"Würden schon ganz gern etwas machen": Legt Aue personell nach?
Nur mit einem Punkt Vorsprung hat Erzgebirge Aue die Hinrunde auf einem Nicht-Abstiegsplatz abgeschlossen. Damit die Veilchen auch am Saisonende über dem Strich stehen, soll die Mannschaft wenn möglich verstärkt werden.
Vorne drückt der Schuh
Bedarf besteht vor allem in der Offensive, die mit nur 23 Treffern die zweitschwächste der Liga ist. Nur Schlusslicht 1. FC Schweinfurt hat noch weniger Tore erzielt (16). Das Problem: Es fehlt eine echte Alternative zu Marcel Bär, der in der letzten Saison mit elf Treffern der beste Torjäger des FCE war, dann aber lange verletzt ausgefallen ist. Maximilian Schmid (ein Tor) und Ricky Bornschein (ohne Treffer) konnten diese Rolle in der Hinrunde nicht ausfüllen, sodass mit Marvin Stefaniak und Julian Guttau (beide drei Tore) zwei Mittelfeldspieler die besten Torjäger sind.
Auf mögliche Verstärkungen in der Winterpause angesprochen, äußert sich Trainer Jens Härtel in der "Freien Presse" wie folgt: "Wir würden schon ganz gern etwas machen und haben zwei Positionen, wo wir sagen, dass es Sinn macht, uns zu verändern." Näher ins Detail ging der 56-Jährige aber nicht: "Darüber haben wir gemeinsam gesprochen und dann müssen wir gucken, was geht und was nicht."
"Bin kein Freund davon, Paniksachen zu machen"
Sein erster Ansprechpartner in dieser Frage ist Sport-Geschäftsführer Michael Tarnat, der seit Montag in Aue ist und seine Arbeit aufgenommen hat. Bei seiner offiziellen Vorstellung wollte sich der 56-Jährige bezüglich möglicher Neuzugänge aber ebenfalls nicht in die Karten schauen lassen und meinte nur: "Ich bin kein Freund davon, Paniksachen zu machen und nur irgendetwas zu tun, weil andere Vereine das so handhaben." Vielmehr wolle er sich zunächst ein umfassendes Bild machen und alles eng mit dem Trainerteam abstimmen.
Bis zum 2. Februar bleibt noch Zeit, die Mannschaft zu verstärken. Neben einem Stürmer würde den Veilchen auch ein zusätzlicher Innenverteidiger gut zu Gesicht stehen, schließlich verfügt das aktuelle Aufgebot lediglich über vier Spieler für die Abwehrzentrale.