0:0! Heidenheim scheitert am OFC und an den eigenen Nerven!

Der Kampf um die Relegation ist entschieden, dabei verpasste der 1.FCH die große Möglichkeit sich mit einem Sieg den dritten Platz zu sichern. Es war bis dahin das wichtigste Spiel der Vereinsgeschichte, dieses ging zwar nicht verloren, doch das torlose Remis gegen Offenbach war zu wenig, da sowohl die Konkurrenten aus Münster und Osnabrück ihre Spiele gewannen. Es war somit nur ein kurzes Intermezzo der Rot – Blauen auf Rang drei, welchen man erst am vorletzten Spieltag in Saarbrücken erreichte. Am Ende der Saison stehen sie somit wieder auf dem fünften Rang, den sie seit Ende Januar für sich beansprucht haben.

Müder Sommerkick in der Anfangsphase

Die Rahmenbedingen hätten besser nicht sein können, vor ausverkauftem Haus hätten die Heidenheimer alles klar machen können, doch der OFC wollte das letzte Spiel nicht einfach abgeben. Trotz der großen Personalnot der Kickers ging die Anfangsphase an die Gäste aus Hessen. Die Hausherren agierten viel zu nervös und ideenlos. Die Offenbacher machten die Räume eng und ließen den Gegner nicht zur Entfaltung kommen. Die Spannung war nur auf den Rängen zu sehen, auf dem Feld tat sich nicht sonderlich viel. So entstand die erste Chance wie aus dem Nichts. Feldhahn hatte sich eine Viertelstunde das Elend angesehen und fasste sich danach ein Herz und donnerte aus 20 Metern den Ball an die Latte, Sabanov war noch mit den Fingerspitzen dran. Wer nun dachte, dass beide Teams wacher agieren sah sich getäuscht. Das Spiel plätscherte weiter vor sich hin. Dass es für die Heidenheimer um den Relegationsplatz geht war nicht zu erkennen. Die erste und einzige Chance ergab sich nach über einer halben Stunde. Über rechts flankte Malura, Titsch-Rivero stand am langen Pfosten völlig blank, traf mit seinem Schuss aber nur das Außennetz. Offenbach hatte danach noch eine Distanzschüsse, die jedoch allesamt keine Gefahr für das Tor von Sabanov darstellten, so blieb es beim 0:0.

Offenbach verteidigt gut und lauert auf Konter

Die Heimmannschaft kam wie verwandelt aus der Kabine und drängte auf den so wichtigen Treffer. Schnatterer spielte Strauß frei und dieser Versuchte es aus spitzem Winkel, doch nun durfte sich auch Gäste-Torhüter Endres auszeichnen, indem er den ersten Ball auf das Tor zur Ecke abwehren konnte. Die Heidenheimer drückten mit der Unterstützung des lautstarken Publikums die Gäste nun in ihre eigene Hälfte. In der Mitte verpasste Niederlechner nach scharfer Hereingabe von Schnatterer (48.). Doch wieso dann die Hausherren wieder das Spielen einstellte ist nicht nachzuvollziehen. Es schlichen sich immer mehr Fehler ein, dies merkten die Gäste und wurden ihrerseits wieder stärker und hätten durchaus in Führung gehen können, wenn sie ihre Konter konsequenter zu Ende gespielt hätten. Wieder sorgte ein Distanzschuss für Gefahr des Heidenheimer-Tores. Doch Sabanov konnte den Schwarz-Schuss aus 25 Meter zur Ecke ablenken. Diese brachte dann ebenfalls Gefahr, doch wieder war Sabanov zur Stelle der den Kopfball von Rathgeber aus kürzester Distanz abwehren konnte (69.). Die Teams neutralisierten sich nun immer mehr. Trotz Umstellung auf eine Dreierkette fanden die Hausherren keine Mittel, der OFC lauerte zwar auf Konter, doch diese wurden nur sehr selten bis zum Ende durchgespielt.

Thurk verpasst „Heldenstatus“ nur um Zentimeter

Das Spiel neigte sich dem Ende und die Hoffnungen schwanden, da aus dem Spiel heraus bei den Hausherren nichts zusammenlief musste wohl eine Standardsituation herhalten. Diese hatten dann auch die Heidenheimer gut 24 Meter vor dem Tor, doch Schnatterers Versuch ging deutlich vorbei (84.). Die reguläre Spielzeit war vorbei, da setzte sich Niederlechner noch einmal durch, doch Endres konnte auch den zweiten Schuss auf sein Tor parieren. Durch viele Unterbrechungen entschied der unauffällig leitende Schiedsrichter Dingert auf vier Minuten Nachspielzeit. Diese Zeit war schon abgelaufen, als die Heidenheimer noch einen Freistoß zugesprochen bekamen. Routinier Thurk schnappte sich das Leder. Das ganze Stadion war wie erstarrt, da das mit Sicherheit die letzte Chance war. Er hob den Ball über die Mauer, Endres schaute dem Ball nur hinterher, doch der Ball flog nur im wenige Zentimeter am Winkel vorbei. Die Enttäuschung war sichtlich groß, die Spieler lagen am Boden, während die Offenbacher sich im Hintergrund über den letzten Punktgewinn in dieser Saison freuten. Doch nach der verpassten Möglichkeit auf den Relegationsplatz wurde die Mannschaft bis weit nach Abpfiff von den Rängen mit Applaus bedacht. Inwieweit sich das Gesicht des Teams ändert steht noch nicht fest. Bei einigen Akteuren läuft der Vertrag aus, so wird man in den nächsten Tagen und Wochen erfahren mit wem man in die neue Saison geht, welche Abgänge es geben wird und welche neuen Akteure geholt werden sollen.

   

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