1. FC Magdeburg: Härtel macht den Reservisten Mut

Der Start ins Fußballjahr 2018 ging für Magdeburg daneben. Für das Spiel gegen den SV Meppen am Samstag hat man sich deshalb einiges vorgenommen. Trainer Jens Härtel deutete auf der Pressekonferenz vor dem Spiel an, dass er über personelle oder taktische Veränderungen nachdenke. 

"Haben etwas gut zu machen"

Das 1:3 gegen Rot-Weiß Erfurt liegt erst wenige Tage zurück, die Erinnerungen an diese kaum für mögliche gehaltene Pleite beim Tabellenletzten sind also durchaus noch präsent. "Wir haben etwas gut zu machen", sagte Defensiv-Allrounder Nico Hammann im Vorfeld des Spiels gegen den SV Meppen. Er habe in der Nacht nach dem Spiel "nicht mehr als zwei Stunden" geschlafen, zu tief saß die Enttäuschung. Und Jens Härtel sagte: "Ich habe schon direkt nach dem Spiel gesagt: Das müssen wir uns ankreiden. Wir haben uns selber geschlagen."

Personelle Veränderungen möglich

Abhaken wolle er die fünfte Saisoniederlage deshalb noch nicht, sagte Härtel: "Es kann schon sein, dass wir etwas ändern. Personell oder auch was die Grundordnung angeht." Das offensiv eingestellte 4-3-3 hatte gegen Erfurt nicht funktioniert, möglich wäre deshalb auch eine Rückkehr zum in der Hinrunde oft praktizierten 3-5-2. Mut machte Härtel auch den Spielern, die zuletzt eher zur zweiten Reihe zählten. "Diejenigen, die gegen Erfurt gespielt haben, haben den anderen ein Stück weit die Tür geöffnet." Spieler wie Felix Schiller, Dennis Erdmann, Tobias Schwede oder Philip Türpitz, die gegen Erfurt zunächst oder vollständig auf der Bank Platz nehmen mussten, könnten gegen Meppen in die Anfangself zurückkehren.

Respekt vor Meppen

Den Aufsteiger aus dem Emsland empfangen die Magdeburger mit einer gehörigen Portion Respekt. Es sei unangenehm gegen Meppen zu spielen, sagte Härtel, die Spielweise erinnere ihn ein wenig an die eigene Mannschaft. Und nicht nur das, auch die Tatsache, dass Meppen als Aufsteiger "eine richtig gute Runde" spiele, komme ihm aus der Spielzeit 2015/16 bekannt vor, als der FCM als Aufsteiger die Liga aufmischte und am Ende auf einem respektablen vierten Platz landete.

Nun ist Meppen aktuell Neunter, doch der Abstand auf Platz drei (fünf Punkte) ist geringer als der auf Rang 18 (14 Zähler). Und weil das so ist, und der SV Meppen mit dem Abstieg wohl kaum noch etwas zu tun haben wird, profitiere man dort "von einer gewissen Euphorie im Umfeld". In Magdeburg hätten sie wohl nichts dagegen, wenn die am Samstag einen kleinen Dämpfern erhalten würde.

   
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