Nur 0:0 gegen Zwickau: FCI verzweifelt an Engelhardt

Zum Abschluss des 10. Spieltages kam der FC Ingolstadt am Montagabend nicht über ein torloses Remis gegen den FSV Zwickau hinaus. Nachdem die Schwäne in beiden Halbzeiten den besseren Start erwischten, sicherte vor allem der starke Keeper Marcel Engelhardt den Westsachsen am Ende einen Punkt.

FCI scheitert an der Latte

Nach nur einem Sieg aus den letzten sechs Liga-Spielen stand der FCI von Trainer Rüdiger Rehm gegen die Gäste aus Zwickau unter Ergebnisdruck. Verletzungs- und sperrenbedingt änderte der Übungsleiter der Schanzer im Vergleich zum 1:1 in Dresden auf einer Position: Der am Syndesmoseband verletzte Kapitän Tobias Schröck wurde von David Kopacz ersetzt. Auf der Gegenseite tauschte Zwickaus Trainer Joe Enochs in seiner Startelf nach der bitteren 1:2-Niederlage gegen die U23 von Borussia Dortmund vor der Länderspielpause zweimal. Auf der Torhüterposition ersetzte der nachverpflichtete Marcel Engelhardt den bisherigen Brinkies-Vertreter Max Sprang und feiert damit sein Debüt, während Mike Könnecke Jan Löhmannsröben im defensiven Mittelfeld verdrängte.

Die Gäste aus Westsachsen erwischten im Audi-Sportpark den eindeutig besseren Start ins Spiel. Schon nach sechs Minuten zog der auffällige Göbel von links im Strafraum ab. Der Schuss flog an FCI-Schlussmann Marius Funk vorbei, sodass der zurückgeeilte Pascal Testroet auf der Linie klären musste (6.). Mit dem forschen Pressing der Enochs-Elf hatten die Schanzer in der Anfangsphase erhebliche Probleme. Erst nach 15 Minuten kam auch die Heimelf zu ihrem ersten Abschluss. Moussa Doumbouya ließ einen scharfen Pass von außen in die Box auf Testroet prallen, der von halbrechts abzog und an Engelhardt scheiterte (15.).

Die Chance weckte die Oberbayern spürbar auf. Eine abgefälschte Flanke von Costly von der rechten Grundlinie versuchte Testroet per Fallrückzieher aufs Tor zu bringen. Nils Butzen fälschte das Leder im Abwehrversuch direkt vor die Füße von Doumbouya ab, der aus kurzer Distanz noch vom einspringen Robin Ziegele geblockt werden konnte (26.). Im Anschluss an die folgende Ecke musste der neue Schlussmann des FSV erneut eingreifen. Den zunächst abgewehrten Ball brachte Kopacz per Volley zurück aufs Tor, doch Engelhardt flog ins linke Eck und lenkte das Spielgerät noch an die Latte (27.). Nur zwei Minuten später musste der Keeper erneut bei einem Schuss eingreifen, diesmal von Hans Sarpei, konnte diesen aber sicher festhalten (29.).

Erst in den folgenden Minuten fingen sich die Schwäne wieder und standen defensiv sicherer. Dennoch konnte Testroet nach einem Aufbaufehler von Ziegele zu Kopacz querlegen, dessen sofortigen Schlenzer aber wieder von Engelhardt entschärft werden konnte (35.). Fünf Minuten vor der Pause zeigten sich die Gäste erstmals seit der Anfangsphase wieder in der Offensive. Eine Flanke vom linken Flügel rauschte im Strafraum an allen Ingolstädtern vorbei und erreichte beinahe am zweiten Pfosten Johan Gómez, der jedoch um einen Schritt das 1:0 verpasste (40.). Somit ging es torlos in die Kabine.

Herrmann zu zentral, Engelhardt auf dem Posten

Ohne Wechsel ging es in die zweiten 45 Minuten. Besser aus der Kabine kamen wieder die Gäste aus Sachsen. Eine flache Hereingabe von der linken Seite erreichte am zweiten Pfosten Göbel, der das Spielgerät direkt abnahm und weit über den Kasten drosch (52.). Das spielerische Übergewicht blieb zwar bei der Heimelf, die zwingenden Chancen gingen jedoch diesmal an die Schwäne. Der quirlige Göbel flankte in den Strafraum zu Gómez, der das Leder mit Übersicht für den einstartenden Herrmann ablegte. Dessen wuchtige Direktabnahme landete aber direkt in den Armen von Funk, der sicher zupacken konnte (64.).

Ingolstadts Trainer Rehm war sichtlich unzufrieden mit der Offensivleistung seiner Spieler. Nachdem bereits in der 59. Minute Stoßstürmer Patrick Schmidt für Doumbouya gekommen war, wechselte der Ex-Wehener Trainer zehn Minuten später auch Arian Llugiqi und Nikola Stevanovic für Tobias Bech und Visar Musliu ein. Erst eine Viertelstunde vor dem Ende bekam der FCI den ersten gefährlichen Torschuss nach der Pause zustande. Eine unzureichend abgewehrte Flanke landete links im Strafraum auf dem Fuß von Kopacz, der jedoch gut einen Meter rechts über die Latte zog (76.).

Die Chance markierte den Start einer kleinen Schlussoffensive der Oberbayern. Kopacz' Ecke von der linken Seite landete am zweiten Pfosten auf dem Kopf von Testroet, der allerdings am in Handball-Keeper-Manier herausspringen Engelhardt scheiterte (80.). Auch bei den darauffolgenden Flanken in der 84. und 86. Minute war es immer wieder der neue Schlussmann der Gäste, der die Hereingaben mit Faustabwehren entschärfen konnte. So blieb es am Ende beim torlosen Remis. Während die Schanzer damit im Kampf um die Aufstiegsplätze keinen Boden gutmachen können und bei nur einem Sieg aus den letzten sieben Partien bleiben, rücken die Gäste zumindest um einen Zähler von den Abstiegsrängen weg und stehen auf Platz 15.

 
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