Zwischenfazit in der 3. Liga: Alemannia Aachen

13 Spiele sind in der laufenden Drittligasaison absolviert. Zeit für liga3-online.de, ein Zwischenfazit der 20 Mannschaften zu ziehen. Heute: Alemannia Aachen.

Ganze 14 Punkte konnte die Alemannia aus den bisherigen 13 Spielen ergattern und so findet man sich auf Tabellenplatz 15 wieder, nur drei Punkte von den Abstiegsrängen entfernt. Jedem war bewusst, dass man sich nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga zuerst einmal in der neuen Spielklasse zurechtfinden müsste, allerdings haben mit diesem Saisonverlauf nur die wenigsten gerechnet. Nach dem Trainerwechsel zum 9. Spieltag präsentiert sich die Mannschaft besser, aber Neu-Trainer René van Eck muss immer wieder mit herben Rückschlägen kämpfen, ließ man zuletzt abermals zwei Punkte gegen Darmstadt 98 liegen, nachdem man das Spiel über 90 Minuten dominierte.

Im Folgenden schaut sich liga3-online.de die bisherige Saison von Alemannia Aachen einmal genauer an.

Das lief bisher gut

Die Spielweise der Alemannia lässt nach dem Trainerwechsel von Ralf Außem zum Niederländer René van Eck eine Struktur erkennen. Die Aachener stehen zumeist kompakt, machen das Spielfeld eng und lassen dem Gegner nur wenig Raum für die eigene Spieleröffnung. Teilweise agieren sie technisch variabel und versuchen Situationen spielerisch zu lösen. Die Mannschaft lebt und hat eine intakte Einstellung, wie man eindrucksvoll beim 2:1-Sieg in Chemnitz sehen konnte, als man das Spiel in den letzten sechs Minuten noch drehte.

Das lief bisher nicht gut

Die Kaiserstädter haben einen Heimkomplex! Waren früher der Punktegarant die eigenen Heimspiele am Tivoli, rangiert man zurzeit in der Heimtabelle nur auf Platz 16 mit mickrigen sechs Punkten. Auswärts holte die Alemannia die restlichen acht Punkte und im gesamten Auswärtsvergleich findet man sich somit auf dem 10. Rang wieder. Die Mannschaft scheint Angst davor zu haben, vor dem eigenen Publikum zu versagen – und das, obwohl man mit durchschnittlich 14.500 Zuschauern den mit Abstand besten Zuschauerschnitt der gesamten Liga hat. Durch individuelle Fehler im Abwehrbereich bringen sich die Schwarz-Gelben zumeist unnötig um die Belohnung ihres Einsatzes. 20 Gegentore insgesamt und nur ein Spiel ohne Gegentreffer sind Zahlenwerte, die als Erklärung alleine für die derzeitige Tabellensituation keinen weiteren Kommentar benötigen. Trainer van Eck hatte zuletzt versucht, durch einen Torwartwechsel Ruhe in die Hintermannschaft zu bringen. Routinier Michael Melka löste Tim Krumpen als Schlussmann im Aachener Gehäuse ab.

Bisher bester Spieler

Wie vor der Saison schon zu erwarten war, ist Albert Streit der Kopf der Mannschaft. Mit ihm steht und fällt das Spiel der Aachener. Kapitän Streit ist technisch das Non-plus-ultra in Liga 3 und die Schaltzentrale im Offensivspiel der Mannschaft. Hat er allerdings einen schlechten Tag oder ist er verletzt, bekommt die Alemannia Probleme im Kreieren eigener Torchancen.

Bisher schwächster Spieler

Mittelfeldspieler Marcel Heller kam mit der Empfehlung von 34 Bundesliga- und 33 Zweitligaspielen im Sommer 2012 von Dynamo Dresden zurück an den Tivoli. 2006 hatte er schon einmal für die Reserve der Alemannia die Fussballschuhe geschnürt. Heller wurde geholt, um über die rechte Seite Offensivakzente zu setzen, verliert aber im Vergleich zu seinem Konterpart Oguzhan Kefkir auf der linken Seite deutlich. Heller kann sich nur schwer auf dem rechten Flügel durchsetzen, ist zu viel mit Defensivarbeit beschäftigt und verstärkt das Angriffsspiel auf seiner Seite daher nur wenig.

Fazit

Die Alemannia befindet sich noch in der Findungsphase. Vor der Saison musste man eine komplett neue Mannschaft aufstellen, nachdem nach dem Abstieg nur wenige Spieler dem Verein treu geblieben sind. Dazu haben sich mit Sascha Rösler und Aimen Demai zwei erfahrene Spieler zu Beginn der Saison schwer verletzt. Seit sechs Wochen nun hat die Mannschaft einen neuen Trainer. Van Ecks Handschrift ist klar erkennbar, allerdings haben die Aachener noch Probleme, diese vollends umzusetzen.

Ausblick

Vom direkten Wiederaufstieg ist die Mannschaft deutlich entfernt, zumal auch neben dem Platz wieder einmal Unruhe im Verein herrscht. Erneut sind diese Woche finanzielle Engpässe des Vereins ans Tageslicht gekommen, welche drastische Sparmaßnahmen nach sich ziehen. Die Mannschaft muss versuchen, konzentrierter zu agieren und enge Spiele über die Zeit zu bringen. Sollte dies gelingen, müsste ein einstelliger Tabellenplatz zum Ende der Saison realisierbar sein.

   

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