (bis 2016) der erste Leistungsträger. Selbst den Relegationsplatz hat in Meiderich noch niemand aus dem Auge verloren.

FOTO: Marcus Bölke

   
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