1. FC Kaiserslautern: Fanszene bleibt Spielen vorerst fern

Bis zu 15.000 Zuschauer werden am heutigen Samstag beim Heimspiel des 1. FC Kaiserslautern gegen Eintracht Braunschweig auf dem Betzenberg sein, die Fanszene allerdings nicht.

"Politik der Überwachung"

In einer Stellungnahme erklärt das "Fanbündnis 1. FC Kaiserslautern", ein Zusammenschluss aus mehreren Fanklubs und den Ultra-Gruppen, "die kommenden Spiele unter den aktuellen Bedingungen nicht im Stadion zu verfolgen". Der Grund: "Durch Corona rücken Forderungen von Hardlinern zu mehr Überwachung und Datensammlung auch außerhalb der Pandemiebekämpfung wieder mehr in den Diskurs und es ist zu befürchten, dass personalisierte Tickets und doppelte und dreifache Kontrollen weiter normalisiert oder gar dauerhaft eingeführt werden." Das Fanbündnis werde sich "grundsätzlich gegen diese Politik der Überwachung, die unsere Rechte auf Freiheit und Privatsphäre immer mehr beschneiden", stellen.

Kritik an Regelungen

Daneben gebe es Regelungen, die für die Fans "einfach keinen Sinn ergeben" würden, wie zum Beispiel das Verbot großer Fahnen oder ein geringes Gästekontingent (lediglich 250 Fans dürfen aus Braunschweig anreisen). "Für uns ist ein Stadionbesuch so nicht mit unseren Idealen einer lebendigen und freien Fankultur vereinbar", heißt es. Dem Verein und der Mannschaft habe man seine Beweggründe erläutert und sei stetig bemüht, sie auf anderen Wegen zu unterstützen. "Sobald ein Stadionbesuch ohne oben genannte Einschränkungen wieder möglich ist, und wir wieder Schulter an Schulter in der Westkurve stehen können, werden wir auch dort wieder gemeinsam alles für unseren FCK geben!".

   
  • Orwell84

    Das geht mir alles ziemlich auf den Sack.
    Habe keinen Bock auf so ein "Stadion-Erlebnis".
    3G, Maske, personifizierte Tickets – ohne mich.
    Das hat nichts mehr mit Solidarität oder sonst was zu tun.
    Das ist einfach nur verlogen.
    Ich mach da nicht mit…

  • Philipp Schramm

    "…, dass personalisierte Tickets und doppelte und dreifache Kontrollen weiter normalisiert oder gar dauerhaft eingeführt werden."

    Diese personalisierten Tickets würde ich mir sogar wünschen. So können auch Straftäter schneller überführt werden. Die Art der Tickets sollte zu Pflicht gemacht werden.
    Vielleicht hört dann diese sinnlose Knaller- und Böllerrei in den Stadien auf, die ohnehin verboten ist. Auch könnten andere Straftaten, wie Spielerbeleidigungen etc. besser geahndet werden.

    • KL-Ost

      Super, so macht der Stadionbesuch doch richtig Spaß! Mal ehrlich, Leute wie du würden wohl auch noch ihre eigene Hinrichtung unterzeichnen. Schöne neue Welt….

      • Jan Dejean

        Ea gibt halt Fans und Chaoten – und Chaoten bringen sich eben selber in den Knast.

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