1. FC Kaiserslautern: Antwerpen kämpferisch – Hanslik fraglich

Nach dem bitteren Last-Minute-Gegentor in Duisburg will der 1. FC Kaiserslautern am Samstag im Duell gegen Schlusslicht Unterhaching wieder alle drei Punkte einfahren und damit die Abstiegsplätze verlassen. Trainer Marco Antwerpen zeigte sich im Vorfeld kämpferisch, allerdings droht der Ausfall von Daniel Hanslik.

"Wir stehen immer wieder auf"

Beim 2:2-Unentschieden gegen den MSV Duisburg unter der Woche einen Last-Minute-Treffer kassiert, als 17. unter dem Strich stehend und dann noch Aufregung rund um einen erneuten Corona-Fall vor dem wichtigen Heimspiel gegen die SpVgg Unterhaching: Die Situation beim FCK allein in dieser Woche erscheint alles andere als einfach. War der Verlust des sicher geglaubten Sieges am Dienstag ein Schlag zu viel für die Roten Teufel? "Ich habe keine enttäuschten, sondern frustrierte Gesichter gesehen", verneinte FCK-Coach Marco Antwerpen auf der Pressekonferenz am Freitagabend. Entsprechend "brenne" sein Team auf das Spiel am Samstag. "Wir stehen immer wieder auf, kämpfen weiter und lassen uns von den Rückschlägen nicht beeindrucken", versicherte er.

So könnte ein dreifacher Punktgewinn gegen den Tabellenletzten und direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt tatsächlich dafür sorgen, dass der FCK erstmals seit Ende Februar wieder über den Strich springt – nur das um zwei Treffer bessere Torverhältnis von Bayern II, das erst am Montag gegen Saarbrücken nachziehen könnte, macht noch den Unterschied. Entsprechend kämpferisch zeigte sich auch Antwerpen bezüglich des eigenen Teams, das in den letzten fünf Spielen acht Punkte erkämpfen konnte. "Der Tank ist bis obenhin voll" – trotz der Englischen Woche, versicherte der 49-Jährige und nahm die Mannschaft in die Pflicht: "Die Spieler sind regeneriert, um eine gute Leistung bringen zu können". So wolle er das Spiel "mit vollem Elan angehen, um ein Erfolgserlebnis feiern zu können". Eine Verschnaufpause ist zudem in Sicht: Nach dem kommenden Heimspiel haben die Lauterer zehn Tage spielfrei.

"Das finde ich nicht richtig"

Dennoch gab es auch zwei Punkte, die die Zuversicht des Trainers etwas abmilderten. Zum einen war dies das Thema mit den Schiedsrichtern. Auch nach dem Duisburg-Spiel kam der ehemalige Preußen-Trainer auf den Unparteiischen zu sprechen. "Es war klar, dass mir das mittlerweile als Dauerkritik ausgelegt wird", zeigte sich Antwerpen durchaus nachdenklich. Obwohl er "eigentlich sehr ruhig" gewesen sei, hat er zudem noch eine Verwarnung des Spielleiters erhalten – die dritte in dieser Saison. Ein Umstand, der ihm etwas aufzustoßen scheint: "In der Halbzeit wollte er mir keine Auskunft geben, nach dem Spiel habe ich die gelbe Karte bekommen. Das finde ich nicht richtig." Bei der nächsten muss er für ein Spiel auf die Tribüne.

Hinzu kommt noch die personelle Situation des FCK, die weiterhin angespannt ist. Marius Kleinsorge, Kevin Kraus (Muskelfaserriss), Hikmet Ciftci (Muskelbündelriss), Dominik Schad (Wadenbeinbruch), Gottwalt (Verrenkungsbruch des Sprunggelenks) und Lukas Spalvis (Knorpelschaden) stehen verletzungsbedingt nicht zur Verfügung, Hendrick Zuck und Simon Skarlatidis sind krank und Anas Ouahim fehlt gelbgesperrt. Der zuletzt mehr als überzeugende Hanslik, der vier Treffer in den letzten drei Spielen erzielte, ist für Unterhaching ebenfalls fraglich. "So viele Spieler haben wir nicht mehr", musste auch der Trainer resümieren. Dafür kehrt Anil Gözütok nach verbüßter Rot-Sperre zurück.

Insgesamt überwog letztendlich Optimismus, der sich vor allem aus den letzten Spielen ergab. "Wir sind richtig gut drauf in der entscheidenden Phase der Saison, sodass wir optimistisch sind, dass wir unser Ziel erreichen – und wenn auch erst am 38. Spieltag der Saison", gab sich Antwerpen abschließend kämpferisch. Mit einem Sieg gegen die Gäste aus der Münchner Vorstadt könnte – trotz aller erschwerenden Umstände – womöglich ein großer Schritt in ebendiese Richtung gemacht werden.

 
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