1. FC Kaiserslautern vor wegweisender Woche unter Druck

Nach nur einem Punkt aus den ersten drei Partien in diesem Jahr ist der 1. FC Kaiserslautern auf den drittletzten Platz abgerutscht. Der Druck vor den nun anstehenden Heimspielen gegen Türkgücü (Dienstag) und Wiesbaden (Sonntag) ist groß.

Suche nach der Balance

Hätte Marvin Pourié am Samstag beim Spiel in Dresden die Riesenchance zum 4:2 genutzt, wäre der FCK möglicherweise als Sieger vom Platz des Rudolf-Harbig-Stadions gegangen und würde immerhin auf Rang 15 stehen. Doch da der Stürmer vergab und die Abwehr beim Tabellenführer viermal nicht auf der Höhe war, stand am Ende eine überaus bittere Niederlage zu Buche.

Nicht nur unmittelbar nach dem Spiel, sondern auch noch am Sonntag war Trainer Jeff Saibene nach eigenen Angaben "sehr niedergeschlagen", blickte am Montag auf der Pressekonferenz vor der Partie gegen Türkgücü aber "frohen Mutes" auf das anstehende Heimspiel am Dienstag. "Wir haben vieles gut gemacht und können auf die Leistung aufbauen." Allerdings musste auch der FCK-Coach zugeben, dass "zwei, drei Fehler" zu viel gemacht worden seien. "Wir haben das angesprochen und müssen die Fehler minimieren." Zumal Türkgücü mit Petar Sliskovic und Sercan Sararer das beste Scorerduo der 3. Liga aufbietet – zusammen waren beide schon an 32 Toren beteiligt.

"Woche der Wahrheit"?

Gegen den starken Aufsteiger gelte es nun die richtige Balance zwischen Angriff und Verteidigung zu finden. Denn eigentlich stand die Defensive angesichts von nur einem Gegentor aus den letzten drei Partien gut, während dafür der Sturm oftmals blass blieb. Gegen Dresden war es nun genau andersherum. Im Duell mit Türkgücü wird Saibene seine Abwehr nun umbauen müssen, da Janik Bachmann nach seiner fünften gelben Karte gesperrt ist. Mit Kapitän Carlo Sickinger und Alexander Winkler stehen dem FCK-Coach zwei Alternativen zur Verfügung. Welche er wählen wird, ließ er offen.

Marvin Pourié ist im Angriff derweil auch weiterhin gesetzt – obwohl er gegen Verl und Dresden zwei Riesenchancen vergab. "Er hat viele Dinge gut gemacht", lobte Saibene. "Als Stürmer macht man manchmal Tore, manchmal vergibt man große Chancen." Immerhin zwei Treffer hat der 30-Jährige in den letzten beiden Partien erzielt.  Von einer "Woche der Wahrheit" wollte Saibene derweil nichts wissen. Doch klar ist: Sollten beide Partien verloren werden, dürfte die Luft für den Luxemburger dünn werden. Mindestens vier Zähler sollte der FCK schon mitnehmen, um den Anschluss zum rettenden Ufer nicht zu verlieren. Derzeit beträgt der Rückstand zwar nur einen Punkt, doch muss Lautern auch nach den beiden Heimspielen weiter auf den vierten Saisonsieg warten, könnten einige Konkurrenten bereits davon gezogen sein. Entsprechend groß ist der Druck.

   

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