4. März 2013 um 18:21 Uhr

Mehr Geld in der neuen Saison? DFB will 3. Liga stärken

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Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat auf die anhaltende Kritik zur 3. Liga reagiert und angekündigt, zur neuen Saison die 3. Liga zu stärken. "Mit Blick auf die nächste Saison werden wir aber noch etwas tun, um die zunehmende Kluft zur 2. Liga erträglicher zu machen. Ich will nicht ausschließen, dass wir einen Generalsponsor für die 3. Liga an Land ziehen", wird DFB-Präsident Wolfgang Niersbach in einem Bericht des "SID" zitiert.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat auf die anhaltende Kritik zur 3. Liga reagiert und angekündigt, zur neuen Saison die 3. Liga zu stärken. "Mit Blick auf die nächste Saison werden wir aber noch etwas tun, um die zunehmende Kluft zur 2. Liga erträglicher zu machen. Ich will nicht ausschließen, dass wir einen Generalsponsor für die 3. Liga an Land ziehen", wird DFB-Präsident Wolfgang Niersbach in einem Bericht des "SID" zitiert. Zudem erklärte er aber auch, dass die Spielklasse die am besten vermarkteste 3. Liga der Welt sei. Aus diesem Grund schließt er aus, dass die 3. Liga künftig nicht mehr vom DFB sondern von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) unterstützt wird und somit auch an den TV-Geldtopf der beiden Bundesligen angeschlossen wird. Wie er in der HR-Sendung "Heimspiel", die heute Abend um 22.45 Uhr im Hessischen Rundfunk ausgestrahlt wird, erklärte, würde die Verteilung der TV-Gelder bei einer Aufnahme der 3. Liga unter die Obhut der DFL noch komplizierter werden. 

"Die 3. Liga wird wie eine Amateurliga behandelt"

Wie der Verband die 3. Liga in der kommenden Saison konkret stärken will, ist noch nicht bekannt. Derzeit klagen vor allem Alemannia Aachen, die im November bereits Insolvenz anmelden mussten, sowie Offenbach, Osnabrück und Rostock über finanzielle Probleme.  Bereits vor einigen Monaten kritisierte Engelbert Kupka, ehemaliger Präsident der SpVgg Unterhaching,  in einem Interview mit dem Sport-Nachrichtensender “Sky Sport News HD" die finanzielle Lage in der 3. Liga: "Die 3. Liga ist eine Profiliga, wird aber wie eine Amateurliga behandelt. Das ist in der Zukunft nicht mehr hinnehmbar und finanzierbar. Man sollte sich beim DFB überlegen, was man tun kann, um dieses Kind, das man in die Welt gesetzt hat, auch mit den nötigen Unterhaltszahlungen zu versorgen.” Weitergehend stellt er klare Forderungen auf: “Wir brauchen eine Grundfinanzierung. Wenn ein Verein die vom DFB geforderte Finanzierung für die Erhaltung der Lizenz nicht zustande bringt, wird er noch zu Strafzahlungen verurteilt. Das ist, als wenn man einem Unterernährten mit Essensentzug bestraft.”

DFB wehrt sich gegen die Kritik

Aufmerksam hat man von Seiten des DFB diesen Hilfeschrei aus München verfolgt. Der größte Sportfachverband der Welt hat seinerseits sich ebenfalls sehr intensiv mit diesen Kritikpunkten befasst und hält dagegen, kann die Vorwürfe des ehemaligen CSU-Politikers überhaupt nicht verstehen, wenn etwa DFB-Direktor Ulf Schott gegenüber der Nachrichtenagentur “dpa” erklärt: „Unsere 3. Liga setzt im internationalen Vergleich Maßstäbe, das gilt auch für die Ausschüttung von TV-Geldern.“ Der Fachmann für das neue Premiumprodukt des DFB wird konkret: „Das ist eine Einzelmeinung, die sich ganz leicht widerlegen lässt und die einen völlig falschen Eindruck vermittelt. Unser Zulassungsverfahren zeigt eine stabile wirtschaftliche Lage. Die 3. Liga ist seit ihrer Einführung mit rund doppelt so hohem TV-Geld ausgestattet worden wie die alte Regionalliga. Die originären Kosten der Liga, etwa Schiedsrichter- und Reisekosten, machen hierbei nur einen geringen Anteil aus. Der Großteil der Ausgaben wird in Spielergehälter investiert.“ Damit nimmt er einen direkten Bezug zu der Kritik von Kupka, der die ungleichmäßige Verteilung der Fernsehgelder als einen Kritikpunkt genannt hat.

FOTO: Lennart Ebersbach

 

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