"Klassenerhalt gefährdet": FCM-Coach Hoßmang tritt zurück

Thomas Hoßmang ist nicht länger Cheftrainer des 1. FC Magdeburg. Am Dienstag erklärte der 54-Jährige seinen Rücktritt. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.

Hoßmang will für "neuen Impuls" sorgen

Der Rücktritt, der laut Angaben des Vereins nach einem "intensiven Gedankenaustausch mit Sportdirektor Otmar Schork" erfolgt sei, kommt durchaus überraschend – in einer Mitteilung des FCM erklärt Hoßmang: "Für mich ist der 1. FC Magdeburg ein ganz besonderer Verein. Doch durch die Ergebnisse der vergangenen Wochen sehe ich das Ziel Klassenerhalt ernsthaft gefährdet." Daher habe er sich dazu entschlossen, den Weg für "einen neuen Impuls" frei zu machen. "Ich hoffe sehr, dass der Club in der 3. Liga bleibt." Mit nur 21 Punkten aus 22 Partien belegt der FCM derzeit den vorletzten Tabellenplatz und hat bereits drei Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Zuletzt setzte es drei Pleiten in Folge.

"Ich habe großen Respekt vor der Entscheidung von Thomas Hoßmang und danke ihm für seine Leistungen und Verdienste für den FCM", sagt Sportchef Otmar Schork, der Hoßmang zuletzt immer wieder den Rücken gestärkt hatte. "Der Druck auf seine Person war in den letzten Wochen für alle Beteiligten sehr belastend und an der Grenze des Zumutbaren", so Schork weiter. Es gelte nun nach vorne zu blicken, "um schnellstmöglich die vakante Trainerposition neu zu besetzen". Bis ein Nachfolger gefunden ist, werden die Co-Trainer Matthias Mincu und Silvio Bankert das Training leiten.

Mincu und Bankert übernehmen vorerst

Hoßmang hatte den Trainerposten in Magdeburg Anfang Juni 2020 interimsweise von Claus-Dieter Wollitz übernommen und den FCM anschließend mit zehn Punkten aus sieben Spielen zum Klassenerhalt geführt. Im Sommer wurde der vorherige NLZ-Leiter offiziell zum Cheftrainer befördert. Doch mit einem Punkteschnitt von 0,95 in der bisherigen Saison blieb der 53-Jährige hinter den Erwartungen zurück. Um die für den Klassenerhalt wohl nötige Marke von 45 Zähler noch zu erreichen, braucht Magdeburg aus den verbleibenden 16 Partien mindestens 24 Punkte – also einen Schnitt von 1,5. Gesucht wird nun der vierte Trainer seit November 2018, als Jens Härtel gehen musste – und die Talfahrt begann.

Mit dem Hoßmang-Rücktritt steht in der 3. Liga nun der fünfte Trainerwechsel innerhalb von nur 16 Tagen fest. Zuvor waren Pavel Dotchev (Viktoria Köln), Gino Lettieri (Duisburg), Jeff Saibene (Kaiserslautern) und Alexander Schmidt (Türkgücü) bei ihren Vereinen freigestellt worden. Durchaus möglich also, dass beim Duell zwischen Türkgücü und Magdeburg am kommenden Montag auf beiden Seiten die jeweiligen Interimstrainer Platz nehmen werden.

   
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