2:2 gegen Türkgücü: Spätes Eigentor kostet Zwickau den Sieg

Der FSV Zwickau hat am Montagabend zum Abschluss des 17. Spieltags einen Auswärtssieg bei Türkgücü München knapp verpasst. Im kalten und beinahe leeren Olympiastadion lagen die Westsachsen nach einem Doppelpack von Johan Gomez bis kurz vor Schluss in Führung, ehe ein Eigentor von Max Reinthaler doch noch für die Punkteteilung sorgte. Dennoch sind die Westsachsen nun seit neun Spielen ungeschlagen.

Sararer kontert Gomez

Nach der kürzlichen Entlassung von Trainer Peter Hyballa stand für die Heimelf am Montagabend Co-Trainer Alper Kayabunar an der Seitenlinie. Der änderte die erste Elf der Münchner im Vergleich zum 0:2 in Braunschweig gleich auf vier Positionen. Neben Filip Kusić, der für Marco Kehl-Gomez in die defensive Dreierkette rückte, waren Andy Irving, Paterson Chato und Lukas Scepanik anstelle von Ünal Tosun, Nico Gorzel sowie Moritz Kuhn ins Team rotiert. Auf der Gegenseite musste Co-Trainer Robin Lenk, der den corona-erkrankten Joe Enochs vertrat, ebenfalls mehrere Änderungen vornehmen. Matti Kamenz ersetzt im Tor den grippekranken Johannes Brinkies. Marius Hauptmann und Can Coskun rückten für Nils Butzen und Marco Schikora auf die Außenverteidigerpositionen, während Yannik Möker und Manfred Starke anstelle von Mike Könnecke und Luca Horn dabei waren.

Die Partie im fast leeren Münchner Olympiastadion nahm sich eine zehnminütige Abtastphase, in der der leichte Schneefall das einzig Bestaunenswerte auf dem Rasen blieb. Die erste Chance des Spiels ergab sich dann für die Gäste aus Westsachsen. Eine Ablage links in den Strafraum erreichte Manfred Starke, der umgehend den Direktschuss versuchte und an einer sicheren Parade von René Vollath scheiterte (13.). Die Gastgeber antworteten kurz darauf. Ein erster Abschluss von Sercan Sararer wurde von Kamenz sicher entschärft (16.). Zwei Minuten später hätte es zwingend 1:0 für Türkgücü stehen müssen. Eine Flanke von Vrenezi von der linken Eckfahne nickte Boubacar Barry am Fünfer völlig frei drei Meter links am Tor vorbei (18.). Auch die nächste Chance verbuchten die Gastgeber. Wiederum dribbelte sich Barry von der rechten Seite in die Box und zog flach ab, doch wieder verfehlte sein Abschluss das Tor auf der linken Seite (23.).

Während die Führung der Gastgeber eine Frage der Zeit zu sein schien, schlugen nach einer halben Stunde die Gäste etwas aus dem Nichts zu. Eine Flanke von Göbel von der linken Seite wehrte Vollath unzureichend mit einer Hand vor die Füße von Johan Gomez ab, der das Leder direkt technisch anspruchsvoll volley nahm und rechts oben ins Kreuzeck beförderte (31.). Die Gastgeber brauchten in der Folge einige Minuten, um sich von dem Gegentreffer zu erholen. Das gelang aber kurz vor der Pause. Einen perfekten Schnittstellenpass von Andy Irving von der rechten Mittelfeldposition kam in den Lauf von Sercan Sararer, der völlig frei vor Kamenz den Schlussmann überlupfte und das 1:1 markierte (42.). Mit dem Remis ging es auch in die Kabine.

