2:1 gegen Zwickau! Die Hoffnung in Jena lebt

Neue Hoffnung für den FC Carl Zeiss Jena im Kampf gegen den Abstieg. Zum Abschluss des 23. Spieltages setzten sich die Thüringer mit 2:1 gegen den FSV Zwickau durch und drehten das Spiel dabei.

Günther-Schmidt vergibt, Viteritti nicht

Die Jenenser spielten in der ersten Halbzeit gar nicht schlecht und versuchten über frühes Pressing die Westsachsen unter Druck zu setzen. Nach zehn Minuten fasste sich Kübler von der Strafraumkante ein Herz und zog ab, doch Brinkies im Tor hatte keine Mühe (10.). Der Druck der Heimelf nahm in der Folge weiter zu. Nach einer Ecke landete das Leder mehr zufällig auf dem Fuß von Aytac Sulu, der es aus zentraler Position aber über das Tor zog (22.). Zwickau kam erst nach dieser Szene besser in die Partie und hätte selbst in Führung gehen können. Viterittis Distanzschuss aus 25 Metern konnte Coppens stark von der Linie kratzen (23.).

Es ging weiter hin und her im Ernst-Abbe-Sportfeld, doch die spielerische Überlegenheit blieb beim FCC. Nach 39 Minuten hätte es dann zwingend 1:0 für Jena stehen müssen. Zuerst traf Julian Günther Schmidt nur den Pfosten, da Brinkies stark parieren konnte. Im Anschluss daran scheiterte er aus zwei Metern an sich selbst und schoss am Tor vorbei (39.). Es kam wie es kommen musste. Drei Minuten später zog Schröter für Zwickau in die Box und wurde von Fassnacht gefoult. Den fälligen Elfmeter verwandelte Viteritti halbhoch links zur etwas überraschenden 1:0-Pausenführung für die Gäste.

FCC dreht das Spiel

Nach der Pause ebbte der Schwung des FCC verständlicherweise etwas ab. Der Schock des 0:1 schien die Spieler ein wenig zu lähmen. So war es Leon Jensen mit dem ersten Abschluss der zweiten Hälfte, der jedoch Coppens aus der Distanz nicht überwinden konnte (48.). Erst nach knapp einer Stunde kam der FCC mal wieder zu einem Abschluss, doch Brinkies hatte mit dem Kullerball von Bock keine Mühe (58.). Quasi im Gegenzug vergaben aber auch die Schwäne ihre große Chance zum Tor, was sich – wie schon in der ersten Hälfte bei Jena – am Ende noch rächen sollte. Wegkamp versuchte alleine vor Coppens den Keeper zu tunneln, doch der reagierte klasse und verhinderte das 0:2 (59.).

Jena enttäuschte keinesfalls im Bezug auf den gezeigten Einsatz, doch waren spielerische Elemente in der Offensive in der Regel Mangelware. So war es eine Standardsituation, die den Thüringern den Ausgleich und sie damit zurück ins Spiel bringen sollte. Gabrieles Ecke landete am Elfmeterpunkt bei Sulu, der per Kopf gegen die Laufrichtung von Brinkies zum 1:1 vollendete (76.). In der Folge drängte die Elf von Trainer Klingbeil verzweifelt auf den Siegtreffer und drängte den FSV in die eigene Hälfte. Das erlösende Tor sollte jedoch an diesem Abend lange nicht fallen, ehe die 88. Minute anbrach. Wieder war es eine Standardsituation, als Kübler von rechts einen Freistoß in die Box zog. Rohr und Brinkies gingen zusammen zum Ball, doch der Jenenser war eher am Ball und lies das Leder über die Linie kullern. Obgleich ein Torwartfehler des Schlussmanns, so war das Ernst-Abbe Sportfeld plötzlich von Hoffnung durchflutet und durfte am Ende jubeln. Mit dem vierten Saisonsieg verkürzt Jena den Rückstand zum rettenden Ufer auf elf Zähler, während Zwickaus als 15. nur noch drei Zähler vor der gefährlichen Zone liegt.

   
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