2:0 in Köln: 1. FC Saarbrücken vorerst zurück auf Platz 2

Zum Auftakt des 19. Spieltages hat sich der 1. FC Saarbrücken am Freitagabend mit 2:0 bei Viktoria Köln durchgesetzt. Calogero Rizzuto und Boné Uaferro erzielten die Tore für den FCS, der damit zumindest bis Sonntag zurück auf den zweiten Tabellenplatz springt. Die Viktoria dagegen bleibt nach der zweiten Pleite in Folge im Mittelfeld hängen und liegt nun neun Punkte hinter den Saarländern.

Rizzuto muss nur noch einschieben

Zwei Änderungen nahm Viktoria-Coach Olaf Janßen gegenüber der 1:3-Niederlage beim VfL Osnabrück am vergangenen Samstag in seiner Startelf vor: Anstelle von Saghiri und Siebert liefen Becker und Schultz, der damit sein Comeback feierte, von Beginn an auf. Beim 1. FC Saarbrücken um Trainer Rüdiger Ziehl gab es trotz der 2:3-Pleite gegen den MSV Duisburg dagegen nur einen Wechsel in der Anfangsformation: Grimaldi ersetzte den verletzten Cuni und bildete zusammen mit Rabihic einen Doppelsturm. Die Witterungsbedingen waren trotz einiger Schneefälle am Nachmittag den Umständen entsprechend gut, allerdings verpassten mehrere hundert FCS-Fans den Anpfiff, nachdem sie bei der Anfahrt in einen Schneesturm geraten waren – sie trafen erst zur zweiten Halbzeit ein.

Tonanagebend in den ersten Minuten waren die Gäste aus dem Saarland, während die Viktoria zunächst ohne Ideen agierte. Bereits nach sechs Minuten hatte der FCS die erste Chance auf die Führung, als Jänicke eine Grimaldi-Ecke nur hauchdünn verfehlte. Weitere Torgelegenheiten ließen anschließend auf sich warten, auch die Saarbrücker zogen sich nach einem druckvollen Beginn erstmal zurück – und hatten mächtig Glück, dass die Gastgeber nicht nach 21 Minuten in Führung gingen: Im Anschluss an eine kurz ausgeführte Ecke kam der Ball über Sontheimer zu Stehle, der den Ball gefährlich auf das Tor brachte und FCS-Keeper Batz zu einer Glanzparade zwang.

Zwei Zeigerumdrehungen später klingelte es dann auf der anderen Seite. Eine Flanke von Günther-Schmidt landete bei Rizzuto, der den Ball aber nicht kontrollieren konnte und ihn zunächst an Koronkiewicz verlor. Doch anstatt das Leder zu klären, spielte der Kölner den Ball unglücklich in die Füße von Rizzuto, der sich die zweite Chance nun nicht nehmen ließ und keine Probleme mehr damit hatte, den Ball im Tor unterzubringen. Der Führungstreffer gab den Saarländern Sicherheit, während von den Gastgebern in der Offensive nichts zu sehen war. Und so drückte der FCS auf das 2:0, spielte einen aussichtsreichen Angriff nach etwa einer halben Stunde aber nicht richtig aus, sodass Neudecker nur ein letztlich ungefährlicher Distanzschuss blieb. Es war gleichzeitig die letzte nennenswerte Chance der ersten Halbzeit, aus der Saarbrücken eine verdiente Führung mit in die Pause nahm.

Uaferro mit dem Kopf, Köln harmlos

Zu Beginn des zweiten Durchgangs – jetzt auch mit den verspätetet eingetroffenen FCS-Fans im Gästeblock – setzte Viktorias Coach direkt mal ein Zeichen und nahm einen Doppelwechsel vor: Stehle und Becker blieben in der Kabine, dafür kamen Saghiri und Marseiler. Doch für mehr Offensivgefahr sorgte das nicht wirklich, vieles blieb wie schon im ersten Durchgang Stückwerk. Und so war das 2:0 für den 1. FC Saarbrücken nach 55 Minuten nur folgerichtig: Nach einem von Neudecker ausgeführten Freistoß stieg der nach vorne aufgerückte Uaferro am Höchsten und köpfte ins rechte Eck ein. Die Freude einiger FCS-Fans über den Treffer war so groß, dass sie direkt danach Pyrotechnik zündeten und eine etwa 60-sekündige Spielunterbrechung verursachten.

Als der Ball dann wieder rollte, war die Partie für Grimaldi vorzeitig beendet. Nach einem Zweikampf hielt er sich den Nacken und konnte nicht mehr weitermachen – Kerber kam für ihn in die Partie (61.). Und dieser hätte nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung endgültig alles klar machen können, zielte nach Neudecker-Vorlage jedoch freistehend aus kurzer Distanz drüber. Erst danach wachte die Viktoria auf und kam über Meißner nach längere Zeit mal wieder zu einer Chance, doch Batz hatte mit dem Schuss in Minute 67 keine Probleme. Gleiches galt für einen Schuss der Kölner knapp drei Zeigerumdrehungen später. Der Wille konnte der Janßen-Elf in dieser Phase des Spiels nicht abgesprochen werden, allein: Lücken fand die Viktoria kaum. Und weil der FCS die Partie in der Schlussphase nur noch verwaltete und auf den entscheidenden Konter lauerte, tat sich in der Folge nicht mehr viel.

Erst in der 84. Minute kamen die Saarländer über Rabihic zu einer Doppelchance auf das 3:0, doch beide Male war Voll auf dem Posten. Kurz danach gab auch Rizzuto nochmal einen Schuss ab, doch wieder konnte Kölns Keeper den Einschlag verhindern (87.). In der Nachspielzeit war auch Batz auf der anderen Seite bei einem Greger-Kopfball nochmal gefordert, parierte aber wie schon im ersten Durchgang stark und hielt damit die Null. Durch den Auswärtssieg meldet sich der FCS nach der Pleite gegen Duisburg direkt zurück und springt – zumindest vorübergehend – wieder auf den zweiten Tabellenplatz. Köln muss sich nach der zweiten Niederlage hintereinander weiterhin mit Rang 8 begnügen. Für den FCS geht es am kommenden Samstag mit einem weiteren Auswärtsspiel in Paderborn gegen Verl weiter, während Köln tags darauf erneut zuhause ran darf und Waldhof Mannheim zum Auftakt der Rückrunde empfängt.

   
Back to top button