Spätes Eigentor von Reinthaler

Aus dieser kamen die Gäste mit dem besseren Start. Etwas mehr als sechs Minuten waren gespielt, da schickte Möker mit einem langen Ball aus der eigenen Hälfte Gomez auf die Reise. Nachdem sich dessen Gegenspieler Alexander Sorge verschätzt hatte, nahm der Zwickauer das Leder geschickt aus der Luft, ließ Vollath im 1-gegen-1 keine Abwehrchance und versenkte die Kugel flach unten links ins Tor (52.). Wiederum wirkte Türkgücü nach dem Gegentor verunsichert und kam zunächst nicht zu einer Ausgleichschance. Dagegen hätten die Schwäne durchaus auf 3:1 erhöhen können. Göbel wurde nach knapp einer Stunde auf der rechten Seite zur Grundlinie geschickt und flankte an den Fünfer, wo Baumanns Direktabnahme aber über den Kasten flog (58.).

Erst Mitte der zweiten Hälfte bekamen die Münchner ihre erste gute Chance. Nach einer Ecke von der rechten Seite nickte Nkansah die Kugel hauchzart am linken Pfosten vorbei (65.). Türkgücüs Co-Trainer Kayabunar versuchte mit zwei weiteren Wechseln in der Schlussviertelstunde noch einmal mehr Schwung in die Offensive zu bekommen, doch die Abwehr des FSV stand weiterhin sicher. Mit den nadelstichartigen Kontern wussten die Elf von Co-Trainer Lenk zudem immer wieder Gefahr zu entfachen. Eine der vielversprechenden Situationen verspielten Göbel und Möker allerdings zehn Minuten vor dem Ende (79.). Im immer dichter werdenden Schneetreiben von München schien die Heimelf keine Ideen mehr zu haben, um doch noch den Ausgleich zu erzielen. Kurz vor dem Ende halfen da die Gäste tatkräftig mit. Nach einer Hereingabe von Hottmann von der linken Seite fälschte Max Reinthaler die Kugel unglücklich gegen seinen eigenen Keeper ab, von dessen Bein das Spielgerät ins Tor trudelte (88.). Mit dem 2:2 gaben sich beide Teams bis in die Nachspielzeit nicht zufrieden, doch es blieb am Ende bei der Punkteteilung. Türkgücü beendet somit die Niederlagen-Serie bleibt auf dem 16. Tabellenplatz, während Zwickau zum neunten Mal in Folge ungeschlagen bleibt und an Halle vorbei auf Rang 14 springt.

   
  • DM von 1907

    Gerechtes Unentschieden. TG München im Spiel eins nach Hyballa spielerisch und auch kämpferisch deutlich verbessert. Schiri Ballweg hat auf beiden Seiten einige Fouls übersehen.

    • Lodenhool Lodenkai

      Aus Sicht eines stadionzuschauers war der Punkt für türkgücü glücklich. Am einkaufswert der "münchener" gemessen, war das gar nix, zwickau – das was wir können. Ansonsten im staff vom Oly ganz viele nette Leute! War schön. Aber ansonsten 40 türkgücüfans, trommeln aus Lautsprechern und ein ganz trauriger abend an diesem historischen Ort.. . @kivran: hör auf, dieses Projekt hat weder klasse noch Fans noch Aussicht auf kommerziellen Erfolg…

      • DM von 1907

        Ich habe das ganze Spiel auf Magenta Sport geschaut – als neutraler Zuschauer. Wenn man bedenkt, dass TG München in HZ 1 drei Tore hätte machen müssen, war das Unentschieden unterm Strich schon gerecht. Und hätte Reinthaler am Schluss nicht unglücklich ins eigene Tor getroffen, hätte Sliskovic den Ball dort versenkt.

        Und Kivran? Der empfindet den aktuellen Tabellenplatz als persönliche Beleidigung und wird nach dieser Saison – egal ob Klassenerhalt oder Abstieg – sein Engagement wohl beenden. TG München wird dann dort verschwinden, wo sie hergekommen sind – in den Niederungen des Amateurbereichs.

      • Anti Corona

        Quelle?

      • Virage Est SB

        Magenta.

      • JR910

        Hätte Reinthaler den Ball richtig getroffen, wäre er ins Toraus gegangen und
        Sliskovic hätte null Chance ihn zu spielen.
        Unglücklich für den FSV, glücklich für TG!

    • JR910

      Warst zwischen durch bestimmt wieder Brände löschen und deshalb die größeren
      Chancenanteile des FSV übersehen. Ein glückliches Remis für die Münchener.

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