1. FC Kaiserslautern: Gegenwind für Merk-Team

Am Sonntag steht beim 1. FC Kaiserslautern die mit großer Spannung erwartete Mitgliederversammlung an, bei der ein neuer Aufsichtsrat gewählt wird. Die besten Chancen werden dem fünfköpfigen Team um Markus Merk eingeräumt. Gegenwind gibt es nun von Wolfgang Rotberg, der ebenfalls kandidiert.

Update: Wolfgang Rotberg hat seine Aussagen in einem Facebook-Statement dementiert: "Ich fühle mich falsch zitiert. Ich bin durchaus der Meinung, dass Markus Merk der richtige Mann für den FCK ist und habe dies auch in diversen Fan-Veranstaltungen betont. Ich fühle mich vollkommen falsch wiedergegeben."

Rotberg hat Zweifel an Merk-Team

Eigentlich hätte Rotberg bereits im Aufsichtsrat sitzen können, verzichtete Ende September jedoch darauf, für den zurückgetretenen Paul Wüst nachzurücken. Nun stellt sich der 67-Jährige erneut zur Wahl: "Ich will den Verein aus ganzem Herzen wieder nach vorne bringen. Ich bin seit 60 Jahren Mitglied, gehe auf den Betzenberg, ich will auch, dass meine Enkel noch mit stolzer Brust in das Stadion gehen können", betont er gegenüber der "Bild".

Dass das Merk-Team den FCK hinter den Kulissen wieder in die Spur bringen kann, daran hat Rotberg Zweifel: "Ich weiß nicht, ob die Gruppe um Markus Merk die Situation richtig überblicken kann. Die großen finanziellen Probleme, die da sind. Ich glaube nicht, dass jemand, der die Strukturen im Verein nicht kennt, beurteilen kann, wie wichtig zum Beispiel das NLZ ist, oder auch der Umgang mit den Fans." Daher bezeichnet Rotberg das Vorgehen als "gefährlich".

"Ohne das Stadion ist der FCK tot"

Rotberg spricht sich dafür aus, "endlich zielführend mit dem Investor" zu verhandeln. Gemeint ist Flavio Becca, der in den nächsten Jahren bis zu 25 Millionen Euro in den Verein investieren könnte. Ein Vertrag zur Umwandlung eines Darlehens in Eigenkapital soll dem Luxemburger bereits seit einiger Zeit vorliegen, allerdings will er zunächst abwarten, wer künftig das Sagen beim FCK hat. Rotberg macht sich für Becca bereits stark: "Becca kann dem FCK das Stadion retten. Ohne das Stadion ist der FCK tot."

Darüber hinaus benötige der FCK "dringend einen kompetenten und engagierten sportlichen Leiter sowie einen cleveren und Fußball erfahrenen Kaufmann", so der 60-Jährige. Merk hatte zuletzt bereits verkündet, einen Nachfolger für Finanzchef Klatt gefunden haben. Sollte das Merk-Team am Sonntag in den Aufsichtsrat gewählt werden, dürfte die Vorstellung nicht lange auf sich warten lassen. Weil Fritz Fuchs derweil im Aufsichtsrat verbleibt, kommt es für die verbleibenden vier Plätzen lediglich zu einer Nachwahl. Merk kündigte aber bereits an, das Gremium nach erfolgreicher Wahl auf sieben Mitglieder zu erhöhen, und zwei weitere Beiräte berufen zu können. Sobald der neue Aufsichtsrat gewählt ist, soll zeitnah auch der Vorstand berufen wurden.

   
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