Götze-Verletzung überschattet 1:1 zwischen MSV und FCK

Zum Abschluss des 13. Spieltages hat der 1. FC Kaiserslautern am Montagabend mit einem 1:1 in Duisburg den fünften Sieg in Folge und den Sprung auf Rang 3 verpasst. In einer kämpferisch geführten Partie gingen die Gäste kurz vor der Pause nach einem Standard in Führung. Aufopferungsvoll kämpfende Zebras kamen allerdings kurz vor dem Ende noch zum verdienten Ausgleich. Überschattet wurde das Spiel kurz vor dem Schluss durch eine erneute Kopfverletzung von Lauterns Felix Götze.

Tomiak schaltet blitzschnell

Nach zuletzt drei Niederlagen in Serie gab Trainer Hagen Schmidt sein Debüt als Cheftrainer der Duisburger. Im Vergleich zur 2:3-Niederlage beim FSV Zwickau aus der Vorwoche veränderte Schmidt das Team auf zwei Positionen. Marlon Frey und Alaa Bakir begannen für den gesperrten Marvin Bakalorz und Kolja Pusch. Auf der Gegenseite veränderte FCK-Coach Marco Antwerpen nach vier Siegen in Serie seine Mannschaft personell nicht.

Das Spiel in der Schauinsland-Reisen-Arena war vor ordentlicher Kulisse mit 10.646 Zuschauern zu Beginn geprägt von intensiven Zweikämpfen im Mittelfeld. Dies mündete darin, dass MSV-Spielmacher Moritz Stoppelkamp schon nach drei Minuten und einem Zusammenprall mit Wunderlich länger behandelt werden musste. Die erste Offensivaktion des Spiels verzeichneten die abstiegsbedrohten Meidericher in der 10. Minute, als Matheo Raab eine Flanke von der rechten Seite aus dem Fünfer herausfausten musste (10.). Auch die nächste nennenswerte Aktion nach vorne ging von den Gastgebern aus. Im Anschluss an eine Ecke fasste sich Frey ein Herz aus 25 Metern, zog aber einen Meter links am Tor von Raab vorbei (19.). Quasi im Gegenzug wären die Pfälzer beinahe aus dem Nichts in Führung gegangen. Einen sehenswerten Chippass von Ritter an den Fünfer konnte Zuck nicht sauber annehmen und schoss aus sieben Metern unter Bedrängnis knapp über das Tor (20.).

Ein Offensivspektakel bekamen die Anhänger beider Teams allerdings nicht zu sehen. Duisburg wirkte offensiv hin und wieder zu ängstlich, rückte nicht mit genügend Spielern aus dem Mittelfeld nach und verpasste daher vielversprechende Möglichkeiten im Ansatz. Die Pfälzer dagegen agierten vor allem im letzten Drittel des Spielfeldes zu ungenau. Bezeichnend für die Offensivanstrengungen beider Teams war ein völlig missglückter Distanzschuss von Winkler aus 30 Metern, der so unglücklich von der Duisburger Defensive abgefälscht wurde, dass er beinahe perfekt als Vorlage für Hanslik gewesen wäre. Doch der FCK-Stürmer hatte schon abgeschaltet und verpasste somit die Chance im Ansatz (31.). MSV-Trainer Hagen dagegen zeigte sich an der Seitenlinie höchst offensiv und wortfreudig, wofür er sich nach 42 Minuten die gelbe Karte einhandelte. Zwei Minuten später musste Moritz Stoppelkamp als Folge des Zusammenpralls vom Spielbeginn verletzt vom Platz.

In der Schlussminute vor der Pause ging der FCK ein wenig aus dem Nichts in Führung. Nach einem Freistoß aus dem linken Halbfeld bekamen die Gastgeber die Kugel nicht geklärt, sodass Klingenburg mit der Fußspitze zu Boris Tomiak ablegen konnte. Der Defensivmann schob das Spielgerät gedankenschnell halbrechts im Strafraum aus acht Metern flach ins linke Toreck (44.). Der Treffer sorgte noch einmal für eine hitzige Schlussphase vor der Pause in der sowohl Duisburgs Bakir als auch Lauterns Hanslik jeweils die gelbe Karte sahen (45.). Es blieb zur Pause beim 1:0 für den FCK.

Slapstick führt zum Ausgleich, große Sorgen um Götze

Aus der Halbzeit kamen die Meidericher mit viel mehr Schwung und deutlich mehr Druck. Schon kurz nach dem Wiederanpfiff versuchte sich der für Stoppelkamp eingewechselte Pusch aus 20 Metern, verfehlte das Tor aber um einen Meter (53.). Zehn Minuten später schirmte Bakir eine Flanke von Ajani am linken Fünfereck ab und legte zurück auf Frey, der aus zehn Metern mit seiner Direktabnahme an Raab scheiterte (66.). Wieder nur zwei Minuten später zischte ein Schlenzer von Pusch aus 20 Metern halbrechts nur Zentimeter über die Latte (68.). Von den Gästen kamen offensiv bis dato überhaupt keine Akzente mehr, sodass sowohl Trainer Antwerpen als auch Keeper Raab lautstark versuchten die eigenen Mitspieler aufzuwecken.

