1:2 in Oberhausen! MSV fliegt erneut aus dem Landespokal

Landespokal-Aus für den MSV Duisburg! Am Freitagabend unterlagen die Zebras mit 1:2 bei Viertligist Rot-Weiß Oberhausen und verabschieden sich damit zum vierten Mal in Folge vorzeitig aus dem Wettbewerb. Nach einem Platzverweis gegen Marvin Ajani zu Beginn der zweiten Halbzeit kassierte der MSV zwei Gegentreffer binnen 15 Minuten. Der Anschluss durch Aziz Bouhaddouz kam danach zu spät.

MSV passiv und im Aluminium-Glück

Vor 9.727 Zuschauern, darunter etwa 4.000 aus Duisburg, musste Coach Ziegner kurzfristig auf Kapitän Moritz Stoppelkamp (muskuläre Probleme) sowie Abwehrchef Sebastian Mai (erkältet) verzichten. Für sie rückten Aziz Bouhaddouz und Baran Mogultay in die Startelf gegen den Regionalligisten, der eher dürftig in die neue Spielzeit startete (Platz 10) – und die erste Chance haben sollte. Nach gerade einmal vier Spielminuten prüfte Ex-Duisburger Mickels Keeper Müller, doch konnte der Duisburger sicher parieren. Auch gut zehn Minuten später warteten die Zebras noch auf die erste Torchance, während die Hausherren dem 1:0 immer näher kamen. Zunächst scheiterte Heinz mit einem Versuch aus 20 Metern (14.), ehe es nach einer Ecke lichterloh im MSV-Strafraum brennen sollte. So konnte sich Routinier Öztürk nach einer Ecke von Heinz im Zentrum zu einfach durchsetzen, scheiterte mit seinem Kopfball jedoch am Pfosten des Duisburger Kastens (18.).

Erst in der 23. Spielminute kam der Drittligist dann erstmals gefährlich vor das RWO-Tor, jedoch köpfte Stürmer Bouhaddouz das Leder aus gut zehn Metern über das Gebälk. Der MSV wurde nun besser, ohne unbedingt zwingend zu werden. So suchte auch Michelbrink nach einer Freistoß-Variante sein Glück, doch zwang Oberhausen-Schlussmann Davari zu einer ersten Parade, die eine der einfacheren Sorte sein sollte (31.). Anschließend verflachte das Spiel. Die letzten Chancen des Durchgangs sollten dann aber wieder an den RWO gehen. Im Strafraum wurde erneut Mickels gefunden, der das Leder allerdings nicht so richtig unter Kontrolle brachte und so über das MSV-Tor setzte (42.). Auch in der 45. Minute war es wieder der auffällige Außenbahnspieler, der es infolge eines Oberhausener Konters versuchte, aber neben das Tor schlenzte. Entsprechend ging es ohne Treffer in die Pause, was aus MSV-Sicht durchaus glücklich war.

Zwei Gegentore binnen 15 Minuten

Ohne Wechsel auf beiden Seiten ging es dann in den zweiten Durchgang. Die Personalsituation sollte sich dennoch verändern. Keine volle Minute war gespielt, als Duisburgs Ajani, der schon in der ersten Hälfte Gelb wegen Meckerns sah, zu spät in einen Zweikampf kam und Heinz am Kopf traf, wofür er folgerichtig die gelb-rote Karte sah. Noch während der Oberhausener stark blutend behandelt wurde, folgte der nächste Schock für den MSV: Aus spitzem Winkel konnte Oberhausens Winter abziehen und das 1:0 für den Underdog erzielen (47.). Ziegner reagierte mit einem Doppelwechsel, doch auch die nächste Chance gehörte RWO, für die der nun mit Turban spielende Heinz einen Schuss aus zweiter Reihe neben den Kasten setzte (51.). Noch knapper machte es der Oberhausener in der 60. Minute, als er nach Hackenpass von Lunga aus kurzer Distanz an Müller scheiterte. Der zweite Treffer lag in der Luft – und sollte kurz darauf auch fallen. Einen Freistoß aus 18 Metern schoss RWO-Angreifer Ngyombo wuchtig Richtung Tor, wo Müller das Leder nicht zu fassen bekam, sodass es hinter ihm zum 2:0 für den Regionalligisten in den Maschen landete (62.).

Der MSV lief nun an. So kam Mogultay aus kurzer Distanz zur Anschluss-Chance, doch scheiterte an Davari (73.). Auch Joker Pusch sollte es noch aus zweiter Reihe probieren, doch das Gehäuse deutlich verfehlen (79.), ehe die letzten Minuten anbrachen. Diese sollten nochmal spannend werden. In der 81. Minute landete eine Flanke punktgenau bei Bouhaddouz, der das Leder zum 1:2-Anschluss über die Linie drückte. Der MSV warf jetzt noch einmal alles nach vorne, doch dies war zu spät. Nur König kam mit einem Abschluss nochmal nahe, doch geriet ihm dieser zu zentral (87.). Somit fliegt der MSV zum vierten Mal in Folge vorzeitig aus dem Landespokal und muss am Saisonende nun mindestens Vierter werden, um nicht zum dritten Mal hintereinander die Qualifikation für den DFB-Pokal zu verpassen. In der Meisterschaft, wo die Zebras seit vier Partien sieglos sind, geht es am Samstag in einer Woche gegen den Halleschen FC weiter.

   
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