1860 mit acht Punkten Vorsprung: "Schweben auf einer kleinen Wolke"

Wer hätte das vor der Winterpause gedacht? Noch immer ist der TSV 1860 München im neuen Jahr ungeschlagen und hat den Vorsprung auf die Abstiegsplätze durch den 3:1-Erfolg gegen den FC Ingolstadt am Sonntag auf acht Punkte ausgebaut. Der Jubel war groß, dennoch blieben die Löwen auf dem Boden.

"Macht Spaß, zuzuschauen"

Während die Fans in der Westkurve unter "Einmal Löwe, immer Löwe"-Gesängen nach Spielende auf- und absprangen und den Sieg feierten, blieb Trainer Argirios Giannikis im Interview mit "MagentaSport" gewohnt nüchtern und sachlich. "Das war ein enges und intensives Spiel", sagte der 43-Jährige. "Wir mussten ein, zwei bange Momente überstehen, haben es in Summe aber gut gemacht." Nachdem Lakenmacher die Löwen nach 16 Minuten in Führung gebracht hatte, traf FCI-Keeper Funk nach knapp einer Stunde ins eigene Tor, ehe es Ingolstadt durch einen von Mause verwandelten Elfmeter nochmal spannend machte (71.). Erst in der Nachspielzeit stellte Ouro-Tagba die Weichen endgültig auf die Sieg für die Löwen.

"Das macht er natürlich überragend", lobte Julian Guttau den 19-Jährigen, der sich an der Außenlinie gegen mehrere Ingolstädter durchsetzte und dann aus spitzem Winkel eiskalt blieb. "Mit ihm werden wir noch viel Spaß haben", so Guttau. Apropos Spaß: Diesen verspürte auch Giannikis während der Partie, wie er im Interview betonte: "Phasenweise haben wir das sehr gut gemacht. Es macht einfach Spaß, zuzuschauen." Jeder habe sich in den Dienst der Mannschaft gestellt und bis zum Schluss verteidigt.

"Der Weg ist noch lang"

Die Folge: Zum sechsten Mal in Folge blieb 1860 ungeschlagen (drei Siege, drei Unentschieden) und baute den Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf acht Zähler aus. "Wir schweben auf einer kleinen Wolke, das tut uns allen gut. Wir sind glücklich darüber, wie es gerade läuft", sagte Guttau, nachdem in der Winterpause an ein "paar Stellschrauben" gedreht worden sei. Für Giannikis war die aktuelle Erfolgsserie aber noch kein Grund, um abzuheben: "Der Weg ist noch lang, wir bleiben konzentriert und fokussiert." Sich weiter von unten absetzen können die Löwen am nächsten Sonntag gegen den Halleschen FC.

   
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