1. FC Kaiserslautern: Stadtrat stimmt Minderung der Stadionpacht zu

Gute Nachrichten für den 1. FC Kaiserslautern. Wie der "Kicker" berichtet, hat der Rat der Stadt Kaiserslautern im Rahmen einer Sitzung am Samstagvormittag einer Minderung der Stadionpacht zugestimmt – allerdings unter Vorbehalt.

625.000 statt 3,2 Millionen Euro

3,2 Millionen Euro! Diese Summe sollte der 1. FC Kaiserslautern ursprünglich pro Saison für die Nutzung des Fritz-Walter-Stadions zahlen. Deutlich zu viel für die Roten Teufel, die daher einen Antrag auf reduzierte Pacht stellten. Diesem stimmte der Stadtrat nach langem hin und her am Samstag schließlich zu. Statt der 3,2 Millionen Euro muss der 1. FC Kaiserslautern in den kommenden beiden Spielzeiten jeweils 625.000 Euro in der 3. Liga zahlen – und damit 200.000 Euro mehr als bisher. In der 2. Bundesliga würden 2,4 Millionen Euro fällig werden. 

Stadt erhält Ausgleich

Um die Differenz auszugleichen, erhält die Stadiongesellschaft je 40 Prozent der Erlöse aus einer möglichen zweiten und dritte Runde im DFB-Pokal. Bei einem Zuschauerschnitt über einer Marke von 21.000 fließen weitere 100.000 Euro. Außerdem erhält die Stadt Kaiserslautern Sponsoringleistungen im Wert von 100.000 Euro – darunter Werbebanden und bis zu 100 Freikarten pro Spiel. Darüber hinaus gibt der Klub Flächen im Stadion zur Nutzung für die Stadt frei, die im Spielbetrieb nicht benötigt werden. Zwischenzeitlich hatte die Stadt FCK-Aktien als Ausgleich gefordert, was bei den Roten Teufeln jedoch auf Ablehnung gestoßen war. 

Unter Vorbehalt

Endgültig durch ist die Minderung der Pacht aber noch nicht. Nach "Kicker"-Angaben geht Ball zurück an das Land Rheinland-Pfalz, konkret an dessen Aufsichts- und Dienstleistungsbehörde (ADD). "Jetzt haben wir eine Zustimmung zu einem Antrag, aber noch keine Lösung. Unser größter Gegner ist die Zeit", wird FCK-Beiratsvorsitzender Markus Merk zitiert. Aufsichtsratsvorsitzende Rainer Keßler zeigte sich indes "zuversichtlich", dass es einen positiven Bescheid von der ADD geben werde.

   
  • ironimus

    Dem Stadtrat wird ja nichts anders übrig bleiben. Einem nackten Mann kann man nicht in die Tasche greifen. Hauptschuld an der Misere trägt allerdings das Land RP, das dem Treiben in Kaiserslautern jahrzehntelang nicht nur tatenlos zugesehen sondern es auch noch gefördert hat. Nun werden alle von der Verganheit eingeholt.

  • Michael Vogel

    Die Pleite-Stadt unterstützt den Pleite-Verein. Die ADD wird da aber so nicht durchwinken, sondern die Stadt zwingen, eine "FCK-Steuer" z.B. in Form einer höheren Grundsteuer einzuführen. Dann bin ich mal gespannt, wie die Bevölkerung in Kaiserslautern reagieren wird.

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