1. FC Magdeburg: Sportchef Otmar Schork warnt vor Euphorie

Beim 1. FC Magdeburg herrscht aufgrund der Erfolgsserie der vergangenen Wochen mit zehn Punkten aus vier Spielen vor der entscheidenden Phase des Abstiegskampfes großer Optimismus. Sportchef Otmar Schork warnt allerdings vor verfrühter Euphorie.

"Noch neun schwere Spiele"

"Bisher", meint der 63-Jährige in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung, "bisher haben wir noch nichts erreicht. Es stehen noch neun schwere Spiele vor uns, die wir erfolgreich bestreiten müssen und wollen." Zwar steht der FCM vor dem Wiederbeginn der Saison nach der Länderspiel-Unterbrechung am Samstag gegen Aufstiegskandidat FC Ingolstadt immer noch auf einem Abstiegsplatz. Allerdings hat sich die Ausgangsposition der Mannschaft von Trainer Christian Titz für den Kampf um Klassenerhalt durch zuletzt zwei Siege nacheinander und insgesamt zehn Punkten aus dem zurückliegenden vier Spielen ohne Niederlage deutlich verbessert. Der erste Nichtabstiegsplatz liegt bei nur noch zwei Punkten Rückstand mittlerweile in Reichweite.

"Die Entwicklung ist positiv", stellt Schork dazu nüchtern fest und schreibt die Fortschritte auch Titz und den Winter-Neuzugängen zu. Sein Optimismus gründet sich allerdings auf andere Faktoren: Ausdrücklich betont der frühere Sportchef von Zweitligist SV Sandhausen "die Art und Weise, wie die Mannschaft auftritt. Dies sorgt für Hoffnung und Zuversicht, das erklärte Ziel zu realisieren".

"Das Selbstvertrauen ist zurückgekehrt"

Den entscheidenden Unterschied im Vergleich zu den mitunter beinahe trostlosen Wintermonaten hat Schork im mentalen Bereich und Zusammenhalt festgestellt: "Durch die Erfolge ist das Selbstvertrauen zurückgekehrt, und der Teamgeist hat sich enorm verbessert. Alle Spieler stellen sich in den Dienst der Mannschaft. Es macht Spaß, dem Team im Training und Spiel zuzuschauen.“

Durch Magdeburgs Aufholjagd im Tabellenkeller kann Schork allerdings kaum schon Planungen für die kommende Saison vorantreiben. Sorgen um ausreichende Möglichkeiten bei der Zusammenstellung des künftigen Kaders allerdings macht sich der FCM-Sportdirektor trotz immerhin 16 auslaufenden Verträgen und der fortschreitenden Zeit offenbar keine: "Der Verein ist nach wie vor eine gute Adresse im Profi-Fußball, gerade weil in den vergangenen Jahren wirtschaftlich und kaufmännisch gut gearbeitet wurde", meint Schork: "Das wissen auch die Spieler zu schätzen."

   
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