0:1 gegen Freiburg II: Waldhof endgültig raus aus Aufstiegsrennen

Der SV Waldhof Mannheim hat am Montagabend überraschend mit 0:1 gegen die U23 des SC Freiburg verloren und sich damit endgültig aus dem Aufstiegskampf verabschiedet. Trotz spielerischer Überlegenheit kamen die Buwe gegen defensiv sichere Freiburger nur selten zu Abschlüssen und kassierten noch vor der Pause den entscheidenden Treffer. Damit haben die Breisgauer den Klassenerhalt nun auch rechnerisch sicher.

Vermeij klärt erst und trifft dann

Auf Seiten der Gastgeber änderte Trainer Patrick Glöckner seine Startelf im Vergleich zu den vergangenen Remis gegen Zwickau und Saarbrücken auf zwei Positionen. Für Stefano Russo und Marc Schnatterer kamen Hamza Saghiri und Anton Donkor in die Startelf. Auf der Gegenseite musste die gesperrten Sandrino Braun-Schumacher (Rot) und Sascha Risch (Gelb-Rot) sowie Kiliann Sildilla (Gelb) ersetzt werden. Dafür bekamen Max Rosenfelder, Claudio Kammerknecht und Kimberly Ezekwem ihre Chancen in der Startelf.

Der Waldhof übernahm bei perfekten Bedingungen von Beginn an die Kontrolle in der Partie und ließ das Spielgerät durch die eigenen Reihen zirkulieren. Gegen defensiv sehr sicher stehende Breisgauer sprang für die Heimelf allerdings zunächst keine Gelegenheit heraus. Die U23 des Sportclub versuchte sich vereinzelt über den schnellen Ezekwem, der mit einer Hereingabe im Zentrum nach zwölf Minuten Kehrer fand, doch der Offensivmann fand nicht am stabil verteidigenden Seegert vorbei (12.). Fünf Minuten später kamen beide Seiten ein wenig aus dem Nichts zu ihren ersten Großchancen. Nach einem Freistoß aus dem rechten Halbfeld von Rossipal kam am zweiten Pfosten Seegert eingelaufen und köpfte aus sieben Metern wuchtig aufs lange Eck. SCF-Keeper Atobulu machte sich jedoch lang und klärte mit einer Hand, ehe Vermeij auf der Linie auch noch den Nachschuss von Costly blocken konnte (18.).

Nach der anschließenden Ecke war es wieder Seegert mit einem Kopfball auf den kurzen Pfosten, den wiederum Vermeij mit der Brust blocken konnte. Den zweiten Rebound packte sich der Freiburger Schlussmann dann sicher (20.). Quasi im Gegenzug steckten die Gäste nach einem Konter den Ball in die Spitze zu Vermeij durch, der jedoch frei vor dem Tor zu lange brauchte und aus bester Position somit nicht zum Abschluss kam (22.). Auch die nächste Chance ging auf das Konto der Freiburger. Einen Freistoß aus gut 22 Metern halblinker Position schlenzte Enzo Leopold einen halben Meter links über das Lattenkreuz (28.). Trotz des spielerischen Übergewichts der Mannheimer zeigten sich die Gäste nun immer häufiger im Strafraum. Eine Flanke von der rechten Seite erreichte am Fünfmeterraum erneut den Niederländer Vermeij, der aber seinerseits gute zwei Meter über den Kasten köpfte (33.).

Vier Minuten später fiel die nicht unverdiente Führung für die Breisgauer, allerdings unter großen Protesten des Waldhof. Eine Flanke von der rechten Seite von Kammerknecht verlängerte Kehrer am Elfmeterpunkt ungewollt mit dem Kopf oder möglicherweise der eigenen Hand auf Vermeij, der aus sechs Metern nur noch einschieben musste und aufgrund des Ausrutschens von Marcel Seegert nicht im Abseits stand. Auch das mögliche Handspiel von Kehrer wurde nicht geahndet (38.). Bis zur Pause erholte sich die Glöckner-Elf nicht mehr von dem Rückstand, sodass es mit dem 0:1 auch in die Pause ging.

Freiburgs Defensive hält Mannheimer Druck stand

Nach der Pause drückten die Mannheimer sofort merklich aufs Tempo und brachten mit Russo und Schnatterer für Sommer und Saghiri zwei neue Leute. Allerdings hatten die Gastgeber auch großes Glück. In Folge eines Querschlägers im Mannheimer Strafraum fiel Anton Donkor der Ball auf die eigene Hand. Der fällige Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Benjamin Cortus blieb aus (52.). Auf der Gegenseite wiederum versuchte sich Marcel Costly mit einer Hereingabe ins Zentrum, wo Sturmkollege Pascal Sohm nur haarscharf verpasste (54.). Es blieb bei der Fehleranfälligkeit der Buwe. Nach einem zu weiten Zuspiel in die Spitze des SCF II wollte Mannheims Keeper Königsmann den Ball aus der Gefahrenzone schlagen, traf aber nur den eigenen Mann, sodass das Spielgerät nur knapp links am eigenen Torpfosten vorbeiflog (55.).

Da auch nach einer Stunde noch keine Großchance für die Glöckner-Elf herausgesprungen war, wechselte der Übungsleiter erneut doppelt. Dominik Kother und Top-Stürmer Dominik Martinovic ersetzten Alexander Rossipal und Pascal Sohm (58.). Insbesondere durch die Einwechslung von Martinovic wirkten die Mannheimer in der Offensive fortan zwingender. Nachdem der Joker gesehen hatte, dass Schlussmann Atubolu zu weit vor dem Tor stand, versuchte er es aus 25 Metern mit einem Lupfer, der jedoch auf dem Tordach landete (63.). Nur eine Minute später blieb sein Pendant Boyamba kurz vor dem Strafraum noch am starken Treu in der Gästedefensive hängen (64.).

Auf den zunehmenden Druck reagierten auch die Gäste mit einem Dreifachwechsel, bei dem Baur, Fahrner und Burkart für Kehl, Ezekwem und Rosenfelder neu aufs Spielfeld kamen (68.). Eine Viertelstunde vor dem Ende hatte seinerseits der Sportclub Glück mit der Schiedsrichterentscheidung. Nach einer unglücklichen Bewegung bekam Vincent Vermeij im eigenen Strafraum den Ball an die Hand, doch auch diesmal blieb die Pfeife des Unparteiischen still (74.). Es setzte sich allerdings weiterhin fort, dass kein wirklich zwingender Abschluss auf das Tor von Noah Atubolu kam.

Lediglich eine Flanke von der linken Seite des nimmermüden Costly verpasste Butler im Zentrum nur um einen Schritt (82.). Es reichte bis in die vierminütige Nachspielzeit nicht mehr zu einer zwingenden Ausgleichschance der Heimelf aus dem Spiel heraus. Erst in der dritten Minute der Nachspielzeit brachte Verlaat eine Ecke von der linken Seite nochmal an den Fünfer, wo Justin Butler aus fünf Metern über die Latte köpfte. Auch ein verzweifelter Distanzschuss von Schnatterer wurde von Atubolu noch aus der Gefahrenzone gefaustet (90.+4). Am Ende nahm Freiburg den Sieg nicht unverdient über die Zeit. Durch die Niederlage bleibt Mannheim in der Tabelle auf Rang 7 und hat angesichts von elf Punkten Rückstand auf Platz drei bei nur noch vier Spielen endgültig nichts mehr mit dem Aufstiegskampf zu tun. Freiburg II dagegen hat den Klassenerhalt nun auch rechnerisch sicher.

   
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