0:4-Debakel! MSV Duisburg geht gegen Verl unter

Deutliche Pleite für den MSV Duisburg zum Auftakt des 11. Spieltages: Mit 0:4 mussten sich die Zebras am Freitagabend im eigenen Stadion gegen Aufsteiger SC Verl geschlagen geben. Während Verl vorerst auf Rang vier vorrückt, verschärft sich die MSV-Krise.

Verl startet furios, Schlagabtausch vor der Pause

Die Gäste machten von Beginn an einen sehr mutigen und offensiven Eindruck. Bereits nach sechs Minuten musste Weinkauf erstmals einen Flachschuss vom Ex-Duisburger Janjić parieren. Zehn Minuten später kamen die Ostwestfalen allerdings trotzdem zur bereits verdienten Führung. Rabihic führte eine Ecke im Zusammenspiel mit Yildirim kurz aus, zog in den Strafraum und vollendete ins lange Eck zum 1:0 (15.). Die Defensive der Gastgeber hatte in dieser Szene kollektiv geschlafen. Duisburg bekam kurz darauf über Engin zumindest mal einen Abschluss zustande, den Brüseke allerdings zur Ecke abwehren konnte (21.). Auf der Gegenseite konnte sich die Elf von Trainer Lettieri bei ihrem Torhüter Leo Weinkauf bedanken, der mit einem starken Reflex gegen einen Abschluss von Janjić aus der Nahdistanz parieren konnte (24.).

Nach einer halben Stunde kamen auch die Zebras mehr und mehr ins Spiel. Ademis Steilpass landete etwas zufällig bei Scepanik, der aber frei vor dem Tor überhastet an Brüseke scheiterte (32.). Fünf Minuten später war es MSV-Spielmacher Stoppelkamp, der am kurzen Pfosten wiederum am Schlussmann der Verler nicht vorbei kam (38.). Es ging auf und ab in dieser Phase. Kurz vor der Pause verpasste zunächst Janjić völlig frei vor dem Tor den Ball (42.), ehe Sicker auf der Linie gegen den aktiven Ex-Meidericher im Sturm der Gäste klären musste (43.).

Duisburg lädt Verl zum Toreschießen ein

Nach dem Pausentee blieben die Gastgeber das spielbestimmende Team, ohne das sich Verl jedoch aus der Offensive verabschiedete. Vielmehr setzten die Gäste auf Konter, während Duisburg mit viel Ballbesitz die Lücken in der Defensive des Gegners suchte. Chancen ergaben sich auf beiden Seiten zunächst keine mehr. Das änderte sich nach einer Stunde. Wieder einmal wurde Janjić rechts am Strafraumeck in Szene gesetzt, verzögerte kurz um sich gegen Scepanik und Schmidt einen Vorteil zu verschaffen, und spitzelte die Kugel gerade so an Weinkauf vorbei zum 2:0 ins Tor (59.). Der MSV rannte wütend an. Nach einer Standardsituation bekam der SCV den Ball überhaupt nicht geklärt, sodass Schlussmann Brüseke gleich mehrfach gegen Abschlüsse der Meidericher klären musste, ehe Dominic Volkmer den Ball aus der Gefahrenzone schlug (65.).

Nur eine Minute später musste der Schlussmann des Aufsteigers wieder eingreifen. Zuerst musste er einen harten Flachschuss zur Seite klären, ehe er auch den Abpraller gegen Vermeij am Einschlag ins Tor hindern konnte (66.). So kam es für die Duisburger – wie schon häufig in dieser Saison – am Ende richtig bitter. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld lieft Rabihic beinahe ungestört auf Weinkauf zu, legte im perfekten Moment für Yildirim ab, der nur noch zum 3:0 einschieben musste (76.). Nur vier Minuten später belohnte sich Rabihic auch noch selbst. Wieder war es ein eigener Ballverlust, der das Unheil einleitete. Über Janjić kam der Ball wieder auf den durchstartenden Rabihic, der diesmal selbst abschloss und das 4:0 markierte (80.). Bei diesem Ergebnis blieb es am Ende auch. Während Duisburg nun seit fünf Partien sieglos ist, weiterhin auf den Abstiegsplätzen steht und auf den ersten Heimsieg in dieser Saison wartet, ist der SC Verl zumindest über Nacht auf dem vierten Rang der Tabelle vorgerückt. Am Dienstag empfangen die Ostwestfalen den TSV 1860 München, Duisburg spielt zeitgleich bei Waldhof Mannheim.

   
  • Tomsen

    Mit einem Volkmer in der Abwehr kann man nur verlieren, hat man doch in Jena und beim DFB-Pokal schon gesehen…

    • DM von 1907

      Stimmt! Volkmer hatte nach dem Spiel sicher noch genausoviel Luft wie vorher … Aber es war nicht Volkmer allein. Duisburg hatte eine löchrige Abwehr, produzierte viele Fehlpässe und am Schluss ließ auch die Kondition stark nach.

      Auf der anderen Seite bot Verl – die Mannschaft mit dem kleinsten Etat in Liga 3! – einen erfrischenden Offensivfußball und ein sicheres Passspiel. Interessant auch, dass Trainer Capretti vor dem Spiel im Interwiew nicht über die englischen Wochen jammerte, sondern sich auf die vielen Spiele freute, um wieder in den Rhythmus zu kommen! Belastungssteuerung will er über das Training vornehmen. Wenn der Trainer so positive Signale sendet, überträgt sich das auch auf die Mannschaft.

      • Tomsen

        Wenn die anderen für den lauffaulen und langsamen Volkmer mitlaufen müssen, dann geht denen auch die Puste aus. Das ist, als wenn nur zehn Mann auf dem Platz stehen. Und ein Volkmer hat in ner Startaufstellung nix zu suchen, der ist nicht drittligatauglich.

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