1. FC Saarbrücken in der Ergebniskrise: "Agieren am Limit"

Der 1. FC Saarbrücken steckt weiter in einer Ergebniskrise. Auch im fünften Spiel in Folge gelang dem Tabellenzweiten bei der 1:2-Niederlage gegen den FC Bayern II kein Sieg. Trainer Lukas Kwasniok sah indes zwar keinen Anlass zur Sorge, aber teils trotzdem noch Luft nach oben.

Jänicke trifft und verpasst

In der dritten Minute der Nachspielzeit hätte Tobias Jänicke zum Mann des Tages beim 1. FC Saarbrücken werden können. Abwehrmann Boné Uaferro verlängerte in der Schlussoffensive des FCS einen hohen Ball mit dem Kopf in den gegnerischen Strafraum, wo Sebastian Jacob an den Ball kam. Im Getümmel spitzelte der Mittelstürmer über Umwege den Ball zu Jänicke. Doch die Nummer 25 der Blau-Schwarzen rechnete nicht mit diesem Ball, grätschte nach dem vorbeifliegenden Leder und verfehlte deshalb das Tor der Gäste aus München. Um ein Haar hätte er die Niederlage noch abwenden können.

"Das Quäntchen Glück fehlt im Moment, wie bei der letzten Aktion, dass so einer vielleicht rein geht", analysierte Jänicke nach Spielschluss seine verpasste Chance nüchtern am Mikrofon von "MagentaSport". In der ersten Hälfte konnte der 31-Jährige einen Abpraller von Bayern-Torwart Hoffmann noch zum zwischenzeitlichen Ausgleich nutzen. Für einen Punkt reichte es schließlich nicht mehr, was Jänicke auf mögliche Unterschiede zum erfolgreichen Saisonstart der Saarbrücker zurückführt. "Wir waren vielleicht nicht mehr so präsent wie noch zu Beginn der Saison, aber die Gegner machen es auch mittlerweile besser gegen uns."

"Noch keine Mannschaft gesehen, die durchmarschiert"

Für seinen Trainer Lukas Kwasniok gibt die jüngste Serie ohne ein Erfolgserlebnis keinen Anlass zur Sorge. "Ich habe bisher noch keine Mannschaft in der 3. Liga gesehen, die hier so durchmarschiert", kommentierte Kwasniok die aktuelle Lage. "Am Anfang der Saison habe ich gesagt, dass wir über unserem Limit agieren. Jetzt agieren wir am Limit und dann sind die Spiele so eng, dass sie nicht in unsere Richtung kippen." Vielmehr sei aktuell nicht machbar, so Kwasniok. "Ich habe nicht das Gefühl, dass sie sich gehen lassen."

Verbesserungsbedarf sah der Übungsleiter der Saarbrücker trotzdem. Die Kommunikation auf dem Platz wurde in der Halbzeitpause angesprochen, wie Kwasniok erklärte. "Es hilft jedem Spieler, wenn man aggressiv anläuft und der Hintermann pusht. Wir haben keine Zuschauer, dann brauche ich die Lautstärke der ganzen Mannschaft. Auch, wenn es dann etwas anstrengender ist." Der Aufsteiger aus Saarbrücken bleibt trotz der Niederlage Tabellenzweiter, weil das Spiel von Verfolger Ingolstadt beim FSV Zwickau abgesagt wurde. Zudem hat Mitaufsteiger Verl auf Platz drei zwei Spiele weniger absolviert. Am Mittwoch ist die Mannschaft von Kwasniok beim abstiegsbedrohten 1. FC Magdeburg gefordert.

   
  • griesgramix

    Passiert ja nicht zum ersten Mal, dass ein Aufsteiger zu Beginn einer Saison einen richtig guten Lauf hat und am Ende in der Normalität ankommt…

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