1:2 gegen Jena: Osnabrück kassiert nächsten Rückschlag

Mit großen Kampf wollte sich der VfL Osnabrücker bei den Fans zurückmelden. Davon war aber bis kurz vor Ende der Partie nur wenig zu sehen. Auch im zehnten Anlauf in Folge blieb der VfL so folgerichtig ohne Sieg – und das völlig zurecht. In einem insgesamt mäßigen Spiel wirkte der FC Carl Zeiss Jena wacher und hatte bei einem Pfostenschuss in der 75. Minute sogar noch Pech, den Sieg nicht frühzeitig sicher gemacht zu haben.

"Wir haben heute kein gutes Spiel gemacht"

Zwei Spieltage sind noch zu absolvieren, aber die Vorfreude auf das Ende der Saison ist so groß wie wahrscheinlich noch nie in Osnabrück. Endlich hinter sich lassen möchten die Niedersachsen diese verkorkste Saison. "Wir haben oft genug die Chance gehabt, etwas bei den Fans gutzumachen, aber die Fans sind leider Gottes langsam froh, wenn die Saison vorbei ist", wird Stürmer Marcos Álvarez von der "Neuen Osnabrücker Zeitung" zitiert. Nicht nur der Anhang, sondern auch die Mannschaft selber wirkt reif für die Sommerpause. "Wir haben uns vor diesem Spiel so viel vorgenommen", so Tim Danneberg.

Viel zu sehen war davon aber nicht. Der unbedingte Wille gegen Jena einen Heimsieg zu erzielen ließen die Osnabrücker völlig vermissen. Schon in der ereignisarmen ersten Halbzeit lag die Spielkontrolle bei den Gästen aus Thüringen, wohingegen die Gastgeber über weite Strecken kaum aus der eigenen Hälfte kamen. In der zweiten Halbzeit übernahmen die Jenaer dann vollends das Zepter. Erst das 1:2-Anschlusstor in der 78. Minute ließ die Osnabrücker an ihr Versprechen erinnern. Kampfgeist, Mut und Wille prägten die Schlussphase der Lila-Weißen. Endlich sahen die Zuschauer den VfL, der sie mitreißt und begeistert. Für ein positives Ergebnis kam das Erwachen aber deutlich zu spät, auch wenn der VfL Osnabrück in Person von Marcos Álvarez durchaus die Gelegenheit zum Ausgleich hatte.

Schwierige Phase

Das erneut schwache Auftreten seiner Mannschaft wollte Trainer Daniel Thioune nicht unkommentiert stehen lassen. Man habe "diesen Druck, diese Dynamik auf den Ball wieder vermissen lassen. Das hängt sicherlich auch damit zusammen, dass Kopf und Beine sehr schwer sind im Moment bei meinen Spielern", versuchte es der Trainer mit einer Erklärung für die Niederlage. Man werde aber "in den nächsten zwei Wochen hart daran arbeiten" das Momentum zu drehen. Gegen die zweite Mannschaft des SV Werder Bremen, die seit dem vierten Spieltag auf einen Auswärtssieg wartet, sollte der erhoffte Befreiungsschlag gelingen, möchte man den geplanten Fanprotesten direkt etwas entgegensetzen. Viel mehr als ein ebenso schwacher Gegner spricht allerdings derzeit nicht für die völlig verunsicherte Osnabrücker Mannschaft.

   
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