4 aus 6: Die Paderborner Rechnung für den Klassenerhalt

Der SC Paderborn lebt noch. Nach zehn sieglosen Spielen in Folge gewannen die Ostwestfalen am Samstag gegen den FSV Frankfurt deutlich mit 3:0 und schöpfen im Kampf um den Klassenerhalt neue Hoffnung. Die Rechnung ist einfach, der Weg schwierig.

Vier Siege aus den letzten sechs Spielen

Wie wichtig der Sieg war, zeigt der Blick auf die Tabelle: Hätte der SC Paderborn erneut verloren, würde der Rückstand auf das rettende Ufer nun satte sieben Punkte betragen – der Klassenerhalt wäre wohl aussichtslos gewesen. Nun aber sind die Ostwestfalen zurück im Rennen und gehen mit Selbstvertrauen in die entscheidende Phase. Klar ist: Um ganz sicher gehen zu können, benötigt die Mannschaft von Trainer Stefan Emmerling aus den letzten sechs Spielen mindestens vier Siege. Ist das realistisch? Werfen wir einen Blick auf das Restprogramm:

Siege gegen Lotte, Köln und Münster Pflicht

VfR Aalen (A): Bereits am Samstag gastiert Paderborn beim VfR Aalen. Die Vollmann-Truppe hat in der Rückrunde bisher 22 Punkte eingefahren und würde ohne den Neun-Punkte-Abzug auf dem vierten Tabellenplatz stehen. Nimmt der SCP den Schwung aus dem Spiel gegen Frankfurt mit, sollte zumindest ein Punkt möglich sein. Eine Niederlage käme dagegen einem herben Rückschlag gleich, denn: Je nach Abschneiden der Konkurrenz könnte Paderborn wieder sieben Punkte hinter das rettende Ufer zurückfallen und müsste aus den letzten fünf Spielen dann mindestens zwölf Punkte holen. Pflicht: 1 Punkt

Sportfreunde Lotte (H): Ein Heimsieg gegen die Sportfreunde Lotte am 22. April ist Pflicht. Der Aufsteiger befindet sich nach tollem Saisonstart derzeit in einer echten Krise und ist seit bereits seit sieben Liga-Spielen tor- und sieglos. Außerdem haben die Ostwestfalen noch eine Rechnung zu begleichen. Im Hinspiel kassierte der SCP eine überaus peinliche 0:6-Niederlage und ließ sich von der Atalan-Elf teilweise vorführen. Pflicht: 3 Punkte

Fortuna Köln (A): Auch das darauffolgende Auswärtsspiel in Köln sollte gewonnen werden – nicht zuletzt auch deswegen, um die Fortuna möglicherweise noch mit in den Abstiegskampf zu ziehen. Derzeit liegen die Südstädter zwar satte zehn Punkte vor der roten Zone, haben aus den letzten zwölf Spielen aber nur zwei Siege geholt. Pflicht: 3 Punkte

FSV Zwickau (H): Am 36. Spieltag kommt mit dem FSV Zwickau das aktuell erfolgreichste Team der Rückrunde (32 Punkte aus 13 Spielen) nach Paderborn. Noch zur Winterpause lagen die Westsachsen sieben Punkte hinter dem SCP, mittlerweile steht die Ziegner-Elf 16 Zähler vor den Ostwestfalen. Angesichts dieser Umstände könnte Paderborn mit einem Unentschieden wohl schon gut leben, allerdings müssen im Kampf um den Klassenerhalt vor allem die Heimspiele gewonnen werden. Pflicht: 1-3 Punkte

Preußen Münster (H): Im letzten Heimauftritt der Saison gegen Preußen Münster am 13. Mai werden in jedem Fall wieder alle drei Punkte benötigt. Wenn die Adlerträger am vorletzten Spieltag noch in Abstiegsgefahr schweben, könnte es sich sogar um ein Sechs-Punkte-Spiel handeln. Pflicht: 3 Punkte

VfL Osnabrück (A): Je nachdem, wie konstant der SC Paderborn bis zum Spiel in Osnabrück gepunktet hat, könnten die Ostwestfalen am letzten Spieltag bereits in der komfortablen Situation sein, den Nicht-Abstiegsplatz verteidigen zu können. Ansonsten droht ein echtes Endspiel, das die Emmerling-Elf in jedem Fall gewinnen muss. Pflicht: 1-3 Punkte

Jede Niederlage könnte Knock-Out bedeuten

Fazit: Gewinnen die Blau-Schwarzen vier der letzten sechs Spiele, dürfte der Klassenerhalt mit dann 45 Punkten gesichert sein. Die Partien gegen Lotte, Köln und Münster müssen in jedem Fall gewonnen werden, aus den Duellen mit Aalen, Zwickau und Osnabrück bräuchte der SCP dann noch einen weiteren Sieg. Klar ist aber auch: Jede Niederlage könnte für den mentalen und vielleicht entscheidenden Knock-Out sorgen. Dennoch ist der Klassenerhalt grundsätzlich realistisch – allerdings nur, wenn in den noch verbleibenden sechs Spielen alles zusammenläuft.

   
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