3:1! Heidenheim setzt sich im Spitzenspiel gegen Münster durch

Vor 8.000 Zuschauern in der Heidenheimer Voith-Arena konnte sich der Gastgeber knapp gegen Münster durchsetzen. Auf Seiten der Heidenheimer waren Niederlechner und Strauß vor der Halbzeit erfolgreich. Grote erzielte für die Gäste zwar den Anschlusstreffer, aber Bagceci stellte in der 90.Minute den Endstand her. Das erste Highlight dieses Spieles gab es schon vor dem Anpfiff zu sehen. Die Heidenheimer Fans schafften mit einer Choreo die idealen Rahmenbedingungen für dieses Topspiel.

Niederlechner behält die Nerven

Die erste Chance im Spiel konnte Münster für sich verbuchen. Nazarov versuchte es gefühlvoll aus 18 Metern, doch sein Schuss ging knapp über das Gehäuse der Gastgeber. Danach nahm das Spiel an Fahrt auf. Thurks gefühlvolle Flanke kam in den Strafraum der Preußen. Niederlechner profitierte von einer Unsicherheit in der Abwehr und behielt im 1 gegen 1 gegen Masuch die Nerven und verwandelte zum 1:0 (11.). Heidenheim hatte mehr vom Spiel doch gefährlicher waren die Preußen. Heise probierte es vom 16-er-Eck, doch den Ball erreichte niemand mehr und er strich knapp am Tor vorbei und kurz darauf probierte es Schöneberg mit einem Flachschuss, den Sabanov jedoch parieren konnte (29.). Der Gegenangriff brachten dann prompt das 2:0 für die Hausherren. Schnatterer wurde links schön freigespielt und seine flache Hereingabe konnte Strauß kaum noch vergeben (30.). Nun waren die Heidenheimer deutlich überlegen, Niederlechner machte auf der rechten Außenbahn zwei Gegner nass, doch sein Schuss aus spitzem Winkel konnte Masuch problemlos parieren (36.). Bundesligaschiedsrichter Brych, welcher nicht weiter auffiel, bat die Mannschaften dann pünktlich in die Kabine. In der zweiten Halbzeit ging es munter weiter. Nach einer scharfen Hereingabe der Preußen klärte Göhlert den Ball etwas unorthodox und so strich er nur knapp über die eigene Latte (52.).

 

Münsters druckt nimmt zu

Münster erhöhte nach 60 Spielminuten dann den Druck. Ein Angriff nach dem anderen rollte nun auf das Tor der Gastgeber und Sabanov rückte immer mehr in den Fokus der Zuschauer. Erst Siegert und kurz darauf Grote hatten die Chance auf den Anschlusstreffer, doch Sabanov parierte glänzend (63.). Alles deutete auf den Anschlusstreffer und dieser fiel nach einem gescheiterten Konter der Heidenheimer. Es war fast eine Kopie des ersten Treffers an diesem Tage. Siegert flankte und Grote nahm den Ball volley und versenkte Ihn überlegt ins lange Eck, Sabanov war geschlagen (65.). Heidenheim konnte sich nun kaum noch befreien und Münster hatte das Spiel klar im Griff, jedoch ohne sich zwingende Chancen herauszuspielen. Ein Schuss von Grote fand diesmal den Weg nicht ins Tor (86.). Über einen Ausgleich hätte sich die Heidenheimer nicht beschweren dürfen, da sie sich in der 2. Halbzeit zu weit hinten rein drängen ließen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Preußen bis zum Schluss gefährlich blieb. Dann versuchte es Truckenbrod aus 22 Metern, doch auch diesen Schuss konnte Sabanov noch aus dem Winkel fischen (90.). Die endgültige Entscheidung brachte dann der erste vernünftige Konter der Heidenheimer. Mayer verlängerte mit dem Kopf, Bagceci hatte freie Bahn und lupfte den Ball vorbei am heraus eilenden Masuch ins Tor.

 

Stimmen zum Spiel

Pavel Dotchev (Trainer Münster): "Wir hatten in der ersten Hälfte viele Unstimmigkeiten in der Abwehr, was zu den ersten beiden Gegentoren geführt hat. In der Pause haben wir verschiedene Dinge korrigiert und daran geglaubt, noch etwas holen zu können. Das hat man auch gesehen, weil wir praktisch nur noch auf ein Tor gespielt haben. Heidenheim konnte sich dann kaum noch befreien. Ich bin trotzdem mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden. Sie hat den Willen gezeigt, noch gewinnen zu können. Wir werden zurückkommen!"

Frank Schmidt (Trainer Heidenheim): "Wir waren von Anfang an hellwach. Die Mannschaft hatte einen Plan und den hat sie durchgezogen – durch schnelles Umschalten nach vorne mit nur wenigen Pässen. Das eiskalt und richtig gut. In der zweiten Hälfte hatten wir keinen Zugriff mehr und Münster hat das Spiel bestimmt. Nach dem Anschlusstreffer war der Gegner am Drücker, aber wir haben mit Glück und Geschick verteidigt. Außerdem hatten wir mit Sabanov einen Mann im Kasten, der in unserer Not zur Stelle war."

Dennis Grote (Münster): "Wir haben heute zwei, drei brutale Fehler gemacht, die von einer echten Spitzenmannschaft eiskalt bestraft wurden. Wir wollten Heidenheim auf Distanz halten, was uns aber leider nicht gelungen ist. Ich glaube, dass sich der FCH aufgrund unserer zweiten Halbzeit nicht über ein Unentschieden hätte beschweren dürfen."

Erol Sabanov (Heidenheim): "Man hat in der zweiten Halbzeit gesehen, das Münster keine blinde Trupp ist. Am Ende waren wir heute einfach effektiver."

 

 

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