5 Fragen an den Spieltag: Spannung bei den Gipfeltreffen?

Schon drei Spiele alt ist das Fußballjahr 2014 in der Dritten Liga. Während es unter der Woche in Saarbrücken bereits die erste Trainerentlassung gab, spitzt sich die Lage in den verschiedenen Tabellenregionen zu. Am Samstag steigen beispielsweise gleich zwei vermeintliche Topspiele. Neben der Begegnung Rostock (4.) gegen Heidenheim (1.) spielt außerdem RB Leipzig (2.) gegen den SV Wehen Wiesbaden (5.). liga3-online.de wirft wie immer einen Blick auf die verschiedenen Partien und stellt dabei die zentralen Fragen an den 24. Spieltag.

I. Welcher FCH behält die Oberhand?

Glaubt man der Geschichte und Tradition dürfte Hansa Rostock am Samstag der Favorit sein. Allerdings spielt der 1. FC Heidenheim seine bisher beste Saison der Vereinsgeschichte. So trennen Hansa (4.) und Heidenheim (1.) in der Tabelle zwar nur drei Plätze, in Punkten ausgedrückt sind es aber ganze 15 Zähler. Diesen deutlichen Vorsprung will der "kleine FCH" möglichst beibehalten oder gar ausbauen. Dafür benötigt das Team von Frank Schmidt einen Punktgewinn an der Ostsee. Das wird nicht leicht, denn auch die Rostocker brauchen Punkte um weiterhin eine Mitgliedschaft in der Runde der Aufstiegskandidaten zu genießen. Was der Bergmann-Elf Mut machen könnte: In fünf Aufeinandertreffen mit dem Ligaprimus gab es drei Erfolge. Heidenheim hat gerade beim jüngsten 1:1 gegen Darmstadt unter Beweis gestellt, dass sie nicht jedes Spiel gewinnen können.

II. Kann Interimscoach Kilic Saarbrücken wieder Leben einflößen?

Zahlreiche Neuverpflichtungen und eine Winterpause genügten Milan Sasic nicht den abstiegsgefährdeten 1. FC Saarbrücken wieder auf Kurs zu bringen. Folgerichtig trennten sich beide Seiten unter der Woche. Folgerichtig gleicht die Aufgabe von Interimstrainer Fuat Kilic, die Mannschaft innerhalb weniger Tage wieder aufzubauen, einer "Mission Impossible". Der Deutsch-Türke gab sich bei seinem Amtsantritt beim Tabellenschlusslicht direkt kämpferisch: "Eines wollen wir hier am Ende der Saison sagen: In den ausweglosesten Situationen werden Helden geboren." Einzig und allein die Spielvereinigung Unterhaching kann den Saarländer Samstag ein weiteres Bein stellen. Auch das Team aus Bayern steckt noch mit einem Bein im Abstiegskampf und würde Punkte beim Letzten gerne wieder mit in den Süden nehmen.

III. Schließt Wiesbaden zu Leipzig auf?

Eher ernüchtern startete der SV Wehen Wiesbaden nach der Winterpause. Doch dem 0:3 gegen Halle ließ das Team von Marc Kienle Siege gegen Wacker Burghausen und Preußen Münster folgen. Diesen Schwung wollen die Hessen jetzt auch in die Auswärtspartie bei RB Leipzig mitnehmen. Mit einem Überraschungserfolg in der Leipziger Red-Bull Arena winken noch höhere Ränge als der aktuelle fünfte Tabellenplatz für den SVWW. Gegner und Konkurrent Leipzig scheint sich nach zwei Auftaktpleiten ebenfalls wieder gefunden zu haben. Das 2:0 gegen Rot-Weiß Erfurt gibt den ambitionierten Sachsen etwas mehr Ruhe. Doch von Ruhe kann in der Messestadt eigentlich kaum die Rede sein. Mit Erik Domaschke und Fabio Coltorti fallen die beiden nominell besten Keeper aus. Die eigentliche Nummer drei Benjamin Bellot bekommt in den nächsten Spielen wohl eine Chance sich zu beweisen.

IV. Regensburg auf dem Weg nach oben?

Mit sieben Punkt aus drei Partien hat sich Jahn Regensburg achtbar zurückgemeldet. Lange Zeit schien es, als würden die von Thomas Stratos trainierten Jahn-Kicker nur um den Klassenerhalt spielen. Aufgrund der engen Tabellenkonstellation steht der SSV nach kleiner Erfolgsserie schon auf Platz acht. Selbst der Relegationsplatz ist noch nicht völlig aus der Reichweite. Eben diesen hat Gegner Darmstadt momentan inne. Doch erstmal gilt es gegen den SVD zu bestehen. Die Lilien gelten weiterhin als eine der Überraschungen in der aktuellen Spielzeit und trotzten am letzten Samstag selbst Spitzenreiter Heidenheim (1:1) einen Zähler ab. SVD-Stürmer Marco Sailer freute sich über das Remis beim Ex-Klub und beschrieb die Situation des Drittplatzierten vor dem Regensburg-Spiel: "Keine neuen Ziele, kein neuer Druck – einfach nur Spaß und Fußball."

V. Haben die Kickers eine Garantie für Heimsiege?

Wirft man einen Blick auf die Heimtabelle sind die Stuttgarter Kickers mehr als nur ein Kandidaten für den Aufstieg. Ein deutlicher Erfolg über den VfL Osnabrück würde gar die Tabellenführung bei den Heimspielen bedeuten. Zwar wird die andere Hälfte der Ligapartien in der Ferne ausgetragen, doch auch dort scheint der SVK so langsam den Schlüssel zum Erfolg gefunden haben. Kontrahent VfL Osnabrück avancierte beim 4:1 gegen Saarbrücken zum Trainerschreck – Tage später trat FCS-Coach Sasic zurück. Glück für die Kickers, dass Coach Horst Steffen aufgrund seiner Arbeit und der Hochform seines Teams nicht zur Diskussion steht. Durch ihn haben sich die Stuttgarter zumindest vorübergehend von den ewigen Abstiegsgedanken verabschiedet.

FOTO:  FU Sportfotografie

 

   
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