3:2! Münster dreht mit Last-Minute-Tor Spiel gegen Wiesbaden

Zum vorläufigen Abschluss des 8. Spieltages setzte sich der SC Preußen Münster am Sonntag gegen den SV Wehen Wiesbaden in einer unterhaltsamen Partien mit 3:2 durch und fügte den Hessen damit die dritte Niederlage in Folge zu. Die Preußen bleiben mit dem ersten Heimsieg seit fünf Monaten oben dran. Beide Mannschaften gingen vor 7.661 Zuschauern mit offenem Visier in die Partie und suchten bereits früh den Weg nach vorne. Schon in der 2. Minute hatten die Hausherren die Chance zu Führung, doch ein Schuss von Piossek ging knapp über die Latte. Zwei Zweigerumdrehungen später meldeten auch die Gäste Ansprüche auf ein Tor an, doch Masuch konnte einen Schuss von Benyamina, der in der vergangenen Rückrunde noch für Münster spielte, abwehren. In Minute zehn war es erneut der Stürmer, der die Führung des SVWW auf dem Fuß hatte. Nach einem Abwehrfehler von Heitmeier war Benyamina frei durch, scheiterte aber am starken Schlussmann Daniel Masuch. Nach dem schwungvollen Auftakt war das Tempo in der Folge zunächst etwas raus. Beide Teams beschränkten sich auf das Mittelfeld, nach vorne ging in dieser Phase nicht mehr viel. Ändern sollte sich dies erst mit einem Eckball in der 24. Minute. Dieser wurde zunächst zwar geklärt, doch Zenga holt sich das Spielgerät zurück, setzte sich gegen mehrere Verteidiger durch, lupfte an die Latte, von wo aus der Ball genau vor die Füße von Marcel Reichwein sprang, der aus nicht mal einem Meter nur noch einschieben musste. Der SC Preußen war nun das klar bessere Team und hätte in der 27. Minute mit 2:0 davon ziehen können, doch Reichwein köpfte hauchdünn vorbei. Wiesbaden zeigte sich geschockt und bekam nun nicht mehr viel auf die Reihe. Münster erarbeitete sich weitere Chancen, nutzte sie jedoch nicht und wurde eine Minute vor der Pause mit dem Ausgleich bestraft. Tobias Jänicke verwandelte nach einer Ecke per Volley!

Kurioses Eigentor – Reichwein trifft zum Last-Minute-Sieg

Im zweiten Abschnitt agierten die Gäste zunächst druckvoller und wurden in der 51. Minute mit der Führung belohnt, die jedoch überaus kurios zustande kam. Nach einer Flanke von Riemann kam Riedel überraschend an den Ball und beförderte den Ball unglücklich ins eigene Tor – der Abwehrspieler sah dabei nicht gut aus. Münster reagierte mit wütenden Angriffen auf den Rückstand und hatte in der 61. Minute die große Gelegenheit zum 2:2, doch Reichwein traf nach Vorlage von Piossek nur den Innenpfosten. Die Preußen ließen sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und drängten weiter auf den Ausgleich. Genau zehn Minuten später entschied Schiedsrichter Osmers nach einem Foul von Schindler an Riedel im Strafraum auf Elfmeter: Amaury Bischoff trat an und verwandelte sicher. In der Schlussphase entwickelte sich ein offenes Spiel, die Chancen gab es auf Seiten der Hausherren. Acht Minuten vor dem Ende bot sich erneut Reichwein die große Möglichkeit, doch eine Flanke von Piossek setzte er mit dem Kopf zu hoch an. Vier Minuten später hielt Amachaibou einfach mal drauf, Kolke im Tor reagierte glänzend. Die Preußen drängten nun immer stärker auf die Führung, die in der 89. Minute dann auch fallen sollte: Reichwein verwandelte eine Flanke von Hoffmann per Kopf im Tor – das Preußenstadion stand Kopf. Am Ende blieb es beim verdienten Heimsieg des SC Preußen Münster.

 

FOTO: Sven Wundrig

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