1. FC Magdeburg: Härtels Wette zahlt sich aus

Wieder gewonnen, Platz zwei erobert und dann noch ein Tor mit Seltenheitswert erzielt – kein Wunder, dass man im Lager des 1. FC Magdeburg nach dem 1:0-Erfolg gegen den VfR Aalen viele gut gelaunte Gesichter zu sehen bekam. Auch das von Trainer Jens Härtel, der nach dem Spiel noch Wettschulden beim Torschützen zu begleichen hatte.

Dreimal Aluminium

Jens Härtel machte einen zufriedenen Eindruck, als er direkt vom Spielfeldrand zum Interview mit "Telekom Sport" eilte. Seine Mannschaft hatte den VfR Aalen, einen äußerst unangenehmen Gegner, mit 1:0 geschlagen, knapp zwar, aber wen interessierte das hinterher noch? Immerhin war Magdeburg durch den Auswärtssieg auf Rang zwei, einen direkten Aufstiegsrang, geklettert, und hatte zumindest in Halbzeit eins auch eine dementsprechende Leistung auf den Platz gebracht. "Das war eine sehr gute erste Hälfte von uns, wir haben dreimal die Latte getroffen und waren dominant", sagte Härtel dann auch. Vor allem Philip Türpitz wusste zu gefallen. Mit ihm hatte die Aalener Hintermannschaft so ihre Probleme.

Prämie für Schwede

Im zweiten Durchgang zeigte der FCM dann aber ein anderes Gesicht. "Ein ganz anderes Spiel", hatte Härtel nach dem Wiederanpfiff gesehen, auf einmal spielte Aalen mit, war sogar das bessere Team. Und Magdeburg? Löste diese ungewohnte Situation so, wie es ein Spitzenteam tut. Oder um es mit Härtels Worten zu sagen: "Wir haben eiskalt zugeschlagen und die Führung dann mit Glück und Geschick über die Zeit gebracht." Tobias Schwede sorgte in der 80. Minute für den Magdeburger Sieg, ausgerechnet per Kopf – sonst nicht gerade die Lieblingsdisziplin des Technikers. Es war ein Treffer, der Härtel jubeln ließ, ihn aber auch teuer zustehen kommt, wie er lachend zugab: "Ich habe Tobi immer gesagt, dass er 50 Euro von mir bekommt, wenn er mal ein Kopfballtor macht." Noch einmal dürfte sich Härtel kaum so eine Wette einlassen, doch in diesem Fall war es gut angelegtes Geld.

 
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