5 Fragen an den 27. Spieltag: Topspiel in Stuttgart

Besonders das Derby zwischen Preußen Münster und dem VfL Osnabrück steht am 27. Spieltag im Fokus, obwohl sportlich gesehen sogar noch attraktivere Begegnungen auf dem Plan sind. Unter anderem gastiert Ligaprimus 1. FC Heidenheim bei den aktuell formstarken Stuttgarter Kickers und Rostock empfängt den Chemnitzer FC zu einem Duell der Gegensätze. liga3-online.de wirft wie immer einen Blick auf die verschiedenen Partien und stellt dabei die zentralen Fragen an den Spieltag.

I. Bleiben die Preußen Derby-Spezialisten?

In der Hinrunde trennten sich beide Mannschaften mit 1:1. Die Treffer erzielten damals Grote für Münster und Grimaldi für die Lila-Weißen. Doch in den letzten Spielzeiten stellte Preußen Münster besonders oft unter Beweis, wie gut sie sich in den Derby-Spielen schlagen können. Neben dem deutlichen 4:0 gegen den damaligen Ligakonkurrenten Arminia Bielefeld und zwei Siegen gegen Osnabrück avancierte der SCP zu einem echten Spezialisten was die Duelle angeht. Ähnlich soll es auch am Samstag vor 15.000 Zuschauern im Preußenstadion weitergehen. Doch zumindest die Rollen sind dieses Mal leicht anders verteilt. Während die Gastgeber weiter nur auf einem 14. Platz rangieren und auf Stammkeeper Daniel Masuch sowie Dennis Grote verzichten müssen, scheint Osnabrück wieder den Anschluss an den Relegationsrang gefunden zu haben. Eins steht fest: Für beide zählt nur ein Sieg.

II. Besteht Heidenheim bei den Kickers?

Zeitgleich wird im Stuttgarter Gazi-Stadion an der Waldau eine ganz interessante Drittligapartie angepfiffen. Die in diesem Jahr noch ungeschlagenen Stuttgarter Kickers treffen auf die ebenfalls Erfolgsverwöhnten Fußballer des 1. FC Heidenheim. Der FCH marschiert nach wie vor im Eiltempo Richtung Aufstieg in die 2. Bundesliga. Beim SVK sah es lange Zeit genau nach dem Gegenteil aus. Auch unter Trainer Horst Steffen standen die Blauen lange auf einem Abstiegsplatz. Seitdem die Kickers entdeckt haben, dass sie auch Auswärtspunkte einfahren können, eilen sie von Punktgewinn zu Punktgewinn. Mittlerweile ist die Steffen-Elf schon siebter in der Tabelle. Zuschauern winkt also Partie mit viel Überraschungspotenzial. Ein erneuter Stuttgarter Sieg dürfte die Abstiegsgedanken weit vertreiben. Allerdings gewann der SVK noch kein Pflichtspiel gegen die Heidenheimer.

III. Beschenkt Kiel seine Anhänger auch mit Punkten?

Mit einer außergewöhnlichen Aktion machte Holstein Kiel unter der Woche auf sich aufmerksam. Alle Fans, die am Freitagabend mit zum Spiel gegen Rot-Weiß Erfurt fahren, erhalten von den Kielern freien Eintritt. Doch nur mit dem gesparten Geld werden sich bei den Störchen nicht viele zufrieden geben. Schon nach dem jüngsten Misserfolg gegen RB Leipzig (0:2) forderten einige die Ablösung von Coach Karsten Neitzel. Im Erfurter Steigerwaldstadion wird Neitzel die Holsteiner auf alle Fälle noch betreuen. Auch bei Gegner RW Erfurt läuft es aktuell alles andere als rund. Im Winter hatten die Erfurter noch ein Auge auf den Relegationsplatz geworfen. Diesen Blick kann man sich zumindest vorerst sparen – so hat das Team von Walter Kogler schon neun Zähler Rückstand auf den dritten Tabellenplatz. Gut für RWE: Die letzten drei Heimspiele gegen Kiel brachten zusammengerechnet sieben Punkte ein.

IV. Stürzt sich Chemnitz ins Chaos?

Noch in der letzten Saison sah es anders aus. In Rostock herrschte Chaos und um Trainer und Verantwortliche gab es viele Diskussionen. Im Gegensatz dazu war es in Chemnitz weitestgehend ruhig. Coach Gerd Schädlich saß fest auf seinem Trainerstuhl. Seit dieser Spielzeit haben sich die Rollen der beiden Klubs etwas geändert. Bei Hansa Rostock belegt Andreas Bergmann, der im Sommer das Steuer übernommen hatte, einen guten vierten Platz. Für die Hanseaten eine gute Ausgangsposition im Endspurt. Der CFC dagegen tut sich unerwartet schwer. Mit dem Anspruch oben mitzuspielen sind sie gestartet – jetzt stehen die Chemnitzer auf einem Abstiegsplatz. Unter Karsten Heine gab es nicht die erhoffte Wende. Er wird bereits in Frage gestellt. Vorerst scheint der ein anderer "Schuldiger" gefunden zu sein. Am Mittwoch musste Sportdirektor Jörg Emmerich gehen, Stephan Beutel ersetzt ihn fortan.

V. "Ausgedünnter" FCS gegen Regensburg erfolgreich?

Mit Maurice Deville, Lukas Kohler, Jaron Schäfer und Artur Schneider sortierte Trainer Fuat Kilic gleich vier Spieler aus dem Kader des 1. FC Saarbrücken kurzer Hand aus und versetzte sie in die U23. Außerdem musste Dopingsünder Francois Marque seine fristlose Kündigung hinnehmen. Kilic verspricht sich davon eine Steigerung der Trainingsqualität. Zehn Wintertransfers von Ex-Coach Milan Sasic waren der Grund für den überfüllten Trainingsplatz. Jetzt soll der nächste Schritt in Richtung Klassenerhalt im heimischen Ludwigsparkstadion getan werden. Gegner ist der SSV Jahn Regensburg. Für den Zweitligaabsteiger läuft es in den letzten Wochen eher durchschnittlich, was sich auch im zehnten Platz wiederspiegelt. Mit einem Sieg könnten die Saarbrücker zumindest die rote Laterne an Wacker Burghausen weiterreichen. Dafür müsste der SVW aber gegen den VfB Stuttgart II verlieren.

FOTO: Flohre Fotografie

 

   
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