1:0 bei den Kickers: Hachings Negativserie endet in Würzburg

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Aufgrund einer Sturmwarnung war unsicher, ob das Spiel stattfinden könnte, doch pünktlich um 19 Uhr wurde die Partie zwischen den Würzburger Kickers und der SpVgg Unterhaching angepfiffen. Die Zuschauer sahen zum Abschluss des 26. Spieltages eine Partie auf Augenhöhe, die am Ende die Gäste aufgrund einer konzentrierten Defensivleistung mit einem Tor Vorsprung für sich entschieden und so ihre Negativserie beendeten.

Kickers machen das Spiel, Schimmer das Tor

Von Anfang an traten die Kickers, die seit dem Jahreswechsel vier von fünf Partien für sich entschieden hatten, als das deutlich dominantere Team auf. Mit vielen Flanken erarbeiten die Schiele-Elf sich Chancen, blieb aber erfolglos. Die erste Möglichkeit für die Gäste, die ihre letzten vier Spiele allesamt verloren, ließ 13 Minuten lang auf sich warten: Schimmer versuchte es per Lupfer, doch der Ball flog über den Würzburger Kasten. Im nächsten Anlauf lief es besser für den Angreifer, denn die zweite gefährliche Aktion der Gäste führte zum 0:1 aus Sicht der Gastgeber. Schimmer zog von der linken Seite ab, der unglücklich aussehende Drewes kam nicht mehr richtig ran – Führung für Unterhaching (16.). Doch Würzburg kam wieder in die Partie – und verpasste den Ausgeich nur knapp: Skarlatidis kam aus sieben Metern frei zum Abschluss, doch Stahl warf sich in den Schuss hinein und klärte den Ball (25).

Eine noch größere Gelegenheit bot sich auf der Gegenseite: Nach einem Konter hatte Bigalke ab der Mittellinie plötzlich komplett freie Bahn. Zwei Würzburger konnten den Hachinger nicht einholen, frei vor Drewes angekommen entschied sich Bigalke für einen halbhohen Schuss ins rechte Eck. Doch der Keeper reagierte glänzend und blockte den Ball zur Seite weg (38.). Das hätte eigentlich das 0:2 sein müssen, stattdessen gab es fast den Ausgleich: Skarlatidis kam nach einem Pass von Kaufmann am Sechzehner zum Abschluss, zog flach ab und verfehlte den Kasten nur knapp (43.). Wenig später ging es beim Stand von 0:1 in die Pause.

Hachinger Abwehrriegel hält dicht

Die Kickers mussten sich ankreiden lassen, zwar das spielbestimmende Team gewesen zu sein, sich allerdings zu wenig klare Chancen erspielt zu haben. Haching hingegen lauerte auf Konter und war damit erfolgreich – kein Wunder also, dass die zweite Hälfte ähnlich begann. Die Kickers machten das Spiel, Haching konzentrierte sich auf die Defensivarbeit und vereinzelte Gegenangriffe. So etwa in der 53. Minute, als es plötzlich ganz schnell ging, Schimmers Abschluss aber zu ungenau geriet. Kurz zuvor hatten die Kickers noch die Gelegenheit zur Führung gehabt, die Königshofer allerdings mit dem Fuß vereitelte (49.). Wenig später stand Königshofer erneut im Fokus und musste sich ganz weit strecken, um einen Kaufmann-Kopfball über die Latte zu lenken (54.).

Würzburg rannte weiter an, die Spielvereinigung agierte fast ausschließlich in der eigenen Hälfte. Nur die Konter blieben gefährlich: Wieder war es die Kombination Bigalke und Schimmer, die eine Großchance für die Gäste kreierte: Bigalke spielte einen langen Ball auf den Torschützen der ersten Hälfte, dessen Kopfball hielt Drewes aber stark (68.) Die Schlussphase brach an, den Kickers blieb nicht mehr viel Zeit, den Rückstand noch aufzuholen. Haching zeigte allerdings kaum Anfälligkeiten in der Defensive – richtig unruhig wurde es nur nochmal in der Nachspielzeit. Winkler musste nach einer Grätsche mit gestrecktem Bein mit Gelb-Rot vom Platz, die Kickers bekamen nochmal einen Freistoß. An dessen Ende kam Schuppan frei zum Kopfball, doch der Ball flog an die Latte (90+1). In der anschließenden Szene flog auch noch Phil Ofosu-Ayeh auf Seiten der Kickers nach einem Kopfstoß vom Platz – dann pfiff der Unparteiische die Partie ab.

Die Spielvereinigung beendet also ihre Negativserie nach vier Niederlagen am Stück und springt auf den sechsten Tabellenplatz. Die Aufstiegsränge sind allerdings sieben Punkte entfernt. Für die Kickers geht es erst einmal runter auf Platz acht.

   

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