0:3 in Wiesbaden: Erfurt kassiert vierte Pleite in Folge

Die Formkurve von Rot-Weiß Erfurt zeigt weiter deutlich nach unten: Am Freitag unterlagen die Thüringer im ersten Spiel nach der Entlassung von Trainer Christian Preußer mit 0:3 beim SV Wehen Wiesbaden. Nach der vierten Niederlage in Folge vergrößern sich ausgerechnet vor Weihnachten die Abstiegssorgen am Steigerwald. Ein Treffer von Schindler in der 25. Minute, ein Eigentor von Uzan (75.) sowie Schnellbachers Tor in Minute 82 sorgten für den insgesamt verdienten Heimsieg des SVWW, der in der Tabelle den Anschluss an das sichere Mittelfeld hergestellt hat

Wiesbaden mit mehr Druck und dem Tor

In den Anfangsminuten tat sich zunächst nicht viel, die erste Chance gehörte nach sieben Minuten dann den von Co-Trainer Norman Loose trainierten Gästen: Tyrala hielt aus über 25 Metern einfach mal drauf, konnte Kolke im SVWW-Tor aber nicht in Verlegenheit bringen. Nach und nach übernahmen die Hessen immer mehr Spielkontrollen und drängten Erfurt weit in die eigene Hälfte zurück. Funk (14.) und Mintzel (15.) boten sich gute Gelegenheiten, verfehlten ihr Ziel jedoch. Zehn Zeigerumdrehungen machte es Kevin Schindler dann besser und traf nach einer Flanke von Lorenz zum durchaus verdienten 1:0. Erfurt war sichtlich angeschlagen und hätte in der 34. Minute beinahe das 0:2 kassiert, wäre Nikolaou nicht in letzter Sekunde zur Stelle gewesen – Torhüter Domaschke war bereits geschlagen. Die Hausherren waren nun klar besser im Spiel und kamen durch Oehrl (43.) und Ruprecht (44.) zu weiteren Gelegenheiten. Zur Pause hatte das 1:0 aber weiter Bestand.

Schwache Chancenverwertung rächt sich nicht

Auch nach dem Seitenwechsel gab der SVWW den Ton an hatte nur vier Minuten nach Wiederanpfiff die Riesenchance auf das 2:0: Oehrl konnte nach einem Doppelpass von Schindler frei auf Domaschke zulaufen, fand im Erfurter Schlussmann jedoch seinen Meister. Vier Zeigerumdrehungen später das nächste dicke Ding: Dieses Mal war Nils-Ole Book frei durch, scheiterte aber ebenfalls an Domaschke. Erfurt wackelte bedenklich, fiel aber nicht und kämpfte sich – auch aufgrund der mangelnden Kaltschnäuzigkeit der Hausherren – nach und nach wieder in die Partie. In Minute 64 hatte Uzan den Ausgleich auf dem Fuß, traf den Ball aus 13 Metern aber nicht richtig. Kurz danach wieder Wiesbaden: Schindler setzte eine Flanke von Lorenz knapp vorbei (66.). Die Elf von Trainer Sven Demandt drehte nun noch einmal auf und erhöhte zehn Minuten später auf 2:0: Tugay Uzan lenkte den Ball nach einer Flanke unglücklich in den eigenen Kasten. RWE gab sich aber noch nicht geschlagen und hatte in der 81. Minute die große Chance zum Anschlusstreffer: Kolke muss bei einem Schuss von Odak schon alles riskieren, um diesen zu verhindern. Sekunden danach war die Partie entschieden: Schnellbacher vollendete einen blitzsauberen Konter zum 3:0 im Tor (82.). Die Thüringer fügten sich in ihr Schicksal und kassierten damit die vierte Pleite in Folge. Wenn Hansa Rostock und Werder Bremen II ihre Spiele am Samstag gewinnen, überwintert RWE auf einem Abstiegsplatz.

 

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