1:2! Erfurt verliert trotz Pausenführung in Großaspach

Der FC Rot-Weiß Erfurt musste sich zum Auftakt des 19. Spieltages am Freitagabend mit 1:2 bei der SG Sonnenhof Großaspach geschlagen geben. Dabei lagen die Thüringer noch zur Pause, wenn auch aufgrund eines überaus strittigen Elfmeters, in Führung.

Kammlott verwandelt umstrittenen Elfmeter – und verschießt dann

Nach verhaltenem Beginn auf beiden Seiten übernahmen die Gäste nach knapp zehn Minuten die Initiative und hatten kurz danach die erste Torchance: Einen Freistoß von Sebastian Tyrala ließ SG-Keeper Broll beinahe ins eigene Tor fallen, konnte die Situation aber auf Kosten eines Eckballs bereinigen (14.). Direkt danach wurde es wild: Nach einem Stockfehler von Lucas Röser im eigenen Strafraum wollte er den Ball wegschlagen, traf dabei jedoch auch einen Erfurter. Schiedsrichter Nicolas Winter zeigte zunächst auf den Punkt, sorgte dann aber mit seltsamer Gestik für Verwirrung. Es kam zu einem Handgemenge mehrerer Spieler, Winter verlor die Kontrolle, blieb nach Rücksprache mit seinem Assistenten aber bei seiner ursprünglichen aber mehr als fraglichen Entscheidung. Carsten Kammlott nahm sich der Sache an und verwandelte sicher zur 1:0-Führung der Thüringer. In der Folge zog sich die Krämer-Elf etwas weiter zurück, Großaspach fand nun besser in die Partie und hatte nach 34 Minuten die erste richtige Torchance: Bei einem Schuss von Maria musste sich Klewin schon mächtig strecken. Die Hausherren wurden nun immer offensiver, kurz vor der Pause gab es jedoch erneut einen Elfmeter für RWE – Bieber wurde von Lorch zu Fall gebracht. Eine abermals knifflige Entscheidung. Erneut trat Carsten Kammlott an, dieses Mal scheiterte er jedoch an Broll. So blieb es zur Pause beim 1:0 für die Gäste.

Gehring dreht die Partie

Nach Wiederanpfiff war Großaspach die deutlich aktivere Mannschaft und hatte bereits in der 48. Minute eine Doppelchance: Die Schüsse von Röser und Maria wurden jedoch geblockt. Dennoch war die Zapel-Elf nun voll da, Erfurt schwamm. Erst in der 60. Minute konnte sich RWE kurzzeitig aus der Umklammerung der Hausherren befreien und kam über Kammlott (Außennetz) und Odak (geblockt) wieder zu eigenen Chancen. Wenig später klingelte es jedoch auf der anderen Seite: Nach einem Freistoß stand Kai Gehring am zweiten Pfosten vollkommen frei und schob unbedrängt zum verdienten Ausgleich ein (64.). Erfurt investierte nun wieder etwas mehr in das eigene Spiel, sah sich aber weiteren Angriffen der Aspacher ausgesetzt, die in der 75. Minute auf 2:1 stellten und das Spiel damit endgültig drehten. Erneut war es Kai Gehring, der für die Hausherren einnetzte – dieses Mal mit einem sehenswerten Kopfball aus 15 Metern. Stefan Krämer reagierte sofort und brachte mit Benamar einen weiteren Offensivspieler. Die Thüringer warfen nun alles nach vorne und hatten über Aydin (zog knapp über die Querlatte / 83.) zwar noch einmal die Chance auf den Ausgleich, gingen am Ende aber als Verlierer vom Platz. In der Tabelle befindet sich RWE damit weiterhin in unmittelbarer Nähe zu den Abstiegsplätzen, Großaspach schiebt sich vorübergehend auf Platz 5 vor.

   
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