1:0 bei Wehen Wiesbaden: Dortmund II bleibt oben dran

Die U23 von Borussia Dortmund hat am Montagabend zum Abschluss des 9. Spieltages mit 1:0 bei Wehen Wiesbaden gewonnen. In einer mäßigen Partie waren die Gäste vor allem vor der Pause deutlich zwingender, während Wehen offensiv jeglichen Esprit vermissen ließ. Erst in der Nachspielzeit drängten die Gastgeber mit Macht auf den Ausgleich, der allerdings nicht mehr fallen sollte.

Taz trifft mit viel Ruhe

Im Vergleich zur 1:3-Niederlage bei Viktoria Köln änderte Wehens Trainer Rüdiger Rehm seine Startelf gleich auf fünf Positionen. Jozo Stanić, Stefan Stangl, Dominik Prokop, Benedict Hollerbach und Gustaf Nilsson kamen für Dennis Kempe, Emanuel Taffertshofer, Maxi Thiel, Mehmet Kurt und John Iredale in die Partie. Auf Seiten der Borussia rutschten Christian Viet und Tobias Raschl für Lennard Maloney und Ted Tattermusch in die Startelf.

Die junge Borussia erwischte einen sehr ordentlichen Start in die Partie. Schon nach vier Minuten zog Raschl einfach mal aus 30 Metern ab, sodass Florian Stritzel im linken Eck parieren musste (4.). Sechs Minuten später forderten die Gäste einen Handelfmeter. Nachdem Stritzel einen Schlenzer von Pohlmann parieren konnte, gelangte das Leder in der Folge an die Hand eines Wiesbadener Verteidigers. Schiedsrichter Reichel ließ allerdings weiterlaufen (10.). Genau eine Viertelstunde war gespielt, als sich die die U23 die verdiente die Führung holte. Eine Hereingabe von der rechten Seite vom auffälligen Viet nahm Berkan Taz in Mittelstürmerposition geschickt an, ließ einen Gegenspieler ins Leere rutschen und vollendete souverän zum 1:0 für die Schwarz-Gelben (15.).

Auch in der Folge blieben die Gäste das aktivere Team. Wiederum bekam Taz zentral vor dem Gehäuse das Leder und zog aus 18 Metern ab. SVWW-Keeper Stritzel ließ den zentralen Schuss durch die Beine rutschen und lenkte ihn mit der rechten Hacke noch neben das Tor (22.). Die Gastgeber bekamen erst nach einer halben Stunde mit einem zu hoch angesetzten Freistoß ihre erste Chance (30.). Ganz anders auf der Gegenseite. Raschl bediente den durchstarteten Richmond Tachie, der Stritzel aus 15 Metern und spitzem Winkel zu einer Parade zwang (33.). Zum Ende der ersten Hälfe übernahm Wehen das Kommando in der Partie, konnte sich aber keine nennenswerten Torchancen erspielen.

Wehen erst in der Nachspielzeit gefährlich

Auch der zweite Durchgang startete mit einer guten Chance für die Westfalen. Von der linken Seite wurde das Leder parallel zur Strafraumkante zu Raschl abgelegt, der mit seinem Direktschuss aus 19 Metern aber an Stritzels Handabwehr scheiterte (48.). In der Folge verflachte das Spiel merklich, was durch viele Fouls im Mittelfeld und Ungenauigkeiten im Offensivspiel beider Seiten zu erklären war. Auch ein Dreifachwechsel der Gäste nach einer Stunde, bei dem für Pherai, Viet und Pohlmann als frische Kräfte Tattermusch, Bah-Traore und Makreckis ins Spiel kamen, unterbrachen jedweden Spielfluss (60.).

Erst 20 Minuten vor dem Spielende ergab sich für die Hausherren die erste wirklich zwingende Torchance. Der kurz zuvor eingewechselte Johannes Wurtz bekam das Spielgerät hoch von Goppel in die Gefahrenzone gespielt. Den folgenden Kopfball konnte Drljača im BVB-Tor allerdings sicher parieren (70.). Auch der nächste Abschluss der Hessen brachte unter dem Strich zu wenig Gefahr. Eine Ecke von der linken Seite köpfte der ebenfalls zuvor eingewechselte Iredale deutlich über die Latte (81.). Zwar drängte der SVWW die Gäste bis zur Schlussphase immer weiter in die eigene Hälfte, blieb aber offensiv einfach zu ideenlos.

Erst tief in der Nachspielzeit wurde es noch einmal brandgefährlich in der Defensive der Dortmunder. Johannes Wurtz versuchte nach Ablage von Nilsson mit einem Lupfer über den Schlussmann der Gäste das 1:1 zu erzielen, setzte seinen Versuch aber zu hoch an (90.+1). Nur eine Minute später wurde es nochmal kritisch, als einem Dortmunder im eigenen Strafraum am Boden der Ball an die Hand sprang. Einen durchaus möglichen Elfmeter gab es dafür nicht (90.+2). So blieb es am Ende beim knappen 1:0-Auswärtssieg der Gäste, die damit in der Tabelle auf den 4. Rang springen. Wehen bleibt nach der zweiten Niederlage in Folge auf dem 7. Platz.

   
  • Thommi Tulpe

    Zweite Mannschaften sind "einfach" Wettbewerbsverzerrung.
    Es ist sicher für die Bosse von Bundesliga-Vereinen mehr als reizvoll, wenn ihr Nachwuchs z. B. in Magdeburg vor mindestens 15.000 Zuschauern spielt.
    Aber da die zweite Mannschaft wie vor zwei Jahren die Bayern-Bubies als Meister nicht aufsteigen darf: Eine solche "Meisterschaft" hat nie Sinn gemacht.

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