Fünf Tore im ersten Durchgang: Mannheim gewinnt gegen Halle

Zum Abschluss des 36. Spieltages trennten sich Waldhof Mannheim und der Hallesche FC am Montagabend in einer unterhaltsamen Partie 3:2. Nachdem Mannheim bereits nach 24 Minuten mit 3:0 in Führung lag, kam Halle noch vor der Pause wieder ran und verkürzte auf 2:3. In der zweiten Halbzeit drängte der HFC auf den Ausgleich, scheiterte aber kurz vor Schluss am Pfosten.

3:0 nach 24 Minuten

Nach dem 2:0-Auswärtssieg bei der SpVgg Unterhaching aus der Englischen Woche sah sich Mannheims Trainer Patrick Glöckner nicht zu Änderungen in seiner Startelf gezwungen und schenkte denselben elf Spielern das Vertrauen. Sein Gegenüber Florian Schnorrenberg wechselte dagegen auf einer Position im Vergleich zum 4:1 gegen Türkgücü München. Laurenz Dehl startete anstelle von Julian Derstroff im offensiven Mittelfeld.

Der fehlende Druck aus dem Saisonendspurt sorgte zu Beginn zunächst nicht für befreiten Offensivfußball. Ein echter Torabschluss ergab sich in den ersten Minuten nicht, lediglich eine Ecke musste vom Mannheimer Keeper aus der Luft gepflückt werden (10.). Deutlich gefährlicher wurde es nach knapp einer Viertelstunde. Nach einem zu kurzen Rückpass von Stefano Russo auf Timo Königsmann sah Terrence Boyd seine Chance auf den Führungstreffer gekommen und versuchte das Leder zu erlaufen, doch der Keeper der Buwe kam im Vollsprint den berühmten Tick eher an das Spielgerät und konnte noch klären (9.). Vier Minuten später musste Michael Eberwein nach einer Vučur-Ablage auf Boyd den Ball über die eigene Torlatte klären (13.).

180 Sekunden später schlugen auf der anderen Seite die Mannheimer zu. Einen feinen Steckpass von Arianit Ferati in den Lauf von Dominik Martinovic lupfte dieser gekonnt über Sven Müller hinweg zum 1:0 ins Tor des HFC (16.). Der Treffer ließ die offensiven Dämme der Anfangsphase völlig brechen. Nur vier Minuten nach dem ersten Treffer zog Marcel Costly von rechts in den Strafraum und legte ins Zentrum zu Martinovic. Der Stürmer drehte sich um die eigene Achse und legte an die Strafraumkante zu Russo, der per Schlenzer in den Winkel vollendete (21.). Wieder nur vier Zeigerumdrehungen später legte Mannheim nochmal nach. Ein Doppelpass zwischen Martinovic und Jastrzembski landete unglücklich zwischen den Beinen von Vučur, der die Kugel in Richtung des eigenen Tores lenkte. Müller konnte das Eigentor seines Verteidigers zwar gerade noch verhindern, den Nachschuss drückte Martinovic aber über die Linie (25.). In der 30. Minute hätte es sogar 4:0 stehen können, hätte Rafael Garcia aus 20 Metern per Drop-Kick nicht nur die Latte getroffen (30.).

So nahmen auch die Gäste im Anschluss am Torfestival teil. Einen Eckstoß von der rechten Seite köpfte Nietfeld ins Getümmel. Aus diesem schaltete Jannes Vollert am schnellsten und schob zum 1:3 ein (35.). Nur drei Minuten später scheiterte Boyd per Drehschuss an Königsmann (38.). Wieder nur eine Minute danach kam Halle wieder ran. Boyd ließ im Strafraum zwei Gegenspieler stehen und zog aufs lange Eck, wo Königsmann noch parieren konnte. Den liegen gebliebenen Ball bugsierte Laurenz Dehl zum 2:3 ins Tor (39.). Kurz vor dem Pausentee hätte der Waldhof wieder einen Zwei-Tore-Vorsprung herstellen können. Christiansens Abschluss wurde von Martinovic gefährlich abgefälscht und kullert nur haarscharf neben das Tor (44.). Somit blieb es bei fünf Toren zur Pause.

Pfosten rettet Mannheim den Sieg

Nach eben jener drückten die Gäste mit Macht auf den Ausgleich. Per Seitfallzieher verfehlte Dehl zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff nur haarscharf den Ausgleich (52.). Fünf Minuten später lupfte Manu einen feinen Pass in den Lauf von Terrence Boyd, doch im letzten Moment konnte Jesper Verlaat dem Stürmer den Ball vom Fuß nehmen (58.). Trotz des spielerischen Übergewichts der Gäste waren die Vielzahl Chancen oder gar Tore des ersten Durchgangs im zweiten Durchgang nicht mehr vorhanden. Dennoch warfen sich die Spieler beider Mannschaften in jeden Zweikampf, sodass von nicht vorhandenem Druck wenig zu spüren war. Mannheim suchte sein Heil in schnellen Kontern nach Ballverlusten der Hallenser, kam dabei allerdings so gut wie gar nicht zu Abschlüssen.

HFC-Trainer Schnorrenberg versuchte mit drei Wechseln noch einmal Druck aufzubauen. So kamen mit Marcel Titsch-Rivero, Jan Shcherbakovski und Maurice Derstroff drei frische Offensivkräfte, um den Ausgleich zu ermöglichen. Insbesondere Derstroff wirkte ein wenig übermotiviert und grätschte kurz nach seiner Einwechslung am Mittelkreis Gohlke um. Mit der gelben Karte war der Offensivmann noch bestens bedient (78.). In der Schlussminute wäre beinahe doch noch das 3:3 gefallen. Einen Freistoß aus dem Halbfeld landete auf dem Kopf von Derstroff, der auf das lange Eck zielte. Königsmann konnte nur hinterherschauen, doch das Spielgerät schlug nur gegen den Pfosten (89.). Somit blieb es am Ende beim knappen 3:2, wodurch die Mannheimer den HFC in der Tabelle überholen und auf den zehnten Rang springen.

   
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