15. Juni 2017 um 11:15 Uhr

Was die Fans zum Telekom-Einstieg jetzt wissen müssen

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© Flohre

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Schon Mitte April vermeldete liga3-online.de exklusiv, dass die Telekom bereits ab der Saison 2017/18 alle Drittliga-Spiele live übertragen wird – nun ist es offiziell. Doch wie plant die Telekom konkret? Und kann ich die Spiele auch sehen, ohne Kunde bei der Telekom zu sein? liga3-online.de beantwortet die wichtigsten Fragen.

Wie und wo kann ich die Spiele sehen?

Wie genau plant die Telekom die Übertragungen der Drittliga-Spiele?

Wie die Telekom mitteilte, werden alle 380 Spiele einer Saison live und voller Länge in HD übertragen und kommentiert – in Einzelstreams. Zu allen Partien ist jeweils eine Vorberichterstattung, ein Programm in der Halbzeitpause und eine Analyse nach dem Spiel aus dem Stadion geplant. Darüber hinaus sollen alle Spiele nach Abpfiff im Rahmen eines "On-Demand"-Angebots zur Verfügung stehen. Konkret produziert die Telekom in der kommenden Saison 260 Spiele, die übrigen 120 Partien werden von der ARD übernommen.

Wie kann ich die Drittliga-Spiele als Telekom-Kunde sehen?

Beim Telekom-Tarif "EntertainTV" (gekoppelt an einen Internet- und Festnetz-Anschluss bei der Telekom) ist die 3. Liga dauerhaft inklusive. Festnetz- und Mobilfunk-Kunden der Telekom sehen die Spiele 24 Monate kostenlos, danach werden 4,95 Euro pro Monat fällig – das Angebot ist dann monatlich kündbar.

Kann ich die Live-Streams auch sehen, wenn ich kein Kunde der Telekom bin?

Ja. Wer kein Telekom-Kunde ist, kann entweder ein Jahres-Abo für 9,95 Euro pro Monat (Mindestvertragslaufzeit 12 Monate mit einer Kündigungsfrist von einem Monat) oder ein Monatsabo für 14,95 Euro buchen (ein Monat Mindestvertragslaufzeit, zum Monatsende kündbar, Frist sechs Werktage). Beide Pakete können in Kürze auf der Homepage der Telekom gebucht werden. Ein Internet-Anschluss der Telekom ist unterdessen nicht zwingend erforderlich, denn die Drittliga-Spiele lassen sich auch über einen Web-Stream oder mobil verfolgen.

Kann ich die Spiele auch auf dem Fernseher anschauen?

Ja. Die Telekom wird eine SmartTV-App anbieten, mit der die Spiele auch auf dem Fernsehen angeschaut werden können. Telekom-Kunden mit "EntertainTV" können die Spiele ebenfalls über diesen Weg am Fernseher verfolgen. Auch über Chromecast und AppleTV sollen die Spiele am TV-Gerät zu sehen sein.

Ansonsten lassen sich die Spiele auch über einen Web-Stream sowie über mobile Endgeräte verfolgen. Die genauen Einzelheiten will die Telekom in Kürze bekanntgeben.

Brauche ich einen DSL-Anschluss, um die Spiele sehen zu können?

Nicht unbedingt. Die Telekom empfiehlt zwar eine Bandbreite von mindestens 6 MBit/s, jedoch können die Spiele auch mit einer geringeren Bandbreite verfolgt werden. Das Bild soll dann jeweils automatisch an die Übertragungsrate angepasst werden. Selbst über eine EDGE-Mobilfunkverbindung sollen die Spiele ruckelfrei und flüssig zu sehen sein – dann allerdings nicht mehr in HD.

Beim Telekom-Dienst "Stream on", der das streamen von Musik und Videos (u.a. Sky Go) ohne Verlust des Datenvolumens erlaubt, wird die 3. Liga unterdessen zunächst noch nicht integriert sein.

TV-Gelder & Anstoßzeiten

Kann ich die Spiele auch im Ausland sehen?

Vorerst können die Spiele nur von Deutschland aus verfolgt werden. Sobald der neue TV-Vertrag ab der Saison 2018/19 greift, sind die Live-Streams zur 3. Liga vermutlich aber auch im Ausland verfügbar.

Warum erhöhen sich die TV-Gelder in der kommenden Saison nicht?

Auch wenn die Telekom bereits ein Jahr früher als zunächst geplant in die Live-Berichterstattung einsteigt, bleibt der bis zum 30. Juni 2018 gültige TV-Vertrag zwischen der ARD (bzw. SportA) und dem DFB bestehen – und damit auch das Gesamtvolumen von 12,8 Millionen Euro pro Jahr. Die Telekom hat für die kommende Saison lediglich eine Sublizenz von SportA erworben. Erst ab der Spielzeit 2018/19, wenn der neue und bis 2022 geschlossene TV-Vertrag, greift, werden sich die TV-Gelder wohl auf rund eine Million Euro pro Verein und Saison erhöhen. In der kommenden Saison müssen sich die Drittligisten (Werder Bremen II ausgenommen) mit 674.000 Euro zufrieden geben.

