29 Festnahmen – Zwischenfälle überschatten Derby

Nach dem ersten Derby zwischen dem VfL Osnabrück und dem SC Preußen Münster nach fünf Jahren kam es am Samstagnachmittag zu schwerwiegenden Zwischenfällen. Vor der Begegnung griffen zunächst Osnabrücker Fans die Polizisten vor dem Stadion an. 29 Menschen wurden festgenommen. Im Stadion wurden dann aus dem Block von Preußen Münster bereits beim Einlaufen der beiden Mannschaften Böller und Rauchraketen in Richtung Spielfeld geworfen. Zahlreiche Polizisten und Ordner versuchten, dies zu unterbinden. Von da an wurden die Ordnungshüter zur "Zielscheibe" der Münsteraner. Sie warfen immer wieder Böller und Sprengkörper in den früheren Spielertunnel des VfL Osnabrück, der sich direkt unter der Preußen-Tribüne befindet. Dies war der Ort, an dem sich die Ordnungshüter während des Spiels befanden.

"Die Täter konnten bislang nicht ausfindig gemacht werden"

Ab etwa der 60. Spielminute eskalierte die Situation dann vollständig. Nachdem Fans der VfL Osnabrück ein Fahnen-Imitat mit der Aufschrift "Curva DB" der bereits aufgelösten Preußen-Ultras, die diese vor einigen Monaten nach einem Auswärtsspiel in Mainz in einem Zugabteil verloren hatten (daher die Aufschrift "DB" für "Deutsche Bahn"), in ihrem Fanblock präsentierten, zündeten die Münsteraner etliche weitere Böller, warfen diese unkontrolliert in den Spielertunnel und auf den Fußballplatz. Dabei wurden Polizisten und Ordner getroffen oder erlitten Verletzungen durch die neben ihnen detonierten Knaller. "Die Täter konnten bislang nicht ausfindig gemacht werden. Wir wissen auch noch nicht, welche Pyrotechnik dort verwendet wurde", erklärte der Osnabrücker Polizeisprecher Georg Linke gegenüber der Presseagentur dapad.

"Solche Provokationen sind normal"

Andreas Zimmermann, Fan-Beauftragter des VfL, erklärte in der "Neuen Osnabrücker Zeitung": „Das gehört dazu, solche Provokationen sind normal. Außerdem war es gar nicht die richtige Fahne. Das die Fahne gezeigt wird, wollten nicht nur die Ultras, sondern die ganze Osttribüne. Und die fasst immerhin über 5.000 Zuschauer. Ich will mal sagen, dass wir auf dem Platz 1:0 gewonnen haben, aber auf den Rängen 4:0“, meinte Zimmermann.

   
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