1. FC Magdeburg: Hannes-Gedenktag am 23. Oktober

Am heutigen 12. Oktober jährt sich der Todestag von FCM-Fan Hannes zum fünften Mal. Der Gedenktag findet beim kommenden Heimspiel gegen Viktoria Berlin am 23. Oktober statt.

Genaue Umstände weiter offen

Am 2. Oktober 2016 war Hannes aus einem fahren Zug gestürzt, nachdem er dort auf 80 Ultras des Halleschen FC gestoßen war, die sich auf der Rückfahrt vom Auswärtsspiel in Köln befanden. Zehn Tage nach dem Sturz erlag Hannes seinen schweren Kopfverletzungen. Die genauen Umstände – etwa wie es zu dem Sturz kam – konnten bis zum heutigen Tag nicht aufgeklärt werden. Weil die Staatsanwaltschaft in ihren Ermittlungen keine Hinweise auf Fremdeinwirkung gefunden hatte und daher zu dem Schluss gekommen war, dass der 25-Jährige die Notöffnung des Zuges aus Panik selbst geöffnet habe und dann gesprungen sei, wurde das Verfahren bereits im März 2017 eingestellt.

Seitdem kämpft die Hannes' Familie um die Wiederaufnahme des Verfahrens – bislang ohne Erfolg. Im Februar 2020 war zwar eine weitere Zeugin vernommen worden, doch neue Ermittlungsansätze ergaben sich für die Staatsanwaltschaft daraus nicht. Im März 2020 stellte die Familie daraufhin Strafanzeige gegen die ermittelnde Staatsanwaltschaft. Der Vorwurf: Verdacht der Strafvereitelung im Amt. Für Hinweise, die "zur Ergreifung der Täter führen", wie es in einem Aufruf der Familie heißt, wurde eine Belohnung von 16.000 Euro ausgesetzt.

   
  • DM von 1907

    Ich finde es schade und auch ärgerlich, dass die ermittelnde Staatsanwaltschaft das Verfahren nicht wieder aufgenommen hat bzw. dass es nicht einer anderen Staatsanwaltschaft übertragen wurde.

    • Mülli

      Soweit bekannt ist, wurde das Verfahren ordnungsgemäß abgeschlossen. Für die Angehörigen ist das sicher nicht zufriedenstellend. Aber welcher neue Ansatz soll da verfolgt werden. Das ist nunmal der Rechtsstaat. Auch wenn es nicht immer fair ist.

  • Henryhet

    |Für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, …|
    Liebes Liga3-online Team, mit dieser Formulierung lehnen sie sich aber sehr weit aus dem Fenster, sollte es sich um das Zitieren der Familienklage handeln, sollten sie das eindeutiger kennzeichnen. Die Ermittlungsergebnisse der Staatsanwaltschaft sind im Gegensatz dazu unmissverständlich.

    • PeterPlys

      Ich will da – im Gegensatz zu einigen anderen FCM-Fans – wirklich kein Öl ins Feuer gießen. Aber eine Frage habe ich trotzdem: Inwiefern sind die "Ermittlungsergebnisse der Staatsanwaltschaft unmissverständlich?

      • Henryhet

        Die von mir angesprochene und kritisierte Liga3-online Wortwahl zeugt nicht von Neutralität in Bezug zum Sachverhalt und/oder davon, dass man sich nicht mit den Ermittlungsergebnissen der STA beschäftigt hat. Alternativ hätte man, wenn es sich bei der Formulierung um eine Zitierung der Familienklage handelt, dass so kennzeichnen können.
        "In dubio pro reo" Ein Grundsatz dem sich auch Liga3-online verpflichtet fühlen sollte, was das Portal aber scheinbar bis jetzt nicht interessiert.
        Zu unmissverständlich: Die Ermittlungsergebnisse der STA sagen aus, dass Hannes die Tür wohl selber entriegelt hat und von alleine gesprungen ist, was im Übrigen auch während der Fahrt (per Notentriegelung) möglich ist. Es konnte kein Fremdverschulden festgestellt werden. Ausführlichst darf das gern nachgelesen werden. Dass die Umstände im Zug (82 HFC Ultra-Fans und ein paar zusteigende FCM Fans) Konfliktpotenzial hatten und der Auslöser für das Handeln von Hannes waren, davon kann man ausgehen.

      • liga3-online.de

        Wir haben die Formulierung inzwischen angepasst.

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