"Trotzdem immer noch sehr gut": Kwasniok wehrt sich gegen Kritik

Auch mit einigen Tagen Abstand wirkt die Derby-Pleite des 1. FC Saarbrücken in Kaiserslautern noch immer nach. In den sozialen Netzwerken äußerten viele Fans Kritik, gegen die sich Trainer Lukas Kwasniok im Vorfeld des Spiels bei Waldhof Mannheim (Mittwoch, 19 Uhr) nun wehrt.

"Trauern ist erlaubt, aber nicht zu lange"

"Natürlich", musste Kwasniok auf der Pressekonferenz am Dienstag einräumen, "wehten bei uns die letzten zwei Tage die Fahnen auf Halbmast. Ich war zum ersten Mal enttäuscht von meiner Mannschaft, das war ein Trauerspiel von uns. Wir waren bei allen Gegentoren einfach zu schlecht – das muss man ganz klar sagen", nahm der FCS-Coach kein Blatt vor den Mund, sagte aber auch: "Trauern ist erlaubt, aber nicht zu lange. Es gilt nun, nach vorne zu schauen." Denn auch wenn das verlorene Derby einen kleinen Schatten auf die bisher starke Saison des Aufsteigers wirft, will sich Kwasniok nicht alles schlecht reden lassen: "Die Schwarz-weiß-Sichtweisen der Fans sind bei allen Traditionsvereinen ähnlich. Man darf aber nicht vergessen, dass es auch jede Menge Graustufen gibt."

Was er damit meint: "Ich glaube, dass wir deutschlandweit immer noch als extrem erfolgreicher Aufsteiger wahrgenommen werden." In der Tat kann sich Platz sieben nach 32 Spieltagen mehr als sehen lassen. "Es würde uns gut tun, aus diesem eingeengten Blickwinkel mal in die Totale zu gehen", sagte der 39-Jährige. "Vielleicht auch um mal zu sagen: 'Ja, es ist nicht perfekt, es ist nicht ideal, aber trotzdem immer noch sehr gut.' Wenn ich ein 1,0-Abitur anpeile und es mit 2,0 abschließe, bin ich ja auch kein Schulversager." Entsprechend werde sich Kwasniok am Ende nicht schämen, wenn es der 7. Platz werden sollte. "Wenn es holprig wird, schnallt man sich an und steigt nicht einfach aus", gab er die Richtung vor. "Ich marschiere vorneweg."

Kwasniok "wirklich guter Dinge"

Am Mittwochabend steht mit dem Duell gegen Waldhof Mannheim ein weiteres Derby an – wenngleich die Partie nicht die Bedeutung hat, wie das Spiel gegen Kaiserslautern. Für Kwasniok spielt das aber keine Rolle: "Ich habe total Bock auf das Spiel. Wir wollen es angehen, als ob es um den Aufstieg geht." Gegen den Waldhof will der Aufsteiger nun Wiedergutmachung betreiben – zumal das Hinspiel mit 1:4 verloren ging. Diesbezüglich zeigte sich Kwasniok "wirklich guter Dinge", nachdem er der Mannschaft am Sonntag eine klare Ansage gemacht hatte.

"Wir haben jede Menge gutzumachen. Das ist das Schöne am Fußball, dass man die Dinge recht schnell wieder korrigieren kann. Aber dafür müssen wir ganz anders auftreten." Zudem warnte der am Saisonende scheidende Coach: "Ich habe selten so eine ballsichere Mannschaft gesehen. Daher wundert es mich, dass sie nur im Mittelfeld stehen." Nicht mit dabei sein werden Kapitän Manuel Zeitz (fünfte gelbe Karte), José Pierre Vunguidica), (Aufbautraining), Bjarne Thoelke (Wadenbeinbruch), Sebastian Bösel (muskuläre Probleme) und Julian Günther-Schmidt (Quarantäne).

   
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