Zeigt die ARD weiterhin Spiele?

Ja. In der Saison 2017/18 wird die ARD mit seinen Dritten Programmen (WDR, NDR, MDR …) bis zu 120 Spiele live übertragen – also im Schnitt etwa drei pro Spieltag. Das Auswahlrecht liegt bei der ARD. Aufgrund der Tatsache, dass in der ARD-Sportschau am Samstagabend weiterhin drei bis vier Spiele in der Zusammenfassung gezeigt werden, kann man davon ausgehen, dass diese Spiele zuvor auch live übertragen werden. Live-Spiele in den ARD-Programmen am Freitag oder Sonntag dürften somit eher selten sein. Ab der Saison 2018/19 darf die ARD dann nur noch 86 Spiele pro Saison live zeigen.

Werden sich die Anstoßzeiten aufgrund des Telekom-Einstiegs ändern?

Davon ist nicht auszugehen. Wie liga3-online.de erfuhr, hat die Telekom kein Interesse daran, die Anstoßzeiten ändern zu wollen oder gar den Spieltag zu "zerpflücken".

Wer kommentiert die Spiele?

Die Telekom hat sich nach eigenen Angaben ein Team "aus altbekannten Stimmen und neuen Gesichtern" zusammengestellt. Mit dabei sind unter anderem Eik Galley (MDR), Thomas Wagner (Sky), Markus Höhner und Anett Sattler (beide Sport1).

 

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  • Staßfurt1965

    Wahnsinn was die Hallenser Waschweiber hier wieder rum heulen 😂😂 wir sind euch nun mal in jedem Bereich überlegen…das ist einfach ein Fakt! Der Mann sagt einfach nur die Wahrheit die ihr natürlich nicht gerne hört ist mir schon klar aber ihr müsst euch wohl leider damit abfinden das ihr 💩 seit und auch immer 💩 sein werdet. BWG in den niederen Süden 😇

  • Philipp Schramm

    Eh ich mir den Blau-Weiss Galley anhöre, verzichte ich lieber darauf. Der Typ ist doch sowas von FCM-verseucht.
    Hatte es bisweilen teilweise so gemacht, wenn der Herr Eik Galley ein HFC-Spiel kommentiert hat, das ich sowohl den TV-Kommentar, also auch den Videostream-Kommentar abgestellt habe und stattdessen lieber das HFC Fanradio laufen ließ (welches es jetzt leider auch nicht mehr gibt).
    Sorry, aber auch wenn man als TV-Kommentator FCM-Fan ist und ein TV-Spiel kommentieren soll, sollte man sich zumindest in seiner Moderator-Funktion neutral verhalfen. Herr Galley sollte in Zukunft nur noch eingesetzt werden, wenn er auch mal abseits des FCM kommentieren könne. Selbst bei Spielen mit dem FCM sollte er nicht mehr als Kommentator auftreten, da dieses wiederum zu einer einseitigen Berichterstattung zu Gunsten den FCM ausfallen würde.

  • Schwarzweisser Junge

    Solange es zumindest die Zusammenfassung abends in der ARD Sportschau auch nach 2018 weiterhin gibt, soll es mir recht sein.
    Eine komplette Abwanderung der 3. Liga ins Pay TV wäre für das allgemeine Zuschauerintetesse aber eher kontraproduktiv.
    Gut für die 3. Liga ist auch, dass Dank Karlsruhe, Würzburg und Unterhaching (sowie dem Klassenerhalt von Aalen trotz Insolvenz) der Süden wieder besser vertreten ist.
    Dadurch können in jedem Bundesland Fernsehzuschauer generiert werden. Vielleicht übertragen dann auch der SWR und der BR ein paar Spiele mehr als bisher.

  • Freud

    Vielleicht überzeugt der Einstieg ein paar mehr Menschen ins Stadion zu gehen. Mit den Mehreinnahmen ab der kommenden Saison – für die Vereine eigentlich nur positiv.
    Für den gemeinen Couchpotato – natürlich ein Griff in die Geldbörse. Bleibt zu hoffen, dass die Telekom wenigstens einen Kanal anbietet, auf dem nur die Stadionatmosphäre zu hören ist.

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  • Titus

    Ist natürlich ein Rückschritt für alle Drittliga Fans, für Telekomkunden hält sich die finanzielle Mehrbelastung aber in Grenzen.
    Mir wird aber auch schon übel , wenn ich an den Kommentar von Blauweiß Galley denke. Aber den kann man ja abstellen ;-)

  • Heiko Schwerdtfeger

    OmG…. Eik Galley (MDR). Das ist für mich schon ein Grund es nicht zu kaufen.

  • einRoter_amMAIN

    Wird man beim MDR wohl nur noch die Bauernhelfer mit Ihrer Kartoffelhalle sehen…

    • Freud

      Ist doch auch die einzige Mannschaft in Mitteldeutschland, die ein anständiges Zuschauerinteresse erzeugt. Lege den Neid ab und geh ins Stadion. Damit ist dir und uns geholfen.

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