1. FC Saarbrücken: Weitere Verzögerung bei Stadion-Umbau

Zum Start der neuen Saison wird der 1. FC Saarbrücken zunächst wohl in ein anderes Stadion umziehen müssen. Die Fertigstellung des Ludwigparkstadions verzögert sich weiter.

Knackpunkt Verkabelung

Wie der "Saarländische Rundfunk" mit Verweis auf einen als vertraulich geltenden Zeitplan des Saarbrücker Baudezernats berichtet, sei mit der Fertigstellung des kompletten Stadions frühestens im Frühjahr 2021 zu rechnen. Der Grund für die weiteren Verzögerungen: Die Verkabelung für sicherheitsrelevante Technik wie Notbeleuchtung und Sprachalarmierung bereitet Probleme. Offenbar kam es hierbei zu einem weiteren Planungsfehler.

Frühestens Ende Januar 2021, so heißt es, könnte das Stadion in einen Teilbetrieb mit Zuschauern gehen, dann allerdings nur mit drei Tribünen. Die Victors-Tribüne müsste aufgrund von Problemen im Nebengebäude zunächst dicht bleiben. In den letzten sechs Jahren seit Beginn der ersten Rodungsarbeiten war es immer wieder zu Fehlplanungen gekommen, die Kosten etwa waren von 16 auf 46,5 Millionen Euro explodiert. Oberbürgermeister Uwe Conradt hoffte zuletzt, noch in diesem Jahr im Ludwigspark spielen zu können. Doch das könnte nun eng werden. Es soll aber nach Optimierungsmöglichkeiten gesucht werden.

Umzug nach Frankfurt?

Zunächst wird der FCS für seine Heimspiele aber wohl umziehen müssen. Im Raum steht ein Umzug in die rund 200 Kilometer entfernte PSD-Bank-Arena des FSV Frankfurt. Nähere Stadien wie in Homburg, Trier, Elversberg, Mannheim und Kaiserslautern kommen aus unterschiedlichen Gründen dagegen nicht infrage. Für den Fall, dass auch zum Start der neuen Saison zunächst ohne Zuschauer gespielt werden muss, scheint es aber auch nicht ausgeschlossen, dass der FCS seine Heimspiele wie zuletzt im Hermann-Neuberger-Stadion in Völklingen austragen kann.

   
  • ironimus

    Seit 6 Jahren murkst man jetzt an diesem Stadion herum. Und immer noch ist kein Ende in Sicht. Fehler und Unfähigkeit wohin man schaut. Angesichts des Tohuwabohus wird es auch mit Frühjahr 2021 nicht klappen. Aber schuld ist natürlich keiner. Die Kostenexplosion trägt der Steuerzahler. Jeder der an diesem Fiasko beteiligt ist, gehört fristlos gefeuert. Aber eher wird man diese Luschen auch noch befördern.

  • Phillip

    Dazu kann man nur lächerlich sagen.

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