0:2! Heidenheim bezwingt Chemnitz trotz Unterzahl

In einem sehr ereignisreichen Spiel im Stadion an der Gellertstraße konnte sich der 1. FC Heidenheim gegen den Chemnitzer FC mit 0:2 (0:1) durchsetzen. Es war im dritten Anlauf der erste Sieg der Ostwürttemberger bei den Himmelblauen. Nach gerade einmal 22 Sekunden war Niederlechner für die Schwaben erfolgreich. Mitte der zweiten Hälfte musste Malura mit gelb-rot vom Platz, doch Krebs sorgte kurze Zeit später für die Vorentscheidung. Heidenheim steht mit sieben Punkten nun auf dem vierten Tabellenplatz, während Chemnitz mit nur einem Zähler weiter im Tabellenkeller feststeckt.

 Chemnitz schläft – Niederlechner trifft

Gerade einmal 22(!) Sekunden dauerte es, bis der Ball zum ersten Mal im Netz zappelte. Doch nur gut 100 der 5100 Zuschauer freuten sich über den Treffer. Cinar schien gedanklich noch beim Aufwärmen zu sein. Zuerst klärte er den Ball per Kopf vor die Füße von Strauß, danach trat er sehr unelegant über den Ball, sodass Niederlechner im Sechzehnmeterraum frei an das Spielgerät kam und Pentke keine Chance ließ. Nach diesem Anfangsschock schien sich Chemnitz gefangen zu haben. Doch Schüsse von Förster und Pfeffer wurden von einem starken Sattelmaier abgewehrt. Was folgte, war wieder eine Großchance der Heidenheimer. Nach einem Einwurf unterlief wieder Cinar den Ball. Niederlechner stand erneut frei vor Pentke, doch diesmal war er etwas überrascht, sodass Penkte mit einer Fußabwehr das frühe 0:2 verhindern konnte.

 Heidenheim verpasst es, nachzulegen

Dieses wollte auch nach einem Eckball nicht fallen. Göhlert kam zum Kopfball und Malura verpasste am langen Pfosten den Ball nur um Haaresbreite. Nach einem Befreiungsschlag setzte sich Niederlechner sowohl gegen Cinar, als auch gegen Bankert durch. Wieder war Pentke zur Stelle der Schlimmeres verhindern konnte. Gegen Ende der ersten Halbzeit hätte der CFC den Ausgleich erzielen können. Zuerst schlenzte Garbuschweski einen Freistoß nur knapp über die Querlatte. Kurz danach probierte es Birk mit einem Fernschuss, doch Niederlechner köpfte den Ball von der Linie. Danach gab es noch eine positive Aktion vom bisher unglücklich agierenden Cinar, doch sein Kopfball ging über das Tor von Sattelmaier. Nach der Pause waren jedoch wieder die Gäste am Drücker. Der auffällige Niederlechner eroberte sich den Ball, passte zu Reinhardt und dessen Flanke wollte Niederlechner mit einem Fallrückzieher veredeln, traf den Ball nicht voll und verfehlte das Tor. Dann war der Ball wieder im Netz und wieder trafen die Heidenheimer. Das Schiedsrichtergespann sah beim Pass von Schnatterer zu Sökler jedoch eine Abseitsstellung, weshalb es beim 0:1 blieb.

 Malura fliegt – Krebs trifft

Nach einem Zweikampf zwischen Pfeffer und Malura sah Letztgenannter, zur Überraschung der Zuschauer, die gelb-rote Karte. Frank Schmidt reagierte und brachte mit Krebs für Niederlechner einen Defensivmann. Diese Auswechslung sollte sich bezahlt machen, nach einem rustikalen Tackling von Cinar gegen Heise gab es Freistoß für die Schwaben. Schnatterer brachte den Ball halbhoch in die Mitte, Krebs war zur Stelle und vollendete mit der Hacke zum 0:2. Chemnitz gab sich noch nicht auf, blieb jedoch im Abschluss zu ungefährlich. Reinhardt bekam im Fallen den Ball an die Hand, doch die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm. Daraufhin ergaben sich für die Hausherren keine nennenswerten Chancen mehr. Heidenheim konnte einen verdienten Auswärtsdreier feiern. Niederlechners früher Treffer war der Schlüssel zum Erfolg. Chemnitz steckte nie auf, kam zu einigen guten Chancen, doch an diesem Tag fehlte ihnen Glück und Durchschlagskraft. In Regensburg wollen sie nächsten Samstag den ersten Saisonsieg feiern. Zeitgleich trifft Heidenheim auf die Zweitvertretung der Dortmunder und möchte mit einem Sieg, weiterhin an der Tabellenspitze dranbleiben.

 Stimmen der Trainer

FCH-Cheftrainer Frank Schmidt: "Es gibt keine Selbstverständlichkeit, dass man in Chemnitz gewinnt. Wir haben uns auf ein enges Spiel und einen heißen Tanz eingestellt. Wir waren in der komfortablen Lage nach dreißig Sekunden einen Fehler in der Abwehr der Chemnitzer auszunutzen, um in Führung zu gehen. Wenn wir ganz clever gewesen wären, hätten wir nach zehn Minuten 2:0 geführt. Da hat Pentke aber sehr gut reagiert und das Spiel offen gehalten. Dann ist Chemnitz besser in die Partie gekommen. Sie haben ihr Spiel über die Flügel aufgezogen. Für meine Begriffe sind wir in dieser Phase einen Tick zu tief gestanden. Das war der Grund, warum wir Mitte der ersten Halbzeit so viele Freistöße gegen uns hatten. Rouven Sattelmaier hat einige Bälle aus der zweiten Reihe gut abgewehrt. Es war wichtig, die Führung zu behalten. In der zweiten Halbzeit hatte Chemnitz viel Ballbesitz, aber ich finde, dass wir es defensiv ganz gut gemacht haben und in der Zentrale gut gestanden sind. Es braucht eine clevere Leistung, um hier zu gewinnen. Das haben wir heute gezeigt, deshalb nehmen wir die Punkte, unter dem Strich, verdient mit."

 

CFC-Coach Gerd Schädlich: "Ich denke, dass wir heute nicht clever genug waren. Wir haben zum wiederholten Mal in der Anfangsphase den entscheidenden Fehler gemacht. Nach zehn bis fünfzehn Minuten sind wir dann besser ins Spiel gekommen. Wir verstehen es aber aktuell nicht, aus unseren Möglichkeiten Tore zu machen. Wir hatten viele gute Standards von Garbuschewski, waren aber nicht in der Lage, um das 1:1 zu machen. Im Gegenteil: Wir haben uns inkonsequent verhalten. Somit muss man akzeptieren, dass Heidenheim verdient gewonnen hat."

Statistiken zum Spiel

FOTO: regensburg1889.de

   
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