Lediglich nach Standards kamen die Pfälzer ab und an noch in die gefährliche Zone, da die Duisburger zu überhastet und unsicher agierten. So brauchte es gleich drei Anläufe, ehe die Zebras eine Freistoß-Flanke von Wunderlich schlussendlich klären konnten (73.). Hagen Schmidt wechselte in der Schlussviertelstunde doppelt und brachte Hettwer und Bouhaddouz für Ademi und Bakir (78.). Vier Minuten später wurden die Bemühungen des MSV mit dem 1:1 belohnt. Bouhaddouz' Chippass nahm Pusch vor dem Strafraum gegen Ritter mit und legte für Hettwer ab. Der scheiterte mit der Picke eigentlich an Raab, doch vom Schlussmann prallte das Leder gegen das Knie von Wunderlich. Von dort aus kullerte das Spielgerät beinahe in Zeitlupe in Richtung Linie und konnte weder vom zurückhechtenden Keeper noch seinen Verteidigern an der Überquerung der Torlinie gehindert werden (82.). Quasi im Gegenzug hätten die Lauterer wieder in Führung gehen können. Eine Flanke von Zuck wuchtete der eingewechselte Redondo direkt aufs Tor, doch Weinkauf war mit den Fäusten zur Stelle (83.).

Wenige Augenblicke später gab es einen folgenschweren Zusammenprall, der die Fans beider Lager verstummen ließ. Im Anschluss an eine Ecke prallten Lauterns Felix Götze und Duisburgs Rolf Feltscher heftig mit den Köpfen zusammen und mussten über mehrere Minuten auf dem Rasen und unter Einsatz von Sanitätern behandelt werden. Während der Duisburger daran anschließend wieder auf den Beinen war, ging es für den bereits vor wenigen Wochen am Kopf verletzten Götze nicht mehr weiter – er wurde per Trage und unter dem Applaus aller Zuschauer vom Platz gebracht. Zwar versuchte der MSV in der üppigen Nachspielzeit noch auf den Siegtreffer zu spielen, weitere Chancen erspielten die Zebras allerdings nicht. In der vierten Minuten der Nachspielzeit sah der Lauterer Hanslik für einen Armeinsatz im Strafraum der Duisburger noch die gelb-rote Karte. Durch das Remis bleibt der FCK auf dem siebten Rang der Tabelle und verpasst Rang 3, während Duisburg sich auf Rang 17 verbessert.

   
  • weihnachtsmann

    Habe nur die 2.HZ gesehen. Ohne das Slapsticktor hätte Duisburg wohl nicht getroffen, obwohl sie phasenweise aktiver als Lautern waren. Das Tor fiel, als der Duisburger Schwung gerade wieder verebbte.
    Wollte mir unseren nächsten Gegner mal anschauen. Schlauer bin ich jetzt auch nicht.

  • JR910

    Gute Besserung sowie baldige und vollständige Genesung Felix!

  • Kritiker

    Es gibt doch noch Gerechtigkeit.
    Der asoziale Wunderlich tritt Stoppelkamp in der zweiten Minute aus dem Spiel und macht dann wenigstens noch den Ausgleich für Duisburg. Guter Mann…
    Gute Besserung und alles Gute für Götze..

    • ralf sandreuther

      Danke für den Kommentar! Dachte schon ich bin der einzige der so denkt.
      Antwerpens Taktik schon seit Start beim FCK. Schaltstationen des Gegners
      frühzeitig zu elimenieren…..Egal um jeden Preis.

      • FCK1900

        Genau, das wirds wohl sein. Was für ein dämlicher Kommentar.

      • Chris

        Ne, ihr zwei seid schon ganz besondere Denker. Wie ist das Wetter so auf eurem Planeten?

  • KL-Ost

    Natürlich musste es ein Eigentor sein, wenn der Gegner nicht in der Lage ist zu treffen – wie schon gegen Zwickau. Letztendlich trotzdem ein verdientes Remis in einem wie etwartet schweren Auswärtsspiel. Erstmal natürlich gute Besserung an Götze, der hat dieses Jahr echt die Seuche – hoffentlich nichts Ernstes.
    Ebenfalls ärgerlich und zweifelhaft die gelb-rote Karte für Hanslik kurz vor Schluss. Muss man mit leben. Es hätte auch noch dicker kommen können, wie so oft in der Vergangenheit.
    Mund abputzen, im nächsten Spiel Würzburg weghauen, dann den Park säubern und die Welt ist aus sportlicher Sicht wieder in Ordnung.
    Nur der FCK!👹🔥

    • Beo

      Träum weiter…. :-)

  • HoellischTeuflisch

    Gute Besserung Felix, Rest egal!

  • betzebub

    Alles Gute Felix.
    Deja-vu vom Berlinspiel.

    Ergebnis ist mir jetzt wurscht.

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