0:3 gegen Mainz: Erzgebirge Aue nahezu chancenlos

Zweitliga-Absteiger Erzgebirge Aue musste sich am Sonntagabend in der ersten Runde des DFB-Pokals mit 0:3 gegen den FSV Mainz 05 geschlagen geben und sich damit frühzeitig aus dem Wettbewerb verabschieden. Über die 90 Minuten waren die Veilchen nahezu chancenlos.

Ärgerlicher Rückstand

Zweimal tauschte Trainer Timo Rost gegenüber dem 1:1 in Freiburg vor einer Woche: Anstelle von Barylla spielte Besong, zudem wurde Knezevic durch Nazarov ersetzt. Vor 8.446 Zuschauern im Erzgebirgsstadion hatten sich die Veilchen viel vorgenommen, die erste Gelegenheit gehörte nach nur 55 Sekunden aber den Gästen: Lee zog aus knapp 14 Metern ab, verfehlte das Kiel jedoch klar. Gefährlicher war da schon eine Szene nach sechs Minuten, als Klewin an einer Flanke vorbeiflog und Stach anschließend zu spät kam. Die Nullfünfer waren zu Beginn die klar bessere Mannschaft und kamen der Führung in der Folge immer näher: Erst setzte Widmer eine Burkardt-Flanke völlig blankstehend vorbei (16.), dann traf Burkardt die Latte, ehe sein Nachschuss per Fallrückzieher in den Armen von Klewin landete. Im direkten Anschluss konterte Aue über Stefaniak, der Besong einsetzte. Aus spitzem Winkel traf dieser aber nur das Außennetz (20).

Auch in der Folge hielt der FCE dagegen, doch Mainz gab weiterhin den Ton an und stand nach 33 Minuten dicht vor der Führung, als Burkardt im Strafraum abschloss und lediglich knapp verzog. Kurz vor der Pause fiel das verdiente 1:0 für den Bundesligisten dann aber: Einen Pass von Onisiwo auf Burkhardt fälschte Sorge im Strafraum so unglücklich mit der Hacke ab, dass der Ball genau vor den Füßen von Kohr landete. Dieser hatte dann keine großen Probleme mehr, das Leder aus zehn Metern im Kasten unterzubringen (41.). Mit dem für Aue ärgerlichen Rückstand bat Schiedsrichter Aytekin die Teams dann auch zur Halbzeit.

Burgzorg sorgt die Vorentscheidung

Zu Beginn des zweiten Durchgangs brachte Rost mit Nkansah für Rosenlöcher einen frischen Spieler, doch wacher aus der Kabine kamen die Gäste. Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff fuhr Aue einen Konter, an dessen Ende Klewin einen Kopfball von Lee nur mit Mühe entschärfen konnte. Aue war engagiert, kam aber nicht entscheidend von den Mainzer Kasten. So blieb der Erstligist am Drücker und hatte nach 54 Minuten die Riesenchance, als Onisiwo frei vor Klewin auftauchte und zum Lupfer ansetzte, damit aber am Schlussmann der Veilchen scheiterte. Mit Jastremski, der für Besong kam, und Tashchy anstelle von Stefaniak wollte Rost nochmal für neuen Schwung sorgen, das Spiel machten aber weiter nur die Rheinhessen.

Folgerichtig fiel 20 Minuten vor dem Ende das 2:0 für den FSV und damit die Vorentscheidung: Burgzorg musste nach starker Vorarbeit von Onisiwo nur noch einschieben. Eine Viertelstunde vor Schluss wollte der Torschütze einen Elfmeter schinden, sah dafür aber von Aytekin die gelbe Karte. Vier Minuten später zeigte der Unparteiische dann aber doch auf den Punkt, nachdem Nkansah eine Mainzer-Flanke am Boden liegend an die Hand bekommen hatte. Ingvartsen nahm sich der Sache an, verwandelte sicher zum 3:0 und beseitigte damit endgültig alle Zweifel. Unter dem Strich fuhren die Mainzer einen lockeren Sieg ein, da Aue über weite Strecken zu harmlos war. Weiter geht es für die Veilchen in einer Woche mit einem Heimspiel gegen den VfL Osnabrück.

